<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669</id><updated>2012-02-16T16:19:22.234+01:00</updated><category term='1ter Schreibprozess'/><category term='Träume vom Studieren'/><category term='Anna-Lena'/><category term='Lyrik'/><category term='Sprachen'/><category term='Studium'/><category term='Kurzfilme'/><category term='Lernmaterialien'/><category term='BeLL'/><category term='Fragmente'/><category term='Translatorisches'/><category term='Interpretation'/><category term='Politisches'/><category term='Über das Schreiben'/><category term='All die Farben'/><category term='Alpenveilchen vs. the World'/><category term='Studienrelevantes'/><category term='Essays'/><category term='Fotographie'/><category term='Papierengel'/><category term='Kurzprosa'/><category term='Schreiben'/><category term='Belletristik'/><category term='En Français'/><category term='Dies und Das'/><category term='Nachhilfe'/><category term='Mittelhochdeutsch'/><category term='Prosaisches'/><category term='Projekte'/><category term='Dramatisches'/><title type='text'>Brindemavie</title><subtitle type='html'>Ma vie - c'est une tache de l'encre,
Une brindille toute noire sur le papier.
Espérons qu'elle soit la moindre trace à peu près d'une belle idée.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>116</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6206102221674859367</id><published>2012-01-17T00:31:00.004+01:00</published><updated>2012-01-17T00:35:42.548+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Die Letzte Welt: Der Virus der Dichtkunst und die Verwandlung von A zu A‘</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;RANSMAYR, Christoph: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Letzte Wel&lt;/span&gt;t. Mit einem Ovidischen Repertoire.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naso ist tot, die einzige Abschrift seines dichterischen Meisterwerkes verbrannt. Alles, was die Metamorphosen in der Letzten Welt am Leben erhält, ist die unmittelbare Nicht-Realität, in der sie Gestalt annehmen. Ransmayr macht damit auf mehreren Ebenen vor allem eine dichtungstheoretische Bresche auf, die sich nur im ständigen Wechselspiel ihrer beiden Pole denken lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;1. Die letzte, postmoderne Welt&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Letzte Welt&lt;/span&gt; lässt sich als postmoderner Roman definieren, ihm liegt ein stark unintuitives Zeitverständnis zugrunde, genauso wie eine beinahe radikal konstruktivistische Realitätsauffassung. Wie andere dichterische Werke dieser Strömung ist er einem ständigen Bemühen um Innovation und Abgrenzung unterworfen. Verwirklicht werden diese Ansprüche in Analepsen (contra chronologisches Erzählen) und Anachronismen (contra synchronisch nachvollziehbare Erzählelemente), sowie durch die Modifikation der narrativen Realität durch Gestaltwerden der Figuren aus Nasos Buch (Rekonstruktion einer Nicht-Wirklichkeit), welche mit einer Modifikation der ursprünglichen Verwandlungsprotagonisten bei Ovid einhergeht (Rekonstruktion der zugrundeliegenden Motive).&lt;br /&gt;Die so geschaffene Erzählrealität ist durchaus befremdlich, da sie sowohl der zeitlich-räumlichen Orientierung beraubt ist, als auch den zugrundeliegenden Motivkosmos komplett entrückt und teilweise stark umwertet. Währenddessen erhebt der Roman aber den Anspruch, synaptische Bezugspunkte in der Wirklichkeit zu haben, Namen realer Personen und Orte werden weiterverwendet, im Stile der Modifikation aber zu Instrumenten der Schilderung. Auch die Figuren der Metamorphosen bleiben erhalten, jedoch mit Anachronismus und Modifikation so stark infiziert, dass die Gegenüberstellung im Ovidischen Repertoire durchaus eine beinahe unverzichtbare Leitschnur zu sein scheint, die verhindert, dass der Leser in der unwirklichen Nicht-Wirklichkeit verloren geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;2. (Nicht-)Realität und Dichtung en abyme&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das Dilemma des Romans ist sein in sich selbst und in der Realität Verspiegeltsein: Die Dichtung nimmt ein dichterisches Werk zum Anlass, welche es in eine fiktive Realität (oder eben: Nicht-Realität) legt, um die Realität zu referenzieren (in jedem dichterischen Werk lässt sich entweder eine Bezugnahme auf oder eine Abgrenzung von der Realität erkennen). Auch die Metamorphosen, das zum Anlass genommene Werk, enthalten sich in manchen Zügen noch einmal selbst: So scheinen ihre Figuren Nasos zum Teil auch selbst seine Geschichten referenzieren (Arachne zum Beispiel wirkt Geschichten, die sie dem Dichter von den Lippen liest, in ihre Teppiche ein). Diese Spiegelungen weisen immer wieder auf den Bruch zwischen Realität und Romandichtung sowie zwischen Nicht-Realität und Nasos Buch hin. Entscheidend ist dabei vor allem die Abwesenheit der poetischen Instanzen: Naso ist tot und hat das einzige Exemplar seines Buches ins Feuer geworfen, dennoch existieren seine Verwandlungsgestalten in der Nicht-Realität weiter, viel mehr sogar noch, ihre Motive werden in dieser Nicht-Realität weiter generiert: In erster Instanz passiert das durch ihre Wandlung in der letzten Welt. In zweiter, jedoch eigentlich vorgelagerter Instanz passiert das durch ihre Wandlung in der Realität, nämlich durch die Modifikation im Roman.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;3. Die Unsterblichkeit des Autors: Die Unsterblichkeit von Kultur&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wie Naso es in der Inschrift bestimmt hat, ist er (zumindest für Cotta als Erzählinstanz des Romans) durch sein Werk unsterblich geworden. Möglich wird das – trotz der Vernichtung seines Buches und trotz seines Ablebens – durch das quasi Fantastische an der Nicht-Realität: Die Figuren seines Werkes können zum Leben erwachen. In Übertragung auf die Realität muss dieses fantastische Moment repariert werden: Nasos Unsterblichkeit besteht in der Verdauerung seinerselbst in den Figuren seiner Erzählungen. Die Vernichtung seines Buches war nicht in der Lage, diese Verdauerung aufzuheben. Warum nicht? Jede der Gestalten der Verwandlung wurde in irgendeiner Weise mit Nasos Geschichten infiziert (durch eigenen Kontakt damit, durch Kontakt mit einer vorher infizierten Gestalt [Cotta, Cyparis] – die Geschichten sind, bildlich gesprochen, höchst virulent) und so stark damit ausgefüllt, dass sie nicht anders konnten, als ihre Gestalt anzunehmen, bevor sein Buch vernichtet war. Das Buch stellt nur ein Trägermedium dar. Daraus lassen sich wieder zwei Dinge verallgemeinern:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;(1) Der wahre Gehalt und die wahre Unsterblichkeit liegen nicht im verdauernden Trägermedium, sondern im Rapport zwischen Rezipienten (hier: die mit Geschichten infizierten Gestalten) und Werk (hier: Nasos Geschichten und Denkprozesse).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(2) Auch nach Wegfallen des eigentlichen Ursprunges (Naso als Autor; das Buch als statisches Exemplar seiner Gedankenwelten) kann die „Infektion“, also das ständige Weiterexistieren und – auf einen kulturellen Kontext abstrahiert – das ständige Werden der Motive, Denkprozesse und ihrer Rapports nicht aufgehalten werden. Das liegt daran, dass die Dichtung selbst weder an den empirischen Autor, noch an seine eigene Verfasstheit gebunden ist. Eigentlich ist nicht Naso unsterblich geworden, sondern das, was ihn im Endeffekt (auch als Autor) ausmacht: Sein Denken, indem es fortexistiert.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Nasos Verschwinden und die Vernichtung des Buches sind im Übrigen Spätfolgen einer oppressiv und mit Willkür herrschenden Diktatur. Die Unmöglichkeit der damnatio memoriae, geschaffen durch das ständige weiter Sein und Werden von Nasos Geschichten bedeutet gleichzeitig den Beweis der völligen Ohnmacht dieser Diktatur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;4. Die Innovation des Konventionellen: Die Verwandlung von A zu A‘&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Leser findet sich letztendlich in einer Erzählrealität wieder, die letztendlich von sich selbst verraten wird:&lt;br /&gt;Der Roman verweist in seinem anscheinlichen Bemühen um postmodernistischen Innovationscharakter immer wieder auf die Modifikation und Reinvention von etwas nicht Unbekanntem, noch ex nihilo Geschaffenem – Personen, Orte, Gestalten und Motive werden von außerhalb der Erzählrealität „hineingeborgt“, sie sind lediglich neu organisiert und abgeändert, nicht aber ihrer Verwebung mit dem real existenten Kulturkosmos oder ihrem reellen Bezugspunkt enthoben. Er bestreitet und bejaht dadurch seine Postmodernität in ein und demselben Atemzug. Die Rhetorik dahinter ist ein gleichzeitig gedachter Widerspruch: Es ist überhaupt völlig unmöglich, ex nihilo zu denken oder zu sein; das Denken ist stets infiziert durch den Kontakt (den Rapport) mit dem Denken anderer, welches sich im Individuum weiterträgt. Gleichzeitig ist diese Infektion überhaupt erst die Voraussetzung für Denken und für werdendes Denken. Denken ist stets Generat von Denken.&lt;br /&gt;Dasselbe Bild findet sich auch in der Funktion der Verwandlung wieder: Sie ist einerseits an das Vorhandensein von einem zu Verwandelnden gebunden – sie ist keine Erschaffung ex nihilo. Andererseits passiert sie selten von etwas (A) in etwas völlig anderes (etwa: B), sondern je in etwas bereits vorher Angelegtes (A‘), in der Regel bleibt ihr Kern (das Wesen des Verwandelten) der gleiche – in Abgrenzung zur Domestikation, bei der die äußere Erscheinung die gleiche bleibt und das Wesen sich wandelt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6206102221674859367?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6206102221674859367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2012/01/die-letzte-welt-der-virus-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6206102221674859367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6206102221674859367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2012/01/die-letzte-welt-der-virus-der.html' title='Die Letzte Welt: Der Virus der Dichtkunst und die Verwandlung von A zu A‘'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7832420560248398963</id><published>2011-12-23T03:21:00.008+01:00</published><updated>2012-01-22T12:44:47.221+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>M.A.</title><content type='html'>Ce jour-là, dans la lune bleue Septembre&lt;br /&gt;Calme, au-dessous d'un jeune prunier&lt;br /&gt;Je la tenais, l'amour toute pâle et tendre&lt;br /&gt;Dans mes bras, comme un rêve gracieux.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et au-dessus, au ciel de l'été belle&lt;br /&gt;Un nuage, que je voyais longtemps&lt;br /&gt;Il était tout blanc et son altitude m'émerveille&lt;br /&gt;Quand je levais les yeux, il était disparu au loin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Depuis ce jour passèrent beaucoup de lunes,&lt;br /&gt;Descendèrent toute tranquilles en nagant.&lt;br /&gt;Les pruniers surement ne portent plus de prunes&lt;br /&gt;Tu me questionne alors de mon amour d'avant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Or je réponds : Je n'en rappelle guère&lt;br /&gt;Mais si, bien sûr, je sais ce que tu veux savoir.&lt;br /&gt;Mais son visage, hélas, je dois m'en taire&lt;br /&gt;Saches ça seulement : Je l'embrassais autrefois.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et le baiser, j'aurais oublié sa douce tengeance&lt;br /&gt;Si non le nuage ne s'était trouvé là&lt;br /&gt;Celui je tiendrai dans l'esprit toujours et à l'avance&lt;br /&gt;Il était tout blanc et venait d'un au-délà.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Les pruniers toujours fleurissent peut-être&lt;br /&gt;Et cette femme naquit peut-être sept enfants.&lt;br /&gt;Mais ce nuage ne durait que des minutes&lt;br /&gt;Mes yeux lévés, il defaillait déjà dans le vent.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7832420560248398963?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7832420560248398963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/12/ma.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7832420560248398963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7832420560248398963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/12/ma.html' title='M.A.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' 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Eins zu unzählbar ist die Chance dafür, dass aus Nichts ein Impuls hervorgeht, der etwas schafft. Das ist das Heiligste; das plötzliche Werden aus totalem Nichtsein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zählen wir die Planeten, Himmelskörper und alle Erscheinungen im Universum, so treffen wir unter Abermillionen und Abermilliarden doch nur ein Gebilde an, von dem wir wissen, dass es Leben trägt, dass es unsere Art von Leben trägt, dass es für unsere Art von Leben die perfekten Voraussetzungen bildet. Wie groß ist die Chance, eine derart abnormale Ordnung anzutreffen, die unser Leben möglich macht? Das ist heiliger; die aus plötzlich ausgebrochenem Chaos entstandene Ordnung, der wir entspringen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gehen wir alle Möglichkeiten ab, wie unser werdendes Leben aus totem Dasein hervorgegangen sein kann, so finden wir uns an einer ähnlichen, wenngleich erklärbareren Stelle, wie bei der Frage um das Werden von allem aus dem Nichts. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Starre sich derart abnormiert, derart aus seiner Regelmäßigkeit herausstößt, sodass Leben wird? Gehen wir davon aus, dass einmal in Abermillionen Jahren genug Essens entstanden war, um sich aktiv und losgelöst des Zufalls zu vermehren, müssen wir uns vor Augen halten, dass die Chance auf einen sich derart selbst überwindenden Zufall ins widersprüchlich Unmögliche drängt. Und doch sind wir hier. Und das ist heiliger: das Leben als reine, aufflammende Spannung von totem Vorhandenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wissen, dass wir, die Menschen, aus abertausenden Generationen von angepassten Wesen hervorgehen, die nach und nach ihre Fähigkeiten aneinander potenziert haben. Die Chance, von kleinen, hilflosen Säugetieren zu Zweibeinern heranzuwachsen, die Möglichkeit zu erhalten, Dinge zu benutzen, nach und nach das tote Vorhandene zu instrumentalisieren, abstraktes Erinnerungsvermögen und die Vorstellung einer Zukunft herauszubilden, Gesellschaften zu gründen, der Welten Herr zu werden, ist eins dividiert durch das Abertausendfache jeder Generation unserer tierischen Ahnen. Und das ist heiliger als ein Heiligstes, das Menschsein ohne reelle Chance.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von all denen, die seien könnten, sind wir die Auserwählten, die Leben und sterben dürfen. Dawkins statiert, dass 'jene ungeborenen Geister gewiss Poeten größer als Keats und Denker größer als Newton umfassen. Das wissen wir, weil die Anzahl an möglichen menschlichen Existenzen, die unsere DNA erlaubt, um so vieles größer ist als die Anzahl derer, die tatsächlich sind. Im Klammergriff dieses überwältigenden Zufalls sind wir es, in unserer Gewöhnlichkeit, die hier sind.' Die Krone der Schöpfung sind wir, die wir sind und leben und handeln, die wir sterben werden, die wir das Privileg erhalten haben, irgendwann einmal zu sterben. Das Allerheiligste und heiliger als alles sind wir, die wir aus unvorstellbar gewaltigem Chaos hervortreten, die darin gewordene Ordnung in unserer willkürlichen Existenz verraten und doch einmal vom Vorhandensein von allem bezwungen werden müssen, um zurückzukehren ins bloße unbelebte Vorhandensein. Wir sind das mächtigste und heiligste Vergängliche (das Vergängliche ist immer das Heiligste), wir die wir uns unserer Vergänglichkeit bewusst sind, wir die wir unser Leben durch Bewusstsein sublimieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7446168761782692945?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7446168761782692945/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/11/die-schonheit-des-chaotischen-zufalls.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7446168761782692945'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7446168761782692945'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/11/die-schonheit-des-chaotischen-zufalls.html' title='Die Schönheit des chaotischen Zufalls'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-9172464442489612402</id><published>2011-11-05T16:41:00.002+01:00</published><updated>2011-11-05T16:45:28.169+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Abstract: Lighthouses and Memories.</title><content type='html'>Please note that this is, until now, not official, nor final. The Abstract is more of a draft of what could be. Besides my competence in scientific English is quite ... some would say: non-existent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-----------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;University of Technology Chemnitz (TU Chemnitz)&lt;br /&gt;Faculty of Humanities&lt;br /&gt;German, media, technology and Intercultural Communications (IfGK)&lt;br /&gt;Modern German and Comparative Literature&lt;br /&gt;B.A. Germanistik (3rd semester)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Lighthouses and Memories. The reinvention of novelistic forms&lt;br /&gt;in narrative video games: Kan Gao’s  &lt;span style="font-style:italic;"&gt;To the Moon&lt;/span&gt; (2011)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Narrative forms and structures always have had little relevance to video game publishers in both commercial and hobby sections. However with virtual technologies and all sorts of entertaining media evolving, the importance of both immersion and narration in interactive entertainment has become as clear as never before, forcing this relatively young industry to use new strategies. In order to do so, developers of major projects use to focus onto graphics and game mechanics, which often addresses the key desiderata of the audience, albeit this concentration often seems to be single-sided. It neglects a large group of recipients, who desire more complex and less merely functional narrative concepts. Though, as ‘video game’ is a self-explanatory notion composed out of a graphical and a gameplay component, the highly under-rated capability of interactive narration remains predominately disregarded.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;At the same time, younger generations are growing up in a media environment based on the association of interaction and message, which has a tendency to supplant traditional media, especially literature. I do not want to suppose the on-going of an alarming development – like many do –, but to inquire after the consequences of this tendency. The progress in media is usually also advancing their communicative instruments, because the need of contemporary strategies, especially in terms of narration, is not suppressed but converted with the means at hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;This has been proven before by merging video games and films or visual novels into ‘interactive films’, a genre that has grown to be very dynamic and to grant strong immersion, thus to be suitable for a larger audience, over the past few years. Leaving game mechanics more simple and redundant, the potency of this kind of games is to be found in granting the chance to experience and influence a story concept – it being linear or having multiple plot lines – by interaction and decision making over the course of the narration.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;One of the newest works of this genre is To the Moon (2011), developed and published by Kan Gao, the project is his debut in the commercial scene. As the first part of a series of projects of the same frame plot, the interactive film is narrating the story of two doctors altering the memory of a dying person, to grant them a new life inside their mind. In order to do so, the doctors are forced to go back in their patient’s memory step by step, allowing the recipient to experience their lives reversed.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;As the main designation of this paper, the narrative concept actualised in this particular interactive film, which, so the assumption, is heavily based on the structure of a novella, will be analysed, as well as how it is combined with the cinematographic and especially the interactive components.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-9172464442489612402?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/9172464442489612402/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/11/abstract-lighthouses-and-memories.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9172464442489612402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9172464442489612402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/11/abstract-lighthouses-and-memories.html' title='Abstract: Lighthouses and Memories.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8150835271159431270</id><published>2011-10-23T17:59:00.002+02:00</published><updated>2011-10-23T18:02:17.963+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>Die Verwandlung der Männer in Schweine und die Bändigung der Göttin Kirke</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;HOMER: Odyssee, Zehnter Gesang.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erlebnisse Odysseus‘ und seiner Gefährten bei der Ankunft auf Aiaía stehen im Sinnbild von Bipolaritäten, allen voran der Virilität contra Weiblichkeit und Zivilisation contra Wildheit. Um zu verstehen, wie darin die Verwandlung der Männer in Schweine verortet ist, bedarf es einer kurzen Besprechung des Kontextes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;1. Die Gottgefälligkeit Odysseus‘&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Odysseus lässt sich auf seiner Irrfahrt als mit Rastlosigkeit Verfluchter verstehen, der im Kampf mit vor allem dem Element des Wassers, des Ozeans, den er auf seiner Heimreise bezwingen muss, (Poseidon hegt einen mächtigen Groll gegen den Laertiaden) steht. Kirke ist die Tochter einer Okeanide, ihre Heimatinsel befindet sich, wie Odysseus beschreibt, umringt von Wasser soweit das Auge reicht, und ihre Dienerschaft besteht ebenfalls aus Wesen des Wassers. Dabei ist Odysseus stets der Agierende, er ist der handelnde Mensch (hier ließe sich sicher ein guter Vergleich mit dem Mythos des Sisyphos bei Camus herstellen). Dieser Antrieb zeigt sich nicht nur in seinem hauptsächlichen Bestreben, heimzukehren, sondern auch im damit einhergehenden Aufrühren jedes Aufenthaltes während der Reise, von der ein jeder neue Schrecken bereithält. Ein pathologisches Bild für die Odyssee ist eine verstimmte, verängstigte und aufgabewillige Mannschaft auf der einen Seite und ein entschlossener, die Lage herumreißender Odysseus auf der anderen. Genau das ist Ausdruck seiner Virilität, welche drei, für die Begegnung mit Kirke besonders wichtige, Aspekte enthält: (1) Er ist Mensch; seine Befähigung zu zielgerichtetem Handeln unterscheidet ihn stark vom Tier (im Gegensatz zu seiner Mannschaft, die auf Aiaía als ganz besonders passiv dargestellt wird). (2) Er ist Mann; keine Erschöpfung und kein Übel lassen ihn zurückschrecken. Wenn seine Gefährten erschöpft von der Reise auf der Klageinsel rasten, erkundet er die Umgebung und erlegt einen Hirsch. Wenn Eurýlochos ihn zur Flucht überreden möchte, schreckt er nicht vor der Konfrontation zurück. Sein Mut  besteht in Zielstrebigkeit. (3) Er ist in seiner Tugendhaftigkeit gottgefällig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;2. Die Bipolarität und das Leiden der Kirke&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wie Odysseus sich als Mann zu Kirke verhält, verhält sich sein Sinn nach Zivilisation und die Gunst seiner Götter zu ihrer Wildheit und der Gunst der unbelebten Natur, die ihr als Kräuterfrau zuteilwerden. Ihr stehen die Elemente Erde und Wasser bei, die Elemente der Ruhe, Odysseus als Rastloser hat bereits die Winde im Schlauch des Aeolus gebändigt und seine Zivilisiertheit lässt sich sicher eng mit dem Feuer in Verbindung bringen. Gebändigt hat der Mensch Odysseus auch das Metall seines Schwertes, das der Gerte der Kirke entgegensteht.&lt;br /&gt;Kirkes Wesen ist äußerst defizitär. Sie lebt in Waldeinsamkeit umgeben von nymphischen Dienerinnen, von Wassermassen, und von einem kleinen Fleck Erde in deren Mitte, dem sie lediglich ein paar Pflanzen abgewinnen kann. Als chthonische Figur mit menschlichen Antlitz steht sie am Grad der Selbstüberwindung, ist Mischwesen aus dem überwindungswürdigen Gemäßigten, der Erde, und dem Potentiellen, dem Bärenden, dem Wasser. Sie ist Nichtwesen und Frau zugleich. Diese missliche Lage, selbst mit einem ganz eigenen Flucht belegt zu sein, macht sie bei deren Ankunft zur Gegenspielerin der Seefahrer.&lt;br /&gt;Odysseus Wesen ist vor allem von männlicher Dominanz getränkt. Er befehligt die passive, handlungsunfähige, abhängige Mannschaft; er bezwingt die unbekannte Insel in einem ersten Schritt mit der Erlegung des Hirsches (eine sehr plastisch sexuelle Textstelle).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;3. Die projetzierte Wandlung&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Kirke macht aus allen Inselbewohnern Tiere, über die sie die Macht besitzt, die sie beherrscht. Ihre Herrschaft über die tierischen Untertanen wird vor allen dort deutlich, wo Löwen und Bergwölfe domestiziert wie Hunde ihre Hütte bewachen. Als nun die Mannen zu ihr kommen –geführt durch Eurýlochos (der, handelnd, verschont bleibt) nicht selbstständig handelnd –, werden diese Opfer ihrer Kompensationshandlung. Kirke kompensiert ihre eigene, entmenschte Wildheit mit dem Verbreiten von Tierischkeit und der Zähmung dieser tierisch gemachten Individuen. Aus dem unerfüllten Wunsch nach Zivilisation, die ihr wildes Wesen zu bändigen wüsste, domestiziert sie die belebte Welt um sich herum als Ausdruck ihres eigenen Bedürfnisses nach Bändigung. Im patriarchalischen Denken sind ihr die Mittel zur Selbstbefreiung (Odysseus‘ Virilität) nicht gegeben und so antwortet sie auf ihre Nicht-Ganzheit mit einem, wenn man so will, acte gratuit.&lt;br /&gt;Den Tierwesen um sie her kann man, mit etwas gutem Willen, eine Graduation an Tierhaftigkeit abgewinnen. Dabei ist der Grad an Wildheit beim Tier genau umgekehrt zu dem beim Menschen. Die Löwen und Wölfe, die sie sich untertan gemacht hat, dürften als gewöhnlich wilder gelten, ihre Bändigung war sicherlich nicht derart einfach wie die der Mannschaft Odysseus‘.&lt;br /&gt;Odysseus‘ Gefährten werden als Kontrastation zu seiner Rastlosigkeit und Virilität verwendet. Deshalb sind sie auch ungeheuer passiv und abhängig vom Laertiaden; wie gewöhnliche Schlachttiere, wie Schweine. Der Schritt zum Tier ist von ihnen her nicht mehr weit, deshalb werden sie zu den tierischsten Tieren mit dem geringsten Grad an Wildheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;4. Die Bändigung der Kirke&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Mit der gunstvollen Hilfe der Götter schafft es Odysseus, dem Zauber der Kirke zu widerstehen. Damit ist seine Dominanz unter Beweis gestellt, Kirkes Wunsch nach Ganzheit als Mensch ist seiner Erfüllung nahe. Das sexualisierte Bezwingen der Natur in der Hirschjagd wird in der Bändigung der Frau Kirke natürlich noch expliziter, sie bittet ihren neuen Herren zu Bett.&lt;br /&gt;Der, von Götterbote Hermes mit Misstrauen ausgestattet, beugt vor allem seiner Kastration vor, indem er Kirke den Eid abringt, von ihr nicht verraten zu werden. Sie muss sein Vertrauen erlangen, nicht nur durch das Versprechen, sondern auch durch die völlige Unterwerfung, indem sie seinem Befehl gehorcht, alle Rückhand fallen zu lassen und die Männer von ihrem Schicksal zu erlösen. Erst dann gibt er sich ihrem Verlangen hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;blockquote&gt;5. Die legitime Herrschaft des handelnden Menschen&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein erster Anspruch des Textes scheint die Legitimation des Mannes als rechtmäßigen Herren über die Frau zu sein: Er ist im Besitz der Gunst der Götter, die er durch seine Virilität – der lateinische Begriff impliziert eine Vorstellung von Tugendhaftigkeit, die nur dem Manne innewohnen kann – erlangt hat; seine Herrschaft ist es, die die Frau braucht und verlangt und nicht aus eigener Kraft ersetzen kann.&lt;br /&gt;Daneben spielt aber vor allem das Bild des handelnden Menschen eine Rolle. Sie ist die legitime Unterscheidung des Menschen (vornehmlich des Mannes) vom Unbelebten und vom Tier und rechtfertigt seinen Platz als Herr über die Tiere und wohl auch Frauen und Sklaven, die in diesem Denksystem von Geburt an geführt und dominiert werden wollen. Wer nicht aus eigenem, zielstrebigem Antrieb handelt, ist es wert beherrscht  zu werden. Alles was abseits dieser Herrschaft ist, liegt im Gemüt der Götter, deren Gunst man durch Tugendhaftigkeit (vor allem eben die Virilität) erlangt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8150835271159431270?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8150835271159431270/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/10/die-verwandlung-der-manner-in-schweine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8150835271159431270'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8150835271159431270'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/10/die-verwandlung-der-manner-in-schweine.html' title='Die Verwandlung der Männer in Schweine und die Bändigung der Göttin Kirke'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6177731527858968200</id><published>2011-10-22T22:59:00.003+02:00</published><updated>2011-10-23T17:59:51.163+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><title type='text'>Erinnerung an die Marie A.</title><content type='html'>An jenem Tag im blauen Mond September&lt;br /&gt;Still unter einem jungen Pflaumenbaum&lt;br /&gt;Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe&lt;br /&gt;In meinem Arm wie einen holden Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und über uns im schönen Sommerhimmel&lt;br /&gt;War eine Wolke, die ich lange sah&lt;br /&gt;Sie war sehr weiß und ungeheuer oben&lt;br /&gt;Und als ich aufsah, war sie nimmer da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit jenem Tag sind viele, viele Monde&lt;br /&gt;Geschwommen still hinunter und vorbei.&lt;br /&gt;Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen&lt;br /&gt;Und fragst du mich, was mit der Liebe sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sag ich dir: ich kann mich nicht erinnern&lt;br /&gt;Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst.&lt;br /&gt;Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer&lt;br /&gt;Ich weiß nunmehr: ich küßte es dereinst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch den Kuß, ich hätt ihn längst vergessen&lt;br /&gt;Wenn nicht die Wolke dagewesen wär&lt;br /&gt;Die weiß ich noch und werd ich immer wissen&lt;br /&gt;Sie war sehr weiß und kam von oben her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pflaumenbäume blühn vielleicht noch immer&lt;br /&gt;Und jene Frau hat jetzt vielleicht das siebte Kind.&lt;br /&gt;Doch jene Wolke blühte nur Minuten&lt;br /&gt;Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;That very day, in blue moon September&lt;br /&gt; Quiescently under a young plum tree&lt;br /&gt; I held her, my pale and tranquil lover,&lt;br /&gt; in my arms like some tender dream.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; And above us, in a sky of Summer&lt;br /&gt; There was a cloud, which I beheld for long:&lt;br /&gt; It was quite white and infinitely up there;&lt;br /&gt; When I looked up, it was already gone.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; And since that very day, of moons a plenty&lt;br /&gt; in silence have swom down and past.&lt;br /&gt; The plum trees have been cut off surely&lt;br /&gt; And you will ask me, if my love did last.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; And so I say to you: I can't remember&lt;br /&gt; But yes, of course, what you allude I know.&lt;br /&gt; Yet her face, indeed I have forgotten,&lt;br /&gt; I know but this: that I have kissed it once ago.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; And so the kiss, by now I'd have forgotten&lt;br /&gt; If not the cloud would have been there and I&lt;br /&gt; still remember and will know it:&lt;br /&gt; It was quite white and came from way up high.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; The plum trees maybe to this day still blossom&lt;br /&gt; And that femme may have by now her seventh heir.&lt;br /&gt; But that one cloud bloomed for but one minute;&lt;br /&gt; As I looked up, it was yet dwining in the air.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6177731527858968200?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6177731527858968200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/10/erinnerung-die-marie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6177731527858968200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6177731527858968200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/10/erinnerung-die-marie.html' title='Erinnerung an die Marie A.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5111491165876801038</id><published>2011-10-18T02:26:00.004+02:00</published><updated>2011-10-18T02:37:03.701+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Subjekt und Raison</title><content type='html'>Was wirklich wunderlich-absurd ist am menschlichen Dasein, ist dass das menschliche Gehirn sich dagegen sträubt, sich seiner selbst bewusst zu werden. Ich denke, das ist es, was ich denken kann, wenn ich Julian Jaynes mit all dem zusammentue, was wir heute wissen. Den Menschen selbst als Konzept zu begreifen, geht über das Konzept des Menschen hinaus. Das ist ein Paradoxon, das wir mit Sinnsuche auffüllen müssen, mit der Illusion, dass da Sinn ist, der sich begreifen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn das Leben uns so hart trifft, dass unser Geist darunter zusammenbrechen müsste, entwickeln wir Abwehrmechanismen, die uns davor schützen. Diese Abwehrmechanismen bedeuten Flucht, Selbstlüge, Hyperrationalismus. Alles, was uns davor schützt, mit der Imperfektion des Gehirns und damit seiner Gewahrwerdung konfrontiert zu werden. Dagegen anzukämpfen ist kontra-intuitiv, irrational; so wird eine Schleife geschaffen, die Raison erhält das im Denken konstruierte Rationale, das Gehirn lässt dadurch keinen Regress auf sich selbst zu. Wir müssen das menschliche Denken als selbstinduziert begreifen, als etwas auf sich selbst Gerichtetes. Das ist Subjektivität.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5111491165876801038?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5111491165876801038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/10/subjekt-und-raison.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5111491165876801038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5111491165876801038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/10/subjekt-und-raison.html' title='Subjekt und Raison'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8948584115479612566</id><published>2011-09-28T22:29:00.003+02:00</published><updated>2011-09-29T01:52:04.019+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Florence and the machine in your pants proudly present: The hardest of grasps in your pants</title><content type='html'>There is love in your pants but you can't hold it in&lt;br /&gt;It pours from your fabric and spills from your skin&lt;br /&gt;Tenderest touch leaves the darkest of marks&lt;br /&gt;And the kindest of grasps break the hardest of hearts&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There is love in your pants but you can't get it out&lt;br /&gt;It gets stuck in your pants, won't come out of your mouth&lt;br /&gt;Sticks to your pants and shows on your face&lt;br /&gt;That the sweetest of things have the bitterest taste&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darling hands, I loved you in my pants&lt;br /&gt;But you'll never know how deep I've been&lt;br /&gt;Darling hands, I loved you in my pants&lt;br /&gt;But that's no excuse for the pants I'm in&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There is love in our pants and it holds us together&lt;br /&gt;But pulls us apart when we're holding each other&lt;br /&gt;We all want something to hold in your pants&lt;br /&gt;We don't care if it hurts or we're holding too tight &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There is love in your pants but you can't get it out&lt;br /&gt;It gets stuck in your pants, won't come out of your mouth&lt;br /&gt;Sticks to your pants and it shows on your face&lt;br /&gt;That the sweetest of things have the bitterest taste&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darling hands, I loved you in my pants&lt;br /&gt;But you'll never know how deep I've been&lt;br /&gt;Darling hands, I loved you in my pants&lt;br /&gt;But that's no excuse for the pants I'm in&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;My heart swells like a water in your pants&lt;br /&gt;Can't stop myself before it's too late&lt;br /&gt;Hold on to your pants&lt;br /&gt;'Cause I'm coming to take it&lt;br /&gt;Hold on to your zipper&lt;br /&gt;'Cause I'm coming to break it&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hold on hold on hold on hold on hold on&lt;br /&gt;Hold on hold on hold on hold on hold on&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8948584115479612566?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8948584115479612566/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/florence-and-machine-in-your-pants.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8948584115479612566'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8948584115479612566'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/florence-and-machine-in-your-pants.html' title='Florence and the machine in your pants proudly present: The hardest of grasps in your pants'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7820856311746117198</id><published>2011-09-26T21:14:00.007+02:00</published><updated>2011-09-26T21:20:43.856+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>NDVL-Hausarbeit: Abstract</title><content type='html'>Technische Universität Chemnitz&lt;br /&gt;B.A. Germanistik&lt;br /&gt;Philosophische Fakultät, IfGK&lt;br /&gt;Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft&lt;br /&gt;Seminar: DDR-Lyrik (2011)&lt;br /&gt;Dozent: Dr. Michael Ostheimer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Den Stern im Haar. Peter Jokostras „&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Trauer um Camus&lt;/span&gt;“ als Gedicht der DDR-Literatur.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(immer noch vorläufiger Titel)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Das Gedicht versammelt die Gedanken, Intentionen und Ideen des Dichters ungebrochen um die Daseinsmitte. Die Grundposition des Dichters ist moralisch, ethisch (die Kategorie des Ästhetischen einbezogen) und religiös. Im Gedicht wird der Gott gesucht. Im vollkommenen Gedicht scheint er gefunden.&lt;/em&gt; (1)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Peter Jokostra ist ein wenig bekannter Lyriker. Zu dekadent erschien er für die Kulturpolitik in der DDR, zu sperrig für viele Rezensenten der BRD. Auch in der Sekundärliteratur bleibt er bis auf wenige, kurze Nennungen unbeachtet und das poetologische Zitat ist einer der wenigen Hinweise darauf, wie die Gestalt seines Schaffens einzuordnen ist. Dabei ist es durchaus als wichtig zu erachten, Autoren seiner Art angemessen zu verorten, um ein klareres Bild von der Zeit und der Richtung, in der sie sich poetisch bewegen, zeichnen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist Außenstehender, manchmal auch Außenseiter, scheint immer gegen die Zeit zu leben oder zwischen dem Außerhalb und der kulturellen Mitte zu grätschen. Auf diese Weise steht er immer wieder im Widerspruch mit seiner Umwelt, mit sich selbst.&lt;br /&gt;Ähnlich widersprüchlich wird er auch in Zusammenhänge verortet. So findet sich in der Anthologie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Lyrik der DDR&lt;/span&gt; (2), neben anderen, sein Gedicht &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Trauer um Camus&lt;/span&gt;, das zum ersten Mal im Gedichtband &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Hinab zu den Sternen&lt;/span&gt; (1961) erschien, welcher in der BRD veröffentlicht wurde, wo Jokostra bereits seit 1959 eine neue Heimat gefunden hatte. Es bezieht sich auf den 1960 bei einem Autounfall verstorbenen Literaten Albert Camus und ist getränkt mit Gegenständen der Philosophie des Absurden und einigen mythologischen oder mythologisch anmutenden Motiven; –&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den ersten Blick handelt es sich um einen in der DDR aufgrund seiner Werke angefeindeter und in die BRD geflüchteter Autor, der nach dem Gott zu suchen scheint, mit einem der DDR-Lyrik zugeordneten Gedicht über einen praktisch gegen Gott argumentierenden Existenzialisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Arbeit will sich an die Frage heranwagen, ob es sich bei &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Trauer um Camus&lt;/span&gt; tatsächlich um einen Teil der Literatur der DDR handelt, und versuchen, Widersprüchlichkeiten zu klären und die Mischung aus reminiszenten und hermetischen Motiven aufzuschlüsseln. Dabei sollen neben biographischen und kulturellen beziehungsweise rezeptionsgeschichtlichen Anhaltspunkten vor allem Thematik und Stil eine Rolle spielen. Der interpretatorische Teil soll sich sowohl am Kontext der Werke Camus‘ als auch der Gedichte Peter Jokostras orientieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;---------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1) Peter Jokostra; zitiert nach BENDER, Hans: Widerspiel. Deutsche Lyrik seit 1945.&lt;br /&gt;München: Carl Hanser Verlag, 1963. S. 163&lt;br /&gt;(2) hrsg. von ARNOLD, Heinz Ludwig / KORTE, Hermann; S. Fischer 2009&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7820856311746117198?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7820856311746117198/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/ndvl-hausarbeit-abstract.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7820856311746117198'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7820856311746117198'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/ndvl-hausarbeit-abstract.html' title='NDVL-Hausarbeit: Abstract'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2032916916587970994</id><published>2011-09-25T00:07:00.001+02:00</published><updated>2011-09-25T01:48:14.882+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fragmente'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><title type='text'>C'est affreux ...</title><content type='html'>C'est affreux, un sentiment revenant. Il signifie que rien n'eut changé dès lors. Rien que cette peine ne puisse changer. Je peux la concevoir, avec ses deux faces; qu'il y a ce qui manque (c'est toi) et que je ne voudrais pas la perdre (moi, puis que c'est toi). Garder cette peine sur moi, c'est que rien n'y a changé. Cela qui ne peut pas avoir changé et qui ne peut pas changer. C'est toi. Vraiment toi.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2032916916587970994?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2032916916587970994/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/cest-affreux.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2032916916587970994'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2032916916587970994'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/cest-affreux.html' title='C&apos;est affreux ...'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8096922617038480813</id><published>2011-09-23T21:44:00.000+02:00</published><updated>2011-09-23T21:45:20.776+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fragmente'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Der Kritiker stirbt nie. Schon aus reiner Hartnäckigkeit.</title><content type='html'>Der Tod des Literaten: Ich habe alles gesagt, was da zu sagen ist.&lt;br /&gt;Der Tod des Künstlers:&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8096922617038480813?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8096922617038480813/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/der-kritiker-stirbt-nie-schon-aus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8096922617038480813'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8096922617038480813'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/der-kritiker-stirbt-nie-schon-aus.html' title='Der Kritiker stirbt nie. Schon aus reiner Hartnäckigkeit.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2524006488410868044</id><published>2011-09-07T23:07:00.002+02:00</published><updated>2011-09-07T23:14:42.007+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzprosa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>"Korrespondenz" Oder: Schneemänner in der Wüste</title><content type='html'>Liebe Du.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ich glaube, es ist so ein Phänomen, wenn man innig Geschriebenes von innig existiert habenden Menschen liest, dass man sie gerne mal kennengelernt hätte. Vielleicht. Bei mir ist das eigentlich nie so, ich mag Distanz zu den Sachen. Vor allem bei Schreibern. Ich mag den Text für sich und allein und ohne Alles. Text ungesalzen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Diese Rose Ausländer schreibt wie du. Manchmal. Irgendwie so ein bisschen. Und ihr Briefdiskurs mit Jokostra ist erhellender als popelige Biographien (die eh nie was hergeben) und Literaturwissenschaftler, die meinen, sie können Leute einfach in Schubladen stecken. Vor allem ist es verdauertes Sein.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Und irgendwie wird mir damit klar, was das Fatale ist an diesem Virtuellen Sein, an diesem Speichern auf Speichern. Es ist nicht verdauert. Und dieses Kästchen, in das wir es verdauern, ist nicht aufbrechbar. Von niemandem. Nicht mal, wenn wir sie je nicht aufhalten könnten. Es ist praktisch schon weg. Ganz weg. Nicht weggeschmissen, weg. Es ist ein Leerzeichen, irgendwie sehr toll und da und nützlich und tragend, aber eben nicht da. Leer. Das ist schrecklich.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Das ist schrecklich, weil ich mich selbst für absolut vergehenswürdig halte. Für immer. Irgendwann. Das Irgendwann ist wichtig. Und ob ich dich für vergehenswürdig halte, weiß ich nicht. Würde ich über dich so denken können wie über mich (das kann ich nicht), dann wäre ich froh, wenn du vergehen dürftest. Wenn du nicht vergehen möchtest, dann möchte ich das auch nicht. So oder so, das Irgendwann ist wichtig. Irgendwann ist nicht jetzt und ist nicht in 2 Tagen und nicht in 5 Monaten und nicht in 50 Jahren. Auch nicht in 100 Jahren. Wir dürfen Spuren hinterlassen. Vergängliche Spuren. Die dürfen auch ausblassen irgendwann. Irgendwann eben. In 100 Jahren.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Darf ich unsere "Korrespondenz" (was für ein sperriges Wort) noch wo anders speichern, wo es nicht so vergänglich ist? Ausdrucken, auf Papier tun und wegschließen, sodass es um Gottes Willen niemand erlangt bis die Spur von Irgendwann an der Reihe ist?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Das Ding ist nämlich: Ich will, dass Leute irgendwann mal die Chance haben, über uns zu denken. Wenn du noch wichtiger bist und wenn ich irgendwann mal wichtig sein sollte. Ich will, dass ich selbst die Chance habe, über unser Denken weiterzudenken, ohne die Verantwortung für die Verdauerung unseres Denkens an irgendeinen Speicher in weißnichtwo abzugeben. Ich will, dass die Leute irgendwann mal dich furchtbar authentisch und reflektiert und mich aufbrausend, kaltherzig und unbalanciert finden. Können. Finden können. Wenn sie wollen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Unser gemeinsames Denken soll nicht "nur" Leerzeichen sein. Dafür ist es viel zu sehr einer Spur berechtigt. Für mich, vielleicht auch für dich, bestimmt für eine Nachwelt, wenn es die gibt und wenn die Interesse daran hat. Nicht für die Leute jetzt, die uns daraus einen Vorwurf machen könnten, sondern für die Leute später, die verstehen werden, dass dein Geist für mich groß genug ist, um mit einer Hand hin und wieder Milch und Honig draus zu schöpfen, und dass, was immer du an mir findest, vielleicht auch irgendeinen Wert hat. Für die Nachwelt. Das ist die Spur, die erst anfängt zu verblassen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Es soll /Wort/ sein, nicht das blanke Zeichen, das es trägt. Es: Das ist unser Fuß auf der Erde, der eine Spur zeichnet. Weil Menschen einer Spur berechtigt sind. Manchmal fühle ich mich wie ein Mensch und dich kenne ich erst recht nicht anders.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Darf ich aus unserem Leerzeichen, dem Gedanken, der irgendwo durch die Flur stapft, einen Fuß machen? Je größer nämlich diese Welt aus schon praktisch vergangenem Speicher wird, umso weniger Fußabdrücke werden die Leute finden. Und das ist schade, weil sie womöglich irgendwann meinen, wir wären Leerzeichen zwischen den Worten. Zwar schon da und toll und wichtig und unerlässlich und zeitweise mitzudenken, aber nie Wort und nie Spur und nie prozesshaft, nie verschwunden, sondern nie dagewesen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ich muss, wenn ich irgendwann verschwinde, wenn wir verschwinden, nicht in der Ewigkeit rumhocken und mit Elvis alte Golden-Girls-Folgen schauen. Das brauche ich nicht und ich brauche auch die Vorstellung nicht, um mit meiner Existenz im Reinen zu sein. Aber ich will existiert haben und ich will nicht per se schon ausgelöscht sein. Und ich will nicht, dass du ausgelöscht bist. Vor allem nicht dass unser Denken ausgelöscht ist, ohne dass sich nicht wenigstens ein armes Studentlein mal den Kopf darüber zerbrochen hat, welchen enormen Einfluss wir aufeinander haben könnten. Das sollte uns zustehen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Und deshalb will ich dich, uns, auf Papier. Nicht für das Jetzt, sondern für das später Irgendwann, wenn von uns nur noch Spuren übrig sind. Für die mit dem Brecheisen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dann können wir uns immer noch mit Elvis um die Fernbedienung streiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2524006488410868044?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2524006488410868044/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/korrespondenz-oder-schneemanner-in-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2524006488410868044'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2524006488410868044'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/korrespondenz-oder-schneemanner-in-der.html' title='&quot;Korrespondenz&quot; Oder: Schneemänner in der Wüste'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3596909374342532347</id><published>2011-09-01T20:42:00.002+02:00</published><updated>2011-09-07T23:08:52.606+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>.</title><content type='html'>oniromantique.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3596909374342532347?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3596909374342532347/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3596909374342532347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3596909374342532347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/09/blog-post.html' title='.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3364865310628846121</id><published>2011-08-07T01:29:00.005+02:00</published><updated>2011-08-23T09:55:05.152+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>שני שושנים - Shney Shoshanim</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=AG_bba7Q8RY"&gt;Two roses&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;(Y. Orland)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אשיר לך שיר עתיק, נושן &lt;br /&gt;אשיר לך זמר על שושן. &lt;br /&gt;היה היו לפני שנים &lt;br /&gt;שני שושנים, שני שושנים. &lt;br /&gt;היה זה כבר, רחוק היום, &lt;br /&gt;אחד לבן, שני אדום. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;בני גן אחד, כשני אחים, &lt;br /&gt;צמחו עלה, צמחו חוחים. &lt;br /&gt;עת בא הבוקר צחור גוון &lt;br /&gt;פקח עיניים הלבן, &lt;br /&gt;וערב בא ורד היום &lt;br /&gt;עצם עיניים האדום. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ובלילות ובלילות &lt;br /&gt;נשבו רוחות בם קלילות. &lt;br /&gt;כה לבלבו עד באה יד, &lt;br /&gt;יד שקטפה שושן אחד, &lt;br /&gt;ואין יודע עד היום - &lt;br /&gt;את הלבן או האדום. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ורק יודעים, כי הנותר &lt;br /&gt;ליבו נשבר, ליבו נשבר... &lt;br /&gt;היה היו לפני שנים &lt;br /&gt;שני שושנים, שני שושנים. &lt;br /&gt;היה זה כבר, רחוק היום, &lt;br /&gt;אחד לבן, שני אדום.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ashir lakh shir atik, noshan&lt;br /&gt;ashir lakh zemer el shoshan.&lt;br /&gt;hayah hayu lifney shanim&lt;br /&gt;shney shoshanim, shney shoshanim.&lt;br /&gt;Hayah zeh kvar, rachuk hayom&lt;br /&gt;echad lavan, sheney adom.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bli gan echad, ki-shney achim,&lt;br /&gt;tzimchu aleh, tzimchu chochim.&lt;br /&gt;Et ba haboker tzchor gavan&lt;br /&gt;pakach inayim halavan,&lt;br /&gt;ve-erev ba verad hayom&lt;br /&gt;atzam inayim ha'adom.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uvaleylot uvaleylot&lt;br /&gt;nashvu rochot bam kalilot.&lt;br /&gt;Koh livlevu ad baha yad,&lt;br /&gt;yad shekatfah shoshan echad,&lt;br /&gt;ve-eyn yode'a ad hayom -&lt;br /&gt;et halevan o ha'adom.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ve-rak yode'im, ki hanutar&lt;br /&gt;libo nishvar, libo nishvar ...&lt;br /&gt;hayah hayu lifney shanim&lt;br /&gt;shney shoshanim, shney shoshanim.&lt;br /&gt;Hayah zeh kvar, rachuk hayom,&lt;br /&gt;echad levan, sheney adom.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;I'll sing an old, a very old song,&lt;br /&gt;Sing you a song of a rose.&lt;br /&gt;It was years ago, when there were&lt;br /&gt;Two roses, two roses.&lt;br /&gt;A long time ago, that day:&lt;br /&gt;One was white, the other red. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Of one garden, two siblings,&lt;br /&gt;They grew leaves, grew thorns.&lt;br /&gt;In the fresh of a day,&lt;br /&gt;The white opened its eyes, &lt;br /&gt;And evening came, the day fading,&lt;br /&gt;The red closed its eyes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;And by night, by night&lt;br /&gt;the wind blew through their petals. &lt;br /&gt;They blossomed, until a hand came,&lt;br /&gt;A hand that picked one rose, &lt;br /&gt;And until today it's not known --&lt;br /&gt;Was it the white or red.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All that's known, is that the remaining,&lt;br /&gt;Its heart broke, his heart broke ...&lt;br /&gt;It was years ago, when there were&lt;br /&gt;Two roses, two roses.&lt;br /&gt;A long time ago, that day:&lt;br /&gt;One was white, the other red. &lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3364865310628846121?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3364865310628846121/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/08/shney-shoshanim.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3364865310628846121'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3364865310628846121'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/08/shney-shoshanim.html' title='שני שושנים - Shney Shoshanim'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2902148179978338229</id><published>2011-07-03T15:11:00.004+02:00</published><updated>2011-07-03T15:17:19.033+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Thielmann knockout: Zur ontologischen Kategorie</title><content type='html'>"Die puren Symbolfeldausdrücke (Redder 2005) erfahren ihre ontologische&lt;br /&gt;Vereindeutigung daher über die Phrasenstrukturen, die vom Hörer/&lt;br /&gt;Leser wiederum auf Basis seines Wissens über Abfolgeregularitäten&lt;br /&gt;von Satzgliedern sowie semantische Kompatibilität zu kombinieren&lt;br /&gt;sind: [...]"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1a) The beautiful act&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(1b) The beautiful act selfishly&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Theorie ist also, dass auf der lexikalischen Ebene der Wörter im Englischen nicht zu erkennen ist, welcher Kategorie sie angehören, und nur durch die Phrasenstruktur (also die Abfolge der Satzglieder) und semantische Kompatibilität darauf hingewiesen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das halte ich allerdings für falsch.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Bei 'beautiful' und 'act' handelt es sich genauso wie bei anderen Beispielen wie 'table' ("the table is big", "they tabled a meeting") oder 'round' ("the table is round", "he rounded it up", "she comes round") um multifunktional &lt;span style="font-style:italic;"&gt;gemachte&lt;/span&gt; Wörter, das heißt sie besitzen Qualität für verschiedene Wortkategorien, obwohl sie lexikalisch völlig gleich bleiben, weil die englische Sprache dazu bereit ist, ontologische Kategorien einfach zu verschieben (vgl. "to put it in a microwave", "to microwave it"). Dass dies der Fall ist, hängt - unter anderem - tatsächlich von der Phrasenstruktur im Englischen ab, der Ordnung &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;S-P-O&lt;/span&gt;. Allerdings eben nicht ausschließlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Beispiel von Prof. Thielmann vermittelt den Eindruck, dass diese Verschiebung in fremde Kategorien mit jedem Wort möglich wäre. Dem ist aber nicht so. Um 'the beautiful', also den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Schönen&lt;/span&gt;, zu bekommen, muss man von der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Schönheit&lt;/span&gt;, 'beauty', den Weg über das Adjektiv gehen, welches lexikalisch durch '-ful' verwirklicht wird. Die Verschiebung des Adjektivs in die ontologische Kategorie des Substantives ist nun genau das, was wir im Deutschen ebenfalls so einfach machen können, Substantivierung: "der schöne Akt", "der Schöne"&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Andere Verfahren zur Verschiebung bei gleichbleibender lexikalischer Erscheinung ist die Schöpfung eines Verbes aus dem Substantiv. Im Englischen geht das sehr einfach: 'act', die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Handlung&lt;/span&gt;, wird zu 'to act', &lt;span style="font-style:italic;"&gt;handeln&lt;/span&gt;. 'microwave', also die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mikrowelle&lt;/span&gt;, wird zu 'to microwave', etwas &lt;span style="font-style:italic;"&gt;in der Mikrowelle erwärmen&lt;/span&gt;. Andersherum ist dieses Vorgehen prinzipiell so gut wie unmöglich. Kategoriell muss das lexikalische Erscheinungsbild bei Wandlung von Verb zu Substantiv sich ändern. Deshalb wird aus 'to appreciate', &lt;span style="font-style:italic;"&gt;wertschätzen&lt;/span&gt;, ganz im Bilde des Lateinischen 'the appreciation', die &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Wertschätzung&lt;/span&gt;, und aus 'to understand', &lt;span style="font-style:italic;"&gt;verstehen&lt;/span&gt;, 'the understanding', das &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Verstehen&lt;/span&gt; im weiteren Sinne. Auch 'to murder', &lt;span style="font-style:italic;"&gt;ermorden&lt;/span&gt;, von 'the murder', dem &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mord&lt;/span&gt; nämlich, schafft sich gern ein neues Substantiv, nämlich 'the murderer', den &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Mörder&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Substantivierung von Adjektiven geht im Englischen im Übrigen genauso wie im Deutschen nicht immer mit Beibehalt der lexikalischen Erscheinung. 'wise', &lt;span style="font-style:italic;"&gt;klug&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;weise&lt;/span&gt;, wird unabdinglich zu 'the wisdom', der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weisheit&lt;/span&gt;. Der &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Weise&lt;/span&gt; ist übrigens 'the wiseman' und nicht etwa 'the wise'.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sich nun im Englischen lediglich aus der Phrasenstruktur erschließen lasse, lässt sich im Deutschen nur daher einfacher oder eindeutiger auch ohne diese Ordnung finden, weil es in unsere Sprache Substantive und ontologische Größen, die als solche verwendet werden, groß schreibt. Lässt man das weg, ist auch hier die Eindeutigkeit verschwunden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(2a) "die schöne tat"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(2b) "die schöne tat nichts"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dadurch, dass wir Kasus und konjugierte Formen haben, passiert das freilich seltener als im Englischen, allerdings nur wenig seltener, da wir annähernd die gleichen Verfahren zur kategoriellen Verschiebung besitzen und noch einige darüber hinaus, die ihre lexikalische Form behalten, wo das Englische diese verändern würde (vgl. 'schneiden', das Schneiden' vs. 'to cut', 'the cutting').&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kommt eine sehr wichtige Sache entscheidend zur Phrasenstrukturiertheit im Englischen hinzu, nämlich die Konjugation, die es auch hier gibt. Satz 1b ist grammatikalisch nicht intakt, 'the beautiful' ist eine 3.P.Sg., 'act' muss sich dem also beugen und zu 'acts' werden. Entscheidend ist das deshalb, weil dieses angehängte /s/ in der äußerst kompromierten und entrumpelten englischen Morphologie eine entscheidende Aussage über sein Subjekt trifft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die dritte Person Singular ist im Englischen die einzige Person, die nicht prinzipiell sofort erkannt werden kann. Bei den anderen Personalien ist das völlig einfach: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;I&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;you&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style:italic;"&gt;we&lt;/span&gt; werden deiktisch gebraucht, sie verorten den Hörer in der Sprecher-Hörer-Situation. Die Pronomen haben, anders als Nomen, im Englischen je nach ihrer Funktion im Satz eine andere lexikalische Form (z.B. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;I - me - my&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-style:italic;"&gt;we - us - our&lt;/span&gt; etc.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3a)"I act." sagt deutlich aus, dass 'act' hier als Prädikat gebraucht wird, genauso wie&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3b) "You show." und&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3c) "We act."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem funktioniert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(3d) "He shows."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Phrasenstruktur ist hier egal. Grammatikalisch sind folgende Sätze syntaktisch zwar nicht intakt, aber in ihnen kann immer noch eindeutig zugeordnet werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(4a) "selfishly act I"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(4b) "signs shows the beautiful"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Phrasenstruktur allerdings nicht abdingbar ist (wie das meiste in der, wie schon gesagt, sehr auf's Wesentliche komprimierten englischen Grammatik), zeigen beispiele mit einer dritten Person Plural bzw. einem Objekt im Plural:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(5a) "no signs show you"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(5b) "no signs show Martin and Rashid"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hier Objekt und was Subjekt ist, lässt sich ohne Phrasenstruktur nicht erkennen, da diese normalerweise das Fehlen weiterer Spezifika in der Konjugation kompensiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich haben wir immer noch vollendete Aussagen wie:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(6) "The beautiful acts", also entweder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;schöne Handlungen&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;einen Schönen, der handelt&lt;/span&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das löst sich allerdings im Englischen dadurch, dass nur solche Nomen bei Beibehalten der lexikalischen Erscheinung zu Verben gemacht werden, die als Verb ein Objekt oder Prädikativ verlangen beziehungsweise - um mit den Worten der Valenzgrammatik zu reden - nicht bloß einwertig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen hier also in eine dritte Ebene; syntaktisch und morphologisch ist der Satz intakt, auf der semantischen Ebene fehlt schließlich immer noch etwas, nämlich das Objekt beziehungsweise Prädikativ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(7) "the beautiful acts"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;kann de facto nicht heißen, dass "der Schöne handelt", denn &lt;span style="font-style:italic;"&gt;handeln&lt;/span&gt; oder 'act' verlangt immer ein Prädikativ oder zumindest eine Partikel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(7a) "the beautiful acts selfishly."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(7b) "the beautiful acts too late."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(7c) "the beautiful acts not."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf die gleiche Weise kann auch die vollendete Aussage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(8) "the mysterious shows" niemals meinen, dass "ein Geheimnisvoller zeigt", denn &lt;span style="font-style:italic;"&gt;zeigen&lt;/span&gt;, 'show', verlangt immer nach einem Objekt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(8a) "the mysterious shows no sign of being normal."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(8b) "the mysterious shows, that it is okay to wonder."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammengefasst:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ontologische Kategorie des Substantives im Englischen würde ich nicht derartig einschränken wollen. Sie existiert, besitzt sogar eine eigene Morphologie (Plural-/s/, sächsischer Genitiv) und braucht, um aus einer anderen Kategorie geschöpft zu werden, Nominalisierungsprozesse durch Suffixe (-dom, -ness, -ity, -tion etc.). Das Nomen ist dabei sogar viel eher der Ausgangspunkt für eine neue semantische Einheit mit der gleichen lexikalischen Erscheinung in einer anderen ontologischen Kategorie: Nur sehr selten - meist nachdem das Wort bereits suffingiert wurde - erhält sich beim Wandel &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;zum&lt;/span&gt; Nomen die lexikalische Form, andersherum ist das durchaus viel eher zu erwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei diesen mutlifunktional gemachten Ausdrücken handelt es sich dabei um vereinzelte Erscheinungen, die mit Bedeutungswandel, -erweiterung und Wortschöpfung einhergehen - im Übrigen auch im Deutschen - und im Sprachgefüge durch mehr verankert sind als nur die Phrasenstruktur. Diese ist &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;ein&lt;/span&gt; Faktor neben morphologischen und semantischen Spezifikationen, auch wenn die Erhaltung der Starre (in Gegenüberstellung zum deutschen oder lateinischen Satzgefüge) der &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;S-P-O&lt;/span&gt;-Ordnung im Englischen für das Verständnis und die Eindeutigkeit essentiell wichtig ist. Sie regiert aber nicht über die Ontologie der Satzteile; es regiert der Sprachteilnehmer, der bei der Verschiebung in eine andere ontologische Kategorie abschätzt, ob der Begriff später noch eindeutig gebrauchbar ist (vgl. 'wise', 'wisdom', 'wiseman').&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2902148179978338229?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2902148179978338229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/07/thielmann-knockout-zur-ontologischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2902148179978338229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2902148179978338229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/07/thielmann-knockout-zur-ontologischen.html' title='Thielmann knockout: Zur ontologischen Kategorie'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8196991523714951719</id><published>2011-06-18T02:05:00.000+02:00</published><updated>2011-06-18T02:06:18.789+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosaisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzprosa'/><title type='text'>Sand</title><content type='html'>Vielleicht bist du nur ein Schilfhalm, den ich brach, nachts, als ich durch die Uferwasser schritt. Und du verneigtest dich vor mir, als wolltest leise du seufzend sagen „Oh!“ – und vor Entzückung ein wenig im Wind scharren.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ich weiß es nicht. Denn nun laufen wir durch die Wüste und überall um uns herum bist nur du. Kein Wasser, das uns ertränkt, kein Teich, kein Ozean, nur du. Und in dich einzutauchen – unmöglich, außer wenn du dich aufbäumtest einen zu überkommen und zu verzehren. Du grausamer, unbarmherziger Sturm. Du reines, unzählbares Wesen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Auf deinen Rücken schreibe ich mein Sein und nur dort soll man es lesen können, reine Seite, die du bist. Dich zu entweihen heißt Unruhe und Krieg stiften in allen Welten und der Vollendung die Krone zu stehlen. Dich zu verunreinigen heißt mir das größte Glück, das mir je zuteil gemacht wurde.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Doch dann strebt der Wind weit weg und trägt dich fort, du Spur, die du vergänglich wie ein Tyrann die Ewigkeit zeichnest. Ist in dir nur Zeichen, nur Sagen und Veräußern? Und wenn ich mich über dich legte, wo fände man dann noch den Sinn? So leicht es ist dich zu sehen, so schwer ist es, dein Wesen zu verstehen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Vielleicht bist du wie der Schwall Wasser, der endlich in die See gefunden hat. Und sie fragen mich, welchen Unterschied du dann noch machst, wenn du neben all den Fluten nichts mehr bist. Alles, sage ich dann, ist man neben den Fluten, die Fluten werden erst durch dich. Denn wer sucht an einem Strand aus Muscheln nicht nach dem Sand?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Vielleicht wurdest du zu dem, was du bist, als ich dich brach in jener Nacht, vielleicht als ich mich in dir verlor und dann gar dich in mir und Größe. Seitdem habe ich von dir nicht mehr als die Tinte meiner Feder auf deiner Haut, dein leeres Gefäß, aus dem ich dich in die Weite versenkte; meine Spuren im Sand, der dir gleicht, und der verrinnt mit jedem Augenblick, Korn für Korn, durch meine Finger, die nur dich darin suchen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Oh, wie nie genug Sand durch meine Finger rinnen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8196991523714951719?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8196991523714951719/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/sand.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8196991523714951719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8196991523714951719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/sand.html' title='Sand'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7289794768301953579</id><published>2011-06-14T18:07:00.012+02:00</published><updated>2011-06-14T21:20:51.267+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interpretation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lernmaterialien'/><title type='text'>Die Ausbildung des Jünglings und das Wesen der Frau in der Allegorie der Frechheit</title><content type='html'>&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Korrekte Quellenangaben und Verweise fehlen noch, weil ich die Textstelle nur im E-Book hatte. Und nein, meine Gedankenführung ist nicht einmal ansatzweise zugänglich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Allgemeines zu &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Lucinde&lt;/span&gt; von Schlegel:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Werk erschien 1799 (und fällt damit in die frühere Romantik) ursprünglich als Teil einer vierteiligen Roman-Reihe und ist eine eher romanesque Ansammlung von Briefen, Tagebucheinträgen, Dialogen, Aphorismen und anderer kürzerer literarischer Formen, die als Fragmente frei schwebend zum Ganzen zusammengefasst sind. Es gibt keine oberflächlich erschließbare Gliederung etwa durch kohärente Handlung innerhalb des Romans, viel mehr ein "systematisches Chaos" (in 13 Teilabschnitten), wie Schlegel es beschreibt; alles sei unendlich im Fragment. &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Lucinde&lt;/span&gt; ist der erste Versuch Schlegels, seiner Auffassung von Romanhaftigkeit Genüge zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der romantischen Auffassung bedeutet Poesie vor allem die Verbindung schöner, genussbefriedigender Kunst mit höherem Sinnstreben dienender Essenz (vgl. die Kunstauffassung bei Novalis, bspw. in &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Heinrich von Ofterdingen&lt;/span&gt;). Das lässt sich vor allem in den Formen des Romans wiederfinden, der oftmals eine eigene romantische Theorie zu formulieren sucht und somit automatisch den Autor mit in die Gesamtheit des Erzählkosmos' rückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb auch im Folgenden: ESJ = Erzählsubjekt Julius. In Dingen der Weltanschauung in gewisser Hinsicht gleichzusetzen mit Schlegel, weil sich für das Werk eine biographische Betrachtungsweise definitiv stark aufdrängt und man dem Roman eine eigene programmatische Theorie zusprechen kann – und laut Schlegel selbst und im Bilde romantischer Kunstauffassung auch muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Lucinde&lt;/span&gt; philosophiert nun Julius - ähnlich dem erotischen Dialog im Mittelalter, der in der Romantik wohl auch wieder aufzuleben hat - über die Liebe als solche und im Besonderen die Liebe als Verwirklichung des eigenen Sinnstrebens, der Selbsterkenntnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BSP:&lt;br /&gt;Liebe sei eine Mischung aus&lt;br /&gt;1. Freundschaft (qua gegenseitiges Vertrauen, unbedingte Zuneigung)&lt;br /&gt;2. schöner Umgang (qua Respekt aus Liebe heraus und Liebe aus Respekt)&lt;br /&gt;3. geistige Erfüllung (qua Anerkennung der Ebenbürtigkeit beider Partner und eine gemeinsame geistige Ebene)&lt;br /&gt;4. sinnliche Leidenschaft (was körperliche und sinnliche Liebe in ein einziges Bild versiert)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht vor allem in Abgrenzung zur reinen Zweckehe, zum utilitaristischen Liebesbegriff aus der Aufklärung und zum Rollenverständnis der vorangegangenen Jahrhunderte ein starker, offensichtlicher Wandel des Liebesbegriffs mitten in das romantische Weltbild hinein vor sich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lieben heißt nun:&lt;br /&gt;a) Liebe zum anderen, dadurch Weltliebe (u.a. da alles, was zum geistig-schönen Umgang beiträgt mitgeliebt wird)&lt;br /&gt;b) Liebe der und in der Unendlichkeit (der Umstand, dass die Liebe unbedingt unendlich sein muss, ist ebenfalls mitzulieben)&lt;br /&gt;c) Sebsterkenntnis und Liebe des Selbst geht in der romantischen Liebesziehung auf (dazu gleich mehr in der Textstelle)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entscheidend bei dieser Abgrenzung ist die klare Kampfansage an die ratio-betone Aufklärung: Die Rolle der Ehe erfährt einen romantisch-emanzipatorischen Prozess, einmal in Form einer (wie ich persönlich meine vermeindlichen) Emanzipation der Frau, &lt;br /&gt;ein andermal in Form der Emanzipation utilitaristischer Liebesvorstellungen. (Es steht mit einemmal die romantische Fähigkeit zur ekstatischen Harmonie contra den funktions- und nutzenpflichtigen (Spieß)Bürger oder Philister.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wichtig ist auch der Wandel des Nutzenbegriffs: Der reine cui-bono-Gedanke wird ersetzt durch einen selbsterkenntlichen Prozess aus der Entnutzung der Liebe - nach oben genannten Kriterien - zum gegenseitig-redundanten Selbstnutzen der Liebespartner. (Aus heutiger Sicht allerdings nur in der groben Theorie; zumindest was Schlegels Modell angeht.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben nun ein Bild von Erkenntnisstreben vor uns, dass sich durch Liebe vollführt. Legitimiert wird das im Dreiglied von Unendlichkeitsstreben -&gt; Ursprungsstreben -&gt; Naturstreben, welche sich im &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ursinn&lt;/span&gt;, nämlich im romantischen &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Bild des Weiblichen&lt;/span&gt; vereinen. Diesem Bild steht die ratio im Männlichen gegenüber, welche als überwindungswürdig betrachtet wird. Es besteht zwischen Männlichem und Weiblichem in der Liebesbeziehung notwendigerweise Augenhöhe und zwar auf Ebene der Gleichheit und auf Ebene der Differenz voneinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 161px; height: 250px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-6LhVOqdnKq4/TfeSi5i7WtI/AAAAAAAAA7Q/oyLBI8nJ4kI/s400/00002194n.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5618120188428507858" /&gt; &lt;a href="http://npshare.de/files/53f1ce7e/Lucinde-Textstelle.pdf"&gt;Textstelle&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;SCHLEGEL, Friedrich, POHLHEIM, Karl Konrad (Hrsg.)&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lucinde. Studienausgabe.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Stuttgart: RUB, 1963.&lt;br /&gt;S. 30-34 (der Beitrag bezieht sich auf einen etwas kürzeren Ausschnitt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ESJ setzt in der Textstelle den erhabenen Naturzustand der konventionellen, engen, von Vorurteilen und Prüderie geprägten (spieß)bürgerlichen Gesellschaft entgegen. Natur und Unschuld seien gleichermaßen Ziel von Jüngling und Frau; der eine müsse seinen Weg durch die Liebe zur anderen finden, die andere müsse ihre urgegebene &lt;em&gt;Wärme&lt;/em&gt; (im Sinnbild der Harmonie im Urzustand ohne jemals die Pole &lt;em&gt;heiß&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;kalt&lt;/em&gt; kennengelernt zu haben) bewahren, notfalls aber vom Befall der Krankheit ‚Prüderie‘ geheilt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1. Die Ausbildung des Jünglings&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jüngling geblieben zu sein, noch wachsen und heranreifen zu können, steht als Bedingung. Hier muss die urgegebene ratio überwunden werden, indem sie in der Liebe zur Frau gesprengt wird. Nicht unbedingt analog dazu steht der männliche Libertin, der sich zwar durch Geschmack zu befreien weiß (wohl sowohl im Geiste als auch von Sittsamkeit und Enge der Prüderie), letztendlich aber allein und ohne den einzigen Weg (nämlich die Liebe zur Frau) nicht zur ekstatischen Harmonie befähigt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang des Selbsterfahrungsprozesses steht also die „Empfindung des Fleisches“ als erster Grad der Ausbildung, also die Befähigung zu Sinnlichkeit und Lust, das Verlangen (der Durst) nach Liebe, die die Wandlung durch die Frau ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man erkennt bis hierher schon einen starken Hang zum Mystischen; die Erfahrung von Liebe steht einer Erfahrung von G-tt bei, Motive wie ‚der einzige Weg zur Erkenntnis‘, die Notwendigkeit der Selbstöffnung (durch Glauben oder durch Liebesdurst) oder das unbedingte Erfordernis der direkten Selbsterfahrung überlagern sich zu einer Religiosität der Liebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann bringt ESJ. den Begriff der Mystik selbst ins Spiel, zeiht die Liebesbeziehung „vernunftwidriges Ideal“. Dieses Ideal besteht aus dem zweiten Grad, der völligen Ausfüllung des inneren Verlangens der Geliebten, welches per definitionem schon unendlich ist, also im Grunde auf menschenmöglichem Niveau (-&gt; Kraft) nicht ausgefüllt werden kann („nicht von der größten endlichen Größe“). Nun hilft die Fantasie weiter, die Endlichkeit des Menschenmöglichen zu überwinden, durch das ständige Streben der Fantasie &lt;em&gt;zur Un&lt;/em&gt;endlichkeit Verlangen auszufüllen. Hier ist der Trick, durch die fantastische Vorstellung des unendlich Ausgefülltseins die menschlich-endliche Unfähigkeit dazu nichtig zu zeihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der dritte Grad ist nun das Erreichen der Harmonie, der Jüngling – in seinen Extremen &lt;em&gt;heiß&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;kalt&lt;/em&gt; – muss zur der Frau urgegebenen Harmonie in der &lt;em&gt;Wärme&lt;/em&gt;, also der Mitte dieser zwei Pole finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ESJ fasst zusammen: „Denen vom ersten Grad wird es die Empfindung des Fleisches erregen; die vom zweiten kann es ganz befriedigen; und denen vom dritten soll bloß warm dabei werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ergo: Je größer die Distanz zum Ideal (zum Wesen der Frau), umso stärker die Empfindung. Je näher, umso schwächer: wie ein Angleichen der Temperatur, das sich umso stärker schwankend äußerst, je größer die Distanz zum letztendlichen Ausgleich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der männliche Part des Strebens vollführt hier in der Bewegung eine Art Aufwärtsspirale, um das Transzendente der Frau kreisend entwickelt er sich immer weiter zur ekstatischen Harmonie, zur allumfassenden Selbsterkenntnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Das Wesen der Frau&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frau ist von Anfang an erfüllt mit unerschöpflicher Liebe und Wärme. Ihre wahre Vielfalt und Unfassbarkeit kann nur der von den Göttern Eingeweihte begreifen; denn wo ihr Dasein seinen Anfang nimmt, ist der Anfang der Welt, die Ursprünglichkeit allen Seins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch gibt es zwei Kategorien: einmal die Unverdorbene, die sich selbst, die Männlichkeit und die Sinnlichkeit, die Welt, das Ganze noch schätzen kann; ein andermal die an Gefühllosigkeit, an Prüderie erkrankte, deren „Genuss mit Reue erkauf[t werden]“ muss. Verdorben werden sie durch die Unwürdigen, durch Männer, welche sie (wohl naturgemäß) scheuen – weil sie ihr Wesen nicht fassen oder ausfüllen können –, welchen sie sich aber hingeben und dann dafür – also für die Unerfülltheit – hassen (das bedeutet in dem Bilde: Selbsthass, Fremdhass, Welthass). Durch diese Enge und Gemeinheit werden sie selbst stumpf und gemein, verdorben; letztlich abtrünnig von ihrer Ursprünglichkeit und Größe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde aber erachtet ESJ diesen krankhaften Zustand als heilbar: Das Prüde ist für das weibliche Wesen unnatürlich, das Unnatürliche nicht „zuverlässig lebbar“ (will meinen, es kann sich nur als Anschein über das natürlich-urgegebene Wesen legen), es kann die Originalität der Frau, den erstrebenswerten Urzustand, nicht gänzlich verdrängen oder verdecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ESJ macht daraus eine absolute, eine religiöse Berufung, einerseits den Naturzustand in der Frau zu wecken, andererseits ihn durch die Liebe zur Frau anzustreben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Problematisch ist hierbei natürlich, dass der Frau selbst kein wirklicher Fortschritt, kein Erfahren beigemessen wird. Sie ist eben, sie weiß zu Zeiten der Knospe und der Blüte exakt im gleichen Maße alles; sie füge sich ihrer urgegebenen Harmonie, sei statisch. Das höchste, was man ihr in dieser Allegorie zutrauen könnte, wäre eine reine Kreisbewegung – und selbst das nur durch eine weit hergeholte Verbreiterung des Momentes, in dem sie an Prüderie erkrankt: Sie fände dann zurück zu ihrem Ursprung. Allerdings ist selbst das kein wertvoller Prozess, der dem des Jünglings vergleichbar wäre; ESJ stellt es sogar beinahe so dar, als reichte dafür ein sauberes Tuch und etwas Spucke, damit der Schein dem urgegebenen Sein weicht; oder als müsste man nur die Asche von der stets glimmenden Glut fegen. Zumindest scheint der Frau hier – ähnlich wie dem Libertin, der zumindest sein Dasein als Jüngling zurückerlangen zu können scheint –, nachdem sie korrumpiert wurde, der Schritt zurück ins Ursprüngliche leicht offen zu stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass das weibliche Wesen im Sinnbild einer Blume verwirklicht wird (nicht nur, was ihre Wesensvielfalt angeht, sondern auch was ihren statischen Werdegang betrifft), lässt sich sicherlich in gewisser Weise motivisch mit der Blauen Blume als zentrales Symbol der Romantik, vornehmlich aber bei Novalis‘ „Heinrich von Ofterdingen“ verallgemeinern. Hier ist die Blume ebenso Ausdruck von Sehnsucht und Streben nach Erkenntnis, in Heinrichs Traum von der Blauen Blume verwirklicht diese sich in einer Reihe von weiblich konnotierten Eigenschaften und lässt sich auch sonst sehr einfach als ein zentraler Aspekt der Vorstellung des Weiblichen deuten. Dabei ist wichtig sich gewahr zu werden, dass die Blume oder das Weibliche die Sehnsucht selbst verkörpern und damit nur das strebende Sein und das erstrebte Sein aufnehmen, gleichzeitig zum Streben selbst aufgrund der eigenen Vollendung gar nicht in der Lage ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7289794768301953579?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7289794768301953579/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/die-ausbildung-des-junglings-und-das.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7289794768301953579'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7289794768301953579'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/die-ausbildung-des-junglings-und-das.html' title='Die Ausbildung des Jünglings und das Wesen der Frau in der Allegorie der Frechheit'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-6LhVOqdnKq4/TfeSi5i7WtI/AAAAAAAAA7Q/oyLBI8nJ4kI/s72-c/00002194n.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5762270488289373112</id><published>2011-06-14T01:54:00.002+02:00</published><updated>2011-06-14T01:55:41.289+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>Seriöse Studie über literaturwissenschaftliche Arbeiten</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Ein deutscher Literaturwissenschaftler:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 21 Seiten darüber, wie wichtig die deutsche Literatur und Sprache sind und warum man das Gut für die Nachwelt aufheben und den Prestige bewahren muss. Wahllos werden Philologenjargon und Namen von echten und vermeindlichen Koryphäen eingestreut, meist ohne tieferen Zusammenhang. Alles jenseits sozialgeschichtlicher Ansätze ist dem Autor fremd. Dann: Fette Thesenhaufen, von denen die wenigsten belegt werden, immer mal wieder getrennt von einer Zwischenbilanz, die nochmal aus Thesen besteht und damit die Ausgangsthese zu belegen gedenkt.&lt;br /&gt; Das Werk wird ein Hit, bis jemand feststellt, dass es dämlich ist und sich das Thesenkonstrukt allein schon durch seine Technik (und nur damit) falsifizieren lässt. Der Autor wird noch Jahrzehnte später in seinen von Tand überquillenden Auswürfen zitiert.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine angelsächsische Literaturwissenschaftlerin:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 16 Seiten Manifest über die Freiheit und den Wert des Menschen in der bürgerlichen Gesellschaft, wichtige Wegbereiter der Wissenschaft und treffende Beispiele aus der Literaturgeschichte kommen vor. Die Autorin neigt dazu, den Sprachstil des/der zu behandelnden Werks/Werke zu übernehmen und ist ein großer Fan von Semikola. Dann: Lückenhafte Beweisführung ohne jemals eine These gestellt zu haben. Viele Bezüge zu audativen und audiovisuellen Medien, die völlig willkürlich gewählt und nicht wirklich kompatibel sind. Die vermeindlichen Ausnahmen von der auf Grundlage eines kleinen, selektiven Teils der zur Verfügung stehenden Medien werden ignoriert. In einer späteren Fassung wird die Autorin aufgrund massig Kritik alles noch einmal stark relativieren, einräumen und teilweise komplett negieren.&lt;br /&gt; Die Abhandlung befasst sich mit einem schnöden Belletristikroman und behandelt vorwiegend die erzähltheoretischen Momente. Zwei Jahre später gibt die Verfasserin des Romans ihre konstellativen Aufzeichnungen heraus. Sie widersprechen der Abhandlung nicht und sind absolut belanglos.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ein französischer Literaturwissenschaftler:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 43 Seiten Verteidigungsvorwort, in dem er seine wissenschaftlichen Hintergründe und seine Gedankengänge verortet sowie sich zu seiner Motivation äußert. Dann: Je ein Abschnitt von drei bis vier Sätzen 'These', garniert mit fünf Seiten schlüsselnder, treffsicherer Argumentation. Den Aufsatz wird niemand lesen, er fasst knapp 2250 Seiten. 1/3 davon stehen als Fazit. Das Ganze taucht ein oder zwei mal ganz tief vergraben in Literaturangaben auf, die aber dermaßen sigliert sind, dass sie niemand recht versteht.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ein osteuropäischer Literaturwissenschaftler:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 5 Seiten verdichtete Hinführung zum Thema, es wird Bezug auf äußerst relevante Querbeziehungen zwischen Betrachtungsgegenstand und anderen Werken genommen. Was der Aufsatz will, wird deutlich klar. Dann: Der Autor zerpflückt das Ganze bis ins kleinste Molekül. Am Ende steht für ihn fest, dass das Ziel der Behandlung erreicht wurde. Der Leser stimmt zu, für ihn klingt alles äußerst logisch; er hat aber trotzdem kein Wort verstanden. Der Aufsatz wird noch oft in ähnlichen deutschen Werken im klassischen Sinne des name droppings genannt werden, allerdings wird der Inhalt völlig umschifft und der Autor macht indirekt durch Ausflüchte deutlich, dass er ihn nicht verstanden hat.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ein chinesischer Literaturwissenschaftler:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Verhaftet, seine Behandlung eines Werkes von Jamyang Norbu bleibt unvollendet. Eine negative Kampagne der Regierung wird auf Bei Dao lanciert. Tibetaktivisten fordern einen Warenboykott.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine afrikanische Literaturwissenschaftlerin:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 23 Seiten Vorwort rufen ohne direkten Appell und ohne Vorwurfshaltung unmissverständlich dazu auf, sich der Perversion des globalen Kapitalismus gewahr zu werden und endlich etwas zu ändern. Die Autorin zieht einen absolut krassen, einleuchtenden und wunderschönen Bogen von den Liedern der afrikanischen Urgesellschaft, über die moderne entkolonialisierte Gesellschaft und vergleicht das in gleicher Weise mit der Kontinentaleuropas und Nordamerikas, stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus und malt ein rührendes, aber objektiv und rational nachvollziehbares Bild von Größe und Bereicherung der afrikanischen Kultur mitten in den Geist des Lesers. Dann: Eine ausgewogene Balance aus thesenhaften Assertionen und stichhaltigen, argumentativen Belegen. Der Sprachstil ist einmalig und gut nachvollziehbar, frei von Tand. Schlüssige Zäsuren in der Erörterung greifen auf, forcieren, problematisieren und schaffen Verständnis. Ein nochmal 16 Seiten fassendes Fazit schlägt einen genialen Bogen zurück auf die Eingangsrede, fasst ab, was dargestellt wurde und führt den einwandfreien Argumentationsstil zu einem geglückten Ende.&lt;br /&gt; Das Werk gehört zu den besten essayistischen Schriften überhaupt. Die Autorin wird weltweit gefeiert und bewundert, einige Kräfte beschwören einen Umbruch, ein Umdenken in der westlichen Zivilisation. Dann dreht sich die Welt wie gewohnt im Uhrzeigersinn, die Autorin stirbt an AIDS, was die Verkaufszahlen des Aufsatzes eine Woche lang nochmal ein bisschen steigert. Pünktlich zu ihrem Ableben zeigen mitteleuropäische Fernsehsender zynisch "Die weiße Massai".&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ein arabischer Literaturwissenschaftler:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 12 Seiten verteidigende Vorrede, der Autor macht klar, dass er sich wissenschaftlich nicht verorten möchte, da er den freien Denkprozess und die Erfahrbarkeit von Literatur für viel bedeutender hält als scholastisches Wissen. Dann: Packende, aber leicht holprige Argumentation ohne klare Thesenstellung. Die Formulierungen neigen meist dazu, unpräzise zu sein und es fehlt deutlich Systematik, aber am Ende der Abschnitte und in einem abschließenden Wort kommt deutlich eine verblüffend einleuchtende Essenz zum Vorschein. Der kulturelle Bezug ist lückenlos nachvollziehbar und ermöglicht neue, weitläufige Sichtweisen. Das Thema ist hochaktuell und so relevant wie es nur sein kann.&lt;br /&gt; Lesen wird es in Europa keiner, in der arabischen Welt wird es bald von konservativen Kräften verschrien werden. In Syrien geht eine kleine, geschlossene Gruppe Literaten aus dem geschilderten Gedankengut hervor, die bald marginalisiert und diskriminiert, schließlich völlig zerschlagen werden wird. Niemand interessiert sich dafür.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5762270488289373112?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5762270488289373112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/seriose-studie-uber-literaturwissenscha.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5762270488289373112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5762270488289373112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/seriose-studie-uber-literaturwissenscha.html' title='Seriöse Studie über literaturwissenschaftliche Arbeiten'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1937218501387842951</id><published>2011-06-05T21:45:00.002+02:00</published><updated>2011-06-05T21:47:44.422+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>Thoughts be thoughts</title><content type='html'>Mir ist heute angelsächsisch-bardisch zumute. Mein Englisch ist natürlich erste Sahne und völlig spitze und klasse und überhaupt nicht schlecht und unzureichend.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;There was a poem to be summoned&lt;br /&gt; for whom who wrote the Fly;&lt;br /&gt; if William Blake was a woman,&lt;br /&gt; this'd be my reply:&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;em&gt;If life thy thought art&lt;br /&gt; and strength and breath,&lt;br /&gt; then think for me&lt;br /&gt; and not of death;&lt;br /&gt; For I shall call thee&lt;br /&gt; my watershed,&lt;br /&gt; my eyes converted&lt;br /&gt; at the day we met.&lt;br /&gt; Be thought thy life, dearest&lt;br /&gt; then thy thought to me,&lt;br /&gt; for thoughts be thoughts&lt;br /&gt; and mine fairest thought&lt;br /&gt; thine thought shall be.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1937218501387842951?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1937218501387842951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/thoughts-be-thoughts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1937218501387842951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1937218501387842951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/thoughts-be-thoughts.html' title='Thoughts be thoughts'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5703735838590975243</id><published>2011-06-01T11:28:00.007+02:00</published><updated>2011-06-04T19:56:20.932+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><title type='text'>Dass Ereignis manch Stein!</title><content type='html'>Heute gibt es Werbung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag, den 13. Mai 2011, ging nach einer zweijährigen Entwicklungszeit auf der Seite &lt;a href="http://www.metricalizer.de/"&gt;http://www.metricalizer.de/&lt;/a&gt; der &lt;strong&gt;Metricalizer²&lt;/strong&gt; offiziell online. Der &lt;strong&gt;Metricalizer²&lt;/strong&gt; ein Programm zur automatischen metrischen Analyse von Gedichten. Man kopiert hierfür einfach ein Gedicht in das Eingabefenster und erhält ein paar Sekunden später alle relevanten metrischen Informationen über den Text.&lt;br /&gt; Gleichzeitig wird auf der Seite das Programm &lt;em&gt;GEOTHE&lt;/em&gt; angeboten, weltweit das erste Programm, das metrisch geformte und gereimte Peome generieren kann. Stellen Sie einfach Versfuß und Reimschema ein und lassen ein Gedicht generieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nutzung ist kostenlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Programm funktioniert außerordentlich brillant gut! Stell mir das toll für meine Deutschnachhilfler und -lerner vor. Auf einen Klick wird einem graphisch die gesamte metrische Struktur eines Textes offenbart. Das ist vor allem für Gedichte mit freiem oder unregelmäßigem Versmaß unglaublich hilfreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem GEOTHE ist unglaublich spannend, da Gedichte mit intakter Metrik aber frei von sprachlicher Struktur oder semantischem Sinn generiert werden. Auf diese Weise entstehen unfrisierte Texte, die sich allein der Textgestalt unterwerfen. Inspirationsquelle³.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beispiel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dass Ereignis manch Stein!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;forscht -- da umlegt es beim leichte!&lt;br /&gt;sang, sog, geachtet erschein.&lt;br /&gt;spräng mein bekümmert; wallt, reichte &lt;br /&gt;Gott, daß Ereignis manch Stein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sturm hoffnungslos -- mir spült aufwärts &lt;br /&gt;staun er vielmal Amen, sog &lt;br /&gt;wagt mir, barbarisch kann's aufwärts:&lt;br /&gt;nordischer Herz tat Recht, trog.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Satzzeichen nachträglich eingefügt)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5703735838590975243?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5703735838590975243/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/dass-ereignis-manch-stein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5703735838590975243'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5703735838590975243'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/06/dass-ereignis-manch-stein.html' title='Dass Ereignis manch Stein!'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6228900258566424389</id><published>2011-04-20T23:58:00.002+02:00</published><updated>2011-04-21T00:52:38.508+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Lesen</title><content type='html'>Grade meine erste Lesung überhaupt vor Publikum hinter mich gebracht (mit der Rücken-Sache). Also breiteres und reiferes Publikum als eine 4-Jährige. Ich hab von der Professorin für Romanische Kulturwissenschaft und von einer meiner Lieblingsdozentinnen ein sehr nettes Lob bekommen; und meinen Ausdruck signiert und irgendeinem Typen gegeben, der den Text mal haben wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sollte Lesen nie mein Metier werden, vor allem nicht mit Sprachfehler. Aber irgendwie bin ich jetzt ein bisschen euphorisch. Jetzt muss bloß noch mein Gesicht wieder Farbe verlieren. Ich sehe aus wie eine Schauspielerin um die Jahrhundertwende (meint: rote Wangen). \o/&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesagt war auch: Alles vor mir war schlecht. Fand ich auch (bis auf meine beiden Kommilitonen, die einfach superklasse waren - und die Kleine, die absolut souverän aus Mary Poppins vorgelesen hat). Direkt nach mir kam nämlich Hans Brinkmann... (Ja, der Hans Brinkmann! "Die Butter vom Brot" und so). Und ich selbst war natürlich überragend und werde jetzt mit Elvis verglichen. (Aber mal ernsthaft, es kam wirklich viel Scheiße dabei rum.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6228900258566424389?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6228900258566424389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/04/lesen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6228900258566424389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6228900258566424389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/04/lesen.html' title='Lesen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7050998252804463806</id><published>2011-04-15T20:40:00.008+02:00</published><updated>2011-04-21T01:26:36.913+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosaisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><title type='text'>Auf dem Rücken (das bist du)</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=1Zc2jGhkNAw"&gt;Link zum Video&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;(Embedding funktioniert momentan nicht.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erster Versuch zu rezitieren. Der Text ist so frisch wie er nur sein kann; eigentlich lasse ich sowas gern ein paar Tage liegen und bereite solche Aktionen dann besser vor, aber diesmal war mir nach Spontanität.&lt;br /&gt;Es ist sicher nicht perfekt. Weder Text noch Rezitation.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;----------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du liegst bei mir, wenn ich da liege, und ich kann dich atmen hören (ein, aus, ein, aus), kann hören, wie er, dein Atem, dir jedes Mal für einen Moment versagt, und bange, dass es das letzte Mal ist. Der Geruch erinnert mich an Schnee und Salz und Gewitter (wie Kentern auf hoher See, wie Schiffbrechen). Und du liegst bei mir, wenn ich da liege, und bist sonst still.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist, als würde ich dich auf dem Rücken tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du liegst bei mir, wenn ich da liege, bei mir, auf mir (auf mir, meinem Rücken), rückst kein Stück, bist starr, und doch umspielt dein Atem meinen Nacken, spüre ich, wie sich dein Haar auf meinen Schultern immer neu ordnet im Wind. Und du liegst bei mir, wenn ich da liege, und bist sonst still.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist, als würde ich dich auf dem Rücken tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du klammerst dich fest um meinen Hals, als wie wenn und ob du Angst hättest (Angst vor dem Wind, Angst vor Gewitter, Angst vorm Kentern und Schiffbrechen), und deine Haut ist kalt und du bist eigentlich zu schwer für mich, aber irgendwie trage ich dich doch durch den Wald und es riecht nach Schnee, Salz und Gewitter (das ist das Gewitter). Und du klammerst dich fest, als wie wenn und ob du Angst hättest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist, als würde ich dich auf dem Rücken tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du klammerst dich fest um meinen Hals, starr (und still), und deine Haut ist kalt. Totenstarr und totenstill, und du klammerst dich fest um meinen Hals. Totenstarr. Und totenstill. Kalt. Schnee, Salz und Gewitter (das ist das Gewitter). Als wie wenn und ob du Angst hättest vor dem Wind, dem Gewitter, Angst vorm Kentern und Schiffbrechen. Und du klammerst dich fest um meinen Hals, sodass ich dich nicht losbekäme (wenn ich es wöllte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist, als würde ich dich auf dem Rücken tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jeder Monat, der vergeht, ist ein Monat später (ein Monat weniger zu leben, ein Monat toter) und eigentlich vergeht der Monat ohne ein Wort und ohne einen Laut und ohne eine Rührung. Totenstarr und totenstill. Kalt. Schnee (das bist du), Salz (das bist wahrscheinlich du) und Gewitter (das ist das Gewitter). Um uns herum Gewitter (das ist das Gewitter). Und jeder Monat, der vergeht, ist ein Monat später, sodass ich dich nicht losbekäme (wenn ich es wöllte). Es ist, als würde ich dich auf dem Rücken tragen, sodass ich dich nicht losbekäme, wenn ich es wöllte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist, als wöllte ich (das bin ich) dich auf dem Rücken tragen (Monat für Monat, ein Monat später, ein Monat weniger zu leben, ein Monat toter), ohne ein Wort (der Monat und du) und ohne einen Laut (der Monat und du) und ohne eine Rührung (der Monat und du). Atem (das bist du), Schnee (das bist du), Salz (das bin sicher ich) und Gewitter (das ist das Gewitter).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du liegst bei mir (mir), wenn ich da liege, bei mir, auf mir (auf mir, meinem Rücken), einen Monat später, einen Monat toter, einen Monat noch (und dann noch einen), wenn ich da liege (das bin ich) und höre, wie du atmest, wie er (der Atem) dir einen Monat lang versagt (und dann noch einen). Totenstarr. Und totenstill. Schnee (das ist der Winter), Salz (das bin ich), Gewitter (das ist das Gewitter). Still (das bist du).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7050998252804463806?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7050998252804463806/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/04/auf-dem-rucken-das-bist-du.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7050998252804463806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7050998252804463806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/04/auf-dem-rucken-das-bist-du.html' title='Auf dem Rücken (das bist du)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-770592848138786644</id><published>2011-03-08T19:39:00.002+01:00</published><updated>2011-03-08T19:48:49.401+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhilfe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lernmaterialien'/><title type='text'>#3 Sallustius (der Buchstabenverwechsler³) - Athener und Römer 8: Übungsaufgaben Latinum mit Lösungsangabe</title><content type='html'>&lt;strong&gt;(gehobenes Niveau, beispielsweise in Vorbereitung auf finale Klausur; Schwerpunkt: Übersetzung im Textzusammenhang)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sallust philosophiert über die Unterschiede in der griechisch-dialektischen und der römischen, für sehr zurückhaltenden Geschichtsschreibung. Indirekt bezieht er sich dabei wieder auf die beiden Formen von &lt;em&gt;gloria&lt;/em&gt;, das Denken und das Handeln, impliziert hierbei und im Kontext seiner Erörterung von der Entartung Roms &lt;em&gt;(J. Vogt: Phasen der moralisch Selbstenfaltung)&lt;/em&gt; die Unfähigkeit der kriegerischen Monarchie zu überdauern. Abschnitt 8 zieht man in der Regel aus dem Abriss römischer Sittengeschichte als Abschweifung des Autors heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sed profecto fortuna in omni re dominatur; ea res cunctas ex lubidine magis quam ex vero celebrat obscuratque. Atheniensium res gestae, sicuti ego aestumo, satis amplae magnificaeque fuere, verum aliquanto minores tamen quam fama feruntur. sed quia provenere ibi scriptorum magna ingenia, per terrarum orbem Atheniensium facta pro maxumis celebrantur. ita eorum, qui fecere, virtus tanta habetur, quantum eam verbis potuere extollere praeclara ingenia. at populo Romano numquam ea copia fuit, quia prudentissumus quisque maxume negotiosus erat, ingenium nemo sine corpore exercebat, optumus quisque facere quam dicere, sua ab aliis bene facta laudari quam ipse aliorum narrare malebat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Reine Übersetzungsaufgabe. Achte vor allem auf formale Mittel (gesperrte Satzstellung, verkürzende Konstruktionen, Nebensatzkonstruktionen) und versuche sie frei und sinngerecht zu übersetzen. Lege dabei besonderen Wert darauf, grammatikalische Funktionen bzw. Beziehungen korrekt wiederzugeben.&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fürwahr aber herrscht Willkür in allen Dingen; sie enthüllt oder verhüllt alle Ereignisse mehr aus Lust denn aus Wahrheitstreue. Die Taten der Athener, wie ich meine, waren sehr groß und herrlich, in Wahrheit allerdings geringer, als sie laut den Überlieferungen sein sollen. Da dort aber den Schreibern großes Talent beiwohnte, wurden die Leistungen der Athener als die größten auf dem Erdball angepriesen. So wurde denen, die Taten vollbrachten, nur so viel Tugendhaftigkeit zugesprochen, als ausgezeichnete Geister sie durch Worte hervorheben konnten. Dem römischen Volk war dergleichen nie beschieden, weil der Gescheiteste der am meisten Beschäftigste war, ohne körperlichen Einsatz betrieb niemand Geistesarbeit, der beste war der, welcher lieber handelte statt dachte, er zog es vor, seine eigenen Taten von anderen gelobt zu hören als selbst von den anderen zu erzählen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-770592848138786644?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/770592848138786644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/03/3-sallustius-der-buchstabenverwechsler.html#comment-form' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/770592848138786644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/770592848138786644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/03/3-sallustius-der-buchstabenverwechsler.html' title='#3 Sallustius (der Buchstabenverwechsler³) - Athener und Römer 8: Übungsaufgaben Latinum mit Lösungsangabe'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8632601345215536404</id><published>2011-02-28T17:54:00.006+01:00</published><updated>2011-02-28T19:34:44.258+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><title type='text'>绿岛小夜曲 - Diese grüne Insel</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=_HS4QTfPrF8"&gt;Green Island Serenade - 史逸欣 Vienna Teng&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;这绿岛像一只船&lt;br /&gt;在月夜里摇呀摇&lt;br /&gt;姑娘哟妳也在我的&lt;br /&gt;心海里飘呀飘&lt;br /&gt;让我的歌声随那微风&lt;br /&gt;吹开了妳的窗帘&lt;br /&gt;让我的衷情随那流水&lt;br /&gt;不断地向妳倾诉&lt;br /&gt;椰子树的长影&lt;br /&gt;掩不住我的情意&lt;br /&gt;明媚的月光&lt;br /&gt;更照亮了我的心&lt;br /&gt;这绿岛的夜已经&lt;br /&gt;这样沉静&lt;br /&gt;姑娘哟妳为什么&lt;br /&gt;还是默默无语&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;zhè lǜ dǎo xiàng yì zhī chuán&lt;br /&gt;zài yuè yè lǐ yáo ya yáo&lt;br /&gt;gū niang ya, nǐ yě zài wǒ de&lt;br /&gt;xīn hǎi lǐ piāo ya piāo&lt;br /&gt;ràng wǒ de gē shēng suí nà wēi fēng&lt;br /&gt;chuī kāi le nǐ de chuāng lián&lt;br /&gt;ràng wǒ de zhōng qíng suí nà liú shuǐ&lt;br /&gt;bú duàn de xiàng nǐ qīng sù&lt;br /&gt;yē zi shù de cháng yǐng&lt;br /&gt;yǎn bú zhù wǒ de qíng yì&lt;br /&gt;míng mèi de yuè guāng&lt;br /&gt;gèng zhào liàng le wǒ de xīn&lt;br /&gt;zhè lǜ dǎo de yè yǐ jīng&lt;br /&gt;zhè yàng chén jìng&lt;br /&gt;gū niáng yo, nǐ wèi shén me&lt;br /&gt;hái shì mò mò wú yǔ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese grüne Insel ist wie ein Boot,&lt;br /&gt;das sich durch das Mondlicht schängelt.&lt;br /&gt;Du, oh mein Liebling, inmitten&lt;br /&gt;meines Herzens treibst du schwankend umher.&lt;br /&gt;Lass mein Singen auf einer Briese dahinziehen,&lt;br /&gt;um durch deine Schleier zu wehen.&lt;br /&gt;Lass meine Gefühle mit dem Wasser dahinziehen,&lt;br /&gt;um stetig dir zu singen.&lt;br /&gt;Der lange Schatten der Kokuspalme&lt;br /&gt;kann mein liebendes Sinnen nicht verdecken.&lt;br /&gt;Schönes, klares Mondlicht&lt;br /&gt;erhellt mein Herz.&lt;br /&gt;Diese grüne Insel erscheint&lt;br /&gt;so, so friedlich.&lt;br /&gt;Oh mein Liebling, warum bist du&lt;br /&gt;noch immer in wortloser Stille?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8632601345215536404?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8632601345215536404/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/green-island-serenade.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8632601345215536404'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8632601345215536404'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/green-island-serenade.html' title='绿岛小夜曲 - Diese grüne Insel'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5548752253943084490</id><published>2011-02-24T01:03:00.000+01:00</published><updated>2011-02-24T01:04:17.521+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzprosa'/><title type='text'>Dein einziger Wert</title><content type='html'>Wenn du sagst, dass dein einziger Wert die Wertebefreitheit ist, und du es sagst, als würde das Antlitz der Welt entzwei gehen, wenn das nicht so ist, dann muss ich lachen. Denn du stehst mitten im Knicks, den das Paradoxon in die Erdscheibe geschlagen hat, und meinst deshalb, für dich sei es eine Kugel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5548752253943084490?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5548752253943084490/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/dein-einziger-wert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5548752253943084490'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5548752253943084490'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/dein-einziger-wert.html' title='Dein einziger Wert'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1624866833912566024</id><published>2011-02-23T15:47:00.017+01:00</published><updated>2011-02-23T18:48:29.150+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhilfe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lernmaterialien'/><title type='text'>#2 Sallustius (der Buchstabenverwechsler³) - De Catalinae 15: Übungsaufgaben Latinum mit Lösungsangabe</title><content type='html'>&lt;strong&gt;(gehobenes Niveau, beispielsweise in Vorbereitung auf finale Klausur; Schwerpunkt: Textverständnis)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Catilina steht als Repräsentant der verkommenen Zeit (Dietsch)&lt;/em&gt;, sein Wirken und Wesen wird anhand der &lt;em&gt;Gefolgschaftsbildung im Stadium der sittlichen Entartung (J. Vogt)&lt;/em&gt; dargestellt: Verbrecher, unsittsamer Pöbel, Schuldner sind die Trabanten des Häuptlings. &lt;em&gt;Planmäßiges Trainieren besonders der Jugend zum Verbrechen. (J. Vogt)&lt;/em&gt; Einer der Höhepunkte seines ruchlosen Wesens ist der Mord am eigenen Sohne: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Iam primum adulescens Catilina multa nefanda stupra fecerat, cum virgine nobili, cum sacerdote Vestae, alia huiusce modi contra ius fasque. postremo captus amore Aureliae Orestillae, quoius praeter formam nihil umquam bonus laudavit[;] quod ea nubere illi dubitabat timens privignum adulta aetate, pro certo creditur necato filio vacuam domum scelestis nuptiis fecisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;quae quidem res mihi in primis videtur causa fuisse facinus maturandi. namque animus inpurus, dis hominibusque infestus, neque vigiliis neque quietibus sedari poterat: ita conscientia mentem excitam vastabat. igitur colo[r] exanguis, foedi oculi, citus modo, modo tardus incessus: prorsus in facie voltuque vecordia inerat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;1. 'quod ea nubere illi dubitabat timens privignum adulta aetate, pro certo creditur necato filio vacuam domum scelestis nuptiis fecisse.' -- Erstelle eine kurze Formenanalyse und kennzeichne zusammengehörende Ausdrücke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. 'citus modo, modo tardus incessus' -- gib einen Übersetzungsvorschlag für diesen Ausdruck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Textübersetzung. Achte darauf, die Verbformen in Tempus und Modus korrekt wiederzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Gib kurz (in Stichpunkten) in eigenen Worten Catilinas charakterlichen Niedergang bis in den Wahnsinn wieder:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;iam primum adulescens; postremo; Grund für den Mord; sichtbare Folgen der Gewissensbisse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Ist Aurelia Orestilla eine ehrbare Frau? In zwei, drei Sätzen: Warum ja, warum nein?&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1. Formenanalyse&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So oder so ähnlich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-XqUrXaVwWxs/TWVHjBx3Z1I/AAAAAAAAA60/7EpXOASiSQg/s1600/timensprivignum.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 604px; height: 50px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-XqUrXaVwWxs/TWVHjBx3Z1I/AAAAAAAAA60/7EpXOASiSQg/s400/timensprivignum.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5576942380666808146" /&gt;&lt;br /&gt;(für volle Größe klicken)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Übersetzungsvorschlag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;'citus modo, modo tardus incessus' --&gt; "bald schneller, bald langsamer Gang"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. ÜS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schon in früher Jugend hatte Catilina viel ruchlose Unzucht getrieben, mit einer Frau des Adels, mit einer Priesterin der Vesta, und dergleichen anderes gegen Recht und Gottesgebot. Schließlich war er gefesselt von der Liebe zu Aurelia Orestilla, an der abgesehen von ihrer Schönheit nichts Gutes jemals zu loben war; da diese Bedenken hatte [ihn] zu heiraten, aus Furcht vor dem bereits erwachsenen Stiefsohn [Catilinae], wird als sicher befunden, dass er durch Mord am Sohn das Haus für die frevelhafte Ehe frei machte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Umstand freilich erscheint mir als die Ursache der Bschleinigungstat. Sein unreiner Geist nämlich, den Menschen und Göttern feindlich, konnte weder im Wachen noch im Schlafen Ruhe finden: So verwüstete sein Gewissen die [bereits] aufgewühlten Gedanken. Daher seine blutlose Gesichtsfarbe, sein schmählicher Blick, sein bald hastiger, bald schleppender Gang: seinem Antlitz und seiner Miene wohnte der Wahnsinn geradezu inne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4.Catilinas charakterlicher Niedergang&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;iam primum adulescens: (&lt;em&gt;nefanda stupra&lt;/em&gt; ✓) Unzucht mit mehreren Frauen, Taten wider Recht und Gottesgebot&lt;br /&gt;postremo: (&lt;em&gt;captus amore&lt;/em&gt; ✓) Verlangen nach der Aurelia Orestilla&lt;br /&gt;facinus maturandi: (&lt;em&gt;nubere illi dubitabat timens privignum adulta aetate&lt;/em&gt; --&gt; &lt;em&gt;necato filio&lt;/em&gt; ✓) Mord am Sohn, um Gründe gegen die Missehe auszuschalten&lt;br /&gt;sichtbare Folgen der Gewissensbisse: (&lt;em&gt;colo[r] exanguis, foedi oculi, citus modo, modo tardus incessus&lt;/em&gt; ✓) bleiche Farbe, schmählicher Blick, mal zügiger, mal träger Gang&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Aurelia Orestilla&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Für Sallustius ist an ihr außer ihrer "Schönheit nichts Gutes zu loben" (&lt;em&gt;"praeter formam nihil bonus laudavit"&lt;/em&gt; ✓). [Sie kann nun entweder als ehrbar oder verrucht herausgestellt werden. Wichtig ist, dass erkannt wird, dass Sallust im Bezug auf Aurelia &lt;em&gt;nicht unbedingt neutral&lt;/em&gt; ✓ ist.]&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1624866833912566024?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1624866833912566024/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/2-sallustius-der-buchstabenverwechsler.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1624866833912566024'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1624866833912566024'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/2-sallustius-der-buchstabenverwechsler.html' title='#2 Sallustius (der Buchstabenverwechsler³) - De Catalinae 15: Übungsaufgaben Latinum mit Lösungsangabe'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-XqUrXaVwWxs/TWVHjBx3Z1I/AAAAAAAAA60/7EpXOASiSQg/s72-c/timensprivignum.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3209155659117172749</id><published>2011-02-23T13:12:00.021+01:00</published><updated>2011-02-23T18:02:26.647+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachhilfe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lernmaterialien'/><title type='text'>#1 Sallustius (der Buchstabenverwechsler³) - Proemium 4: Übungsaufgaben Latinum mit Lösungsangabe</title><content type='html'>&lt;strong&gt;(mittleres Niveau, beispielsweise in Hinarbeitung zum Latinum; Schwerpunkt: Übersetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sallust zieht im Proemium einen großen Bogen &lt;em&gt;vom Allgemeinen zum Besonderen (J. Vogt)&lt;/em&gt;. Er beschreibt den Zwiespalt des menschlichen Daseins (--&gt; Eigenschaftsdualismus); während &lt;em&gt;gloria&lt;/em&gt; in Bestrebungen von Geist und Körper zu finden sei, ist jedoch nur der Ruhm geistiger Tugend von Dauer. Über eine argumentative Spanne historischer Beispiele hinweg findet er drei Wege, sich durch Leistung dauerhaft einen Namen zu machen, &lt;em&gt;die Laufbahn des Redners und Staatsmannes, Verdienste in Krieg und Frieden, die Geschichtsschreibung (J. Vogt)&lt;/em&gt;, davon sei die letzte die am schwierigsten zu bewältigende.&lt;br /&gt;Er kennzeichnet seine eigene Laufbahn und seine Umkehr vom Dasein als Staatsmann, welches ihm schon früh als widerwärtig erschien, von welchem er sich aber erst spät abwenwenden konnte, zum Geschichtsschreiber des Römischen Volkes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es folgt die Begründung der Catilina-Behandlung, an die sich die Charakterbeschreibung des Catilina anschließen soll:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;---------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;igitur ubi animus ex multis miseriis atque periculis requievit et mihi relicuam aetatem a re publica procul habendam decrevi, non fuit consilium socordia atque desidia bonum otium conterere, neque vero agrum colundo aut venando, servilibus officiis, intentum aetatem agere;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sed a quo incepto studioque me ambitio mala detinuerat, eodem regressus statui res gestas populi Romani carptim, ut quaeque memoria digna videbantur, perscribere, eo magis, quod mihi a spe, metu, partibus rei publicae animus liber erat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Igitur de Catilinae coniuratione, quam verissume potero, paucis absolvam; nam id facinus in primis ego memorabile existumo sceleris atque periculi novitate. de quoius hominis moribus pauca prius explananda sunt, quam initium narrandi faciam.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;1. 'incepto studioque' ist ein Hendiadyoin -- Erkläre die rhetorische Figur kurz und gib einen Übersetzungsvorschlag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. 'Nam id facinus in primis ego memorabile existumo sceleris atque periculi novitate.' -- Erstelle eine Formenanalyse. Kennzeichne dabei vor allem zusammengehörende Ausdrücke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Textübersetzung nach Abschnitten. Achte darauf, Tempusbeziehungen zwischen den Teilsätzen richtig zuzuordnen.&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1. Hendiadyoin&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hendiadyoin (griech.: &lt;em&gt;eins durch zwei&lt;/em&gt;) nennt man Bezeichnung eines Begriffs durch zwei (binomial ✓) einander bedeutungsähnliche (Abgrenzung zum Oxymoron ✓) Worte, aus deren Zusammenhang sich eine Gesamtbedeutung erschließt (Abgrenzung zur Tautologie ✓). Für 'incepto studioque' könnte man "eifriges Unternehmen" oder "angestrengtes Vorhaben" einsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Formenanalyse&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So oder so ähnlich:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/--AYHIyjc2WQ/TWUYlQDGRZI/AAAAAAAAA6s/d8aFPI1c_9Y/s1600/Namidfacinus.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 503px; height: 50px;" src="http://3.bp.blogspot.com/--AYHIyjc2WQ/TWUYlQDGRZI/AAAAAAAAA6s/d8aFPI1c_9Y/s400/Namidfacinus.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5576890741810414994" /&gt;&lt;br /&gt;(für volle Größe klicken)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. ÜS&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Als nun mein Sinn vor vielen Übeln und Gefahren Ruhe gewonnen hatte und ich entschied, mich für verbleibende Lebenszeit aus dem politischen Dasein zurückzuziehen, war es nicht zu meiner Absicht geworden, mich in Sorglosigkeit und Trägheit die gute Muße zu vergeuden, ebenso aber beabsichtigte ich nicht, mit Ackerpflege oder Jagd, Aufgaben für Sklaven, mein Dasein aufzuwühlen; -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sondern ich beschloss zu jenem eifrigen Unternehmen, von welchem mich fehlgeleiteter Ehrgeiz abgehalten hatte, zurückzukehren, nämlich die Taten des Römischen Volkes, als denn jede erinnerungswürdig erscheint, festzuhalten; das umso mehr, da mir von Hoffnung, Furcht und den Parteilichkeit der Geist frei war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So werde ich nun kurz von den Verschwörungen des Catilina, so wahrheitsgetreu wie es mir möglich ist, [berichten]; denn diese Tat halte ich vor allem wegen der Ungewöhnlichkeit ihrer Frevelei und Gefährlichkeit für denkwürdig. Vom Charakter dieses Menschen muss erst kurz berichtet werden, bevor ich mit der Darstellung beginnen können werde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3209155659117172749?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3209155659117172749/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/sallustius-proemium-4.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3209155659117172749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3209155659117172749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/sallustius-proemium-4.html' title='#1 Sallustius (der Buchstabenverwechsler³) - Proemium 4: Übungsaufgaben Latinum mit Lösungsangabe'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/--AYHIyjc2WQ/TWUYlQDGRZI/AAAAAAAAA6s/d8aFPI1c_9Y/s72-c/Namidfacinus.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5750930351083921822</id><published>2011-02-19T23:27:00.001+01:00</published><updated>2011-02-19T23:30:16.103+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>Leslie Kaplan lit « Les Outils »</title><content type='html'>&lt;iframe title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/3rfWcoPsMqo" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5750930351083921822?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5750930351083921822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/leslie-kaplan-lit-les-outils.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5750930351083921822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5750930351083921822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/leslie-kaplan-lit-les-outils.html' title='Leslie Kaplan lit « Les Outils »'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/3rfWcoPsMqo/default.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6077987067062589191</id><published>2011-02-12T01:31:00.003+01:00</published><updated>2011-02-12T01:32:28.180+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosaisches'/><title type='text'>Wie verlockend...</title><content type='html'>... ist doch der Gedanke, dass es nur noch ein Augenblick ist bis zu dem, was noch nicht war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6077987067062589191?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6077987067062589191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/wie-verlockend.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6077987067062589191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6077987067062589191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/wie-verlockend.html' title='Wie verlockend...'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2263278661884958185</id><published>2011-02-10T02:19:00.003+01:00</published><updated>2011-02-10T03:23:08.239+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alpenveilchen vs. the World'/><title type='text'>Der Segen der Demokratie</title><content type='html'>Ein Mann durchschwamm aus Neugier einmal einen großen See. Da es ein sehr reicher Mann war, stellte das aber keine große Anstrengung dar, denn er musste nicht aus eigener Kraft schwimmen, er hatte Geräte und Leute, die das für ihn taten.&lt;br /&gt;Als er das Gewässer durchquert hatte, kam er in einem fernen Land an und stellte irgendetwas fest. Zu klären, was das jetzt im Detail war, das überlassen wir den großen Denkern oder jenen, die sich dafür halten. Jedenfalls führte die Feststellung dazu, dass der reiche Mann ein gewisses Interesse für das Gebiet entwickelte und irgendwie auch ein bisschen für die Menschen, die dort lebten. Auffällig war, dass das ferne Land ein Königreich war und damit etwas isoliert und rückständig. In der Heimat des reichen Mannes gab es schon längst die Demokratie und den freien Markt. Und weil die Menschen auch nicht so glücklich dreinblickten, schloss der Mann, dass es sie wohl kränken würde, wenn er nachfragte, was sie bedrücke. Er beschloss aber, wohl aus großer Gutherzigkeit heraus oder aufgrund dessen, was er zuvor festgestellt hatte, den Menschen zu helfen. Und das ging so:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil der Mann reich war, war es ziemlich leicht, den König zu stürzen und aus seinem Palast zu jagen. Der Mann aber stellte sich noch am gleichen Tag auf den Balkon, von dem aus der König immer seine Reden gehalten hatte, und verkündete den Menschen, dass der König nun gestürzt sei und dass von nun an alles besser werden würde. "Ihr habt in Unmündigkeit gelebt und in Elend", sagte der reiche Mann, "und ich habe euch befreit. Euer Leben lang hat man euch immer gesagt, was ihr tun und lassen sollt, man hat euch nie gefragt, was ihr wollt. Ich bin der erste, der für eure Interessen einzutreten wagt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziemlich zufrieden mit sich selbst ging der Mann vom Balkon und führte die Demokratie im fernen Land ein. Da er ein reicher Mann war, ging das sehr schnell und einfach und da in seiner Heimat die Demokratie bereits praktiziert wurde, brauchte er auch nicht lange nachzugrübeln, wie sie sich durchsetzen ließe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu wundern begann er sich erst, als am nächsten Morgen Feuer überall im Land brannten und Aufstände und Protest und Gewalt aufrührten. Er war ziemlich enttäuscht darüber, dass die Menschen des fernen Landes nun kaputt machten, was er über Tage hinweg für sie aufgebaut hatte. Kulturlose Meuterer waren das. Aber der reiche Mann war fest überzeugt von seiner Idee und weil er sehr, sehr reich war, gelang es ihm mühelos, die Aufstände klein zu halten, die Brände zu löschen und die Gewalt zu kontrollieren. Aber das verschlang viele seiner Mittel und noch mehr die Mittel des fernen Landes, denn schließlich konnte er nicht alles aus eigener Tasche zahlen und schließlich waren es diese Meuterer, die für Ärger sorgten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach und nach verstummten die Proteste. Das dauerte sehr lange, aber weil der Mann sehr, sehr, sehr reich war, hatte er die Situation sehr gut im Griff. Und als die Demokratie schließlich etabliert war, gab es keine Meuterer mehr, sondern nur noch unscheinbare Bürger, mit denen der reiche Mann nicht viel anzufangen wusste. Letztendlich zog er sich zurück, machte sich auf den Weg nach Hause in seine Heimat, um dort vom fernen Land zu berichten. Er ließ alle Verantwortung der demokratisch gewählten Regierung, die das schon händeln würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regierung aber wusste mit der Demokratie auch nicht wirklich viel anzufangen, denn sie war sehr langsam und unhandlich und so beschloss sie Gesetze, um sie zügiger und besser zu handhaben zu machen. Und dann noch mehr. Und die nächste Regierung nutzte diese Gesetzesänderungen, um sich etwas mehr Macht zu verleihen, denn schließlich muss ja irgendwer regieren, der auch die Macht dazu hat. Über kurz oder lang fiel der Regierung aber auf, dass ohnehin niemand die Gesetze kontrollierte. Die Menschen waren viel zu sehr damit beschäftigt, mit der neuen Situation zurecht zu kommen und die Schulden, die der reiche Mann während seines Aufenthaltes verursacht hatte, abzuarbeiten. Und deshalb verschaffte sie sich noch ein bisschen mehr Macht, denn irgendwer musste die Verantwortung ja übernehmen. Und die nächste Regierung verstand das auch und wollte noch ein bisschen mehr Macht, allerdings hatten sie inzwischen Oppositionelle, die ihnen mächtig die Macht vermiesten. Also mussten sie die Opposition los werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie ging das? Der reiche Mann war nicht nur reich, sondern auch schlau; er hatte Beobachter im fernen Land gelassen, die überschauen sollten, dass auch ja die Wahlen ordnungsgemäß abgehalten werden. Also konnte man gegen die Wahlen nichts machen, sie nur ein bisschen manipulieren, dass die Opposition nicht so viel Stimmen erhielt. Aber die Menschen waren inzwischen mächtig unzufrieden mit ihrer Regierung und ließen sich von den Versprechungen der Opposition überzeugen. Also mussten die Oppositionellen weg, und das ging recht einfach, weil die Regierung dazu ja genug Macht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Oppositionellen weg waren, lief alles wieder ziemlich gut. Man musste zwar hier und da die Wahlergebnisse noch etwas bearbeiten, damit auch die richtigen Leute gewählt wurden, aber alles in allem war das eine richtig demokratische Regierung. Und weil sie demokratisch legitimiert war, durfte sie auch Macht besitzen, deshalb nahm sie sich auch noch ein bisschen mehr. Und das fiel nicht wirklich auf, denn die Bürger waren ja sehr beschäftigt und die Beobachter, die vielleicht hätten hellhörig werden müssen, waren mächtig beeindruckt davon, wie die Regierung das alles händelte. Und das erzählten sie auch dem reichen Mann, der stolz gleich einige sehr nützliche Güter sandte, um die demokratische Regierung zu unterstützen und in ihrer Position zu festigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es verhielt sich nun so, dass dieses ferne Land nämlich zwischen zwei großen Seen lag, dem einen, den der reiche Mann einst durchschwommen hatte, und einem anderen von einer ähnlichen Gewaltigkeit. Über den kam eines Tages, viele Jahre nach dem reichen Mann einst, ein stattlicher Prinz geschwommen. Auch der war reich und hatte Einfluss. Und er kam an in einer Diktatur und schüttelte erst einmal den Kopf. Dann aber sah er, dass die Regierung ziemlich Probleme mit der Bevölkerung hatte und kostspielige Dinge benötigte. Und anders als der gutherzige reiche Mann roch er hier vor allem Profit und war sich nicht zu schade, das auch zu zeigen. Also schloss er viele Handelsabkommen mit dem fernen Land, bei dem wohl auch Waffen Teil der Vereinbarungen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe nun nicht mehr viel von dem Land gehört, nur dass seit einiger Zeit wohl viele Menschen durch die großen Seen schwimmen wollen und einige dabei ertrinken, ihnen das aber immer noch lieber ist, als von einer zu mächtigen Regierung unterdrückt und bedroht zu werden. Seit einer Weile spricht man in den Nachrichten auch über ethnische Säuberungen, aber ich weiß nicht so recht, was das ist, woher auch, bei uns gab es sowas ja noch nicht. Aber es wird der Demokratie schon dienlich sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2263278661884958185?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2263278661884958185/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/der-segen-der-demokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2263278661884958185'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2263278661884958185'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/der-segen-der-demokratie.html' title='Der Segen der Demokratie'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5355640412400006717</id><published>2011-02-03T12:53:00.006+01:00</published><updated>2011-02-03T13:13:57.100+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>... از جمادی مُردم و نامی شدم</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Rumi - Als Teil der Erde starb ich ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;از جمادی مُردم و نامی شدم — وز نما مُردم به‌حیوان سرزدم&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;مُردم از حیوانی و آدم شدم — پس چه ترسم؟ کی ز مردن کم شدم؟&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;حمله دیگر بمیرم از بشر — تا برآرم از ملائک بال و پر&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;وز ملک هم بایدم جستن ز جو — کل شیء هالک الا وجهه&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;بار دیگر از ملک پران شوم — آنچه اندر وهم ناید آن شوم&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;پس عدم گردم عدم چو ارغنون — گویدم کانا الیه راجعون&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als Teil der Erde starb ich und wurde Pflanze,&lt;br /&gt;Als Pflanze starb ich und wuchs zum Tiere,&lt;br /&gt;Ich starb als Tier und ich ward Mensch.&lt;br /&gt;Warum sei da Furcht? Wann machte mich das Sterben je geringer?&lt;br /&gt;Noch einmal soll als Mensch ich sterben, um aufzusteigen,&lt;br /&gt;Himmelwesen gezeiht; doch selbst vom Engelsein&lt;br /&gt;muss ich hinwegscheiden: Alles außer H' muss sterben.&lt;br /&gt;Und wenn meine Engelsseele dahingegeben ist,&lt;br /&gt;Werde ich, was kein Geist je zu erdenken war.&lt;br /&gt;Oh, heb mein Dasein auf! Denn Nichtsein&lt;br /&gt;kündet im Orgeltone:&lt;br /&gt;In H' kehren wir zurück.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Zweitübersetzung aus dem Englischen; aus dem Arabischen von A.J. Arberry; die siglaison von G-tt zu H' passiert nicht textgebunden, sondern aus meinem Glaubensbild heraus)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, es gibt kaum etwas, das meine Jenseits-Philosophie besser und poetischer ausdrückt. Und das aus einem Glauben heraus, der nicht der meine ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5355640412400006717?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5355640412400006717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5355640412400006717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5355640412400006717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/02/blog-post.html' title='... از جمادی مُردم و نامی شدم'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7524668734077977239</id><published>2011-01-30T18:35:00.002+01:00</published><updated>2011-01-30T18:40:17.631+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Informationskompetenz: Datenbankrecherche und Bibliographieren</title><content type='html'>Informationskompetenz&lt;br /&gt;WS 2010/11, B_Ge_1&lt;br /&gt;Knop, K.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://npshare.de/files/33480041/Rechercheportfolio.pdf"&gt;&lt;strong&gt;Rechercheportfolio&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Tiergestalten bei Franz Kafka&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher nicht die beste und vor Perfektion strotzende Ausarbeitung (in fact: Wenn ich schlechtes Feedback bekomme bzw. das Portfolio nicht besteht, wird der Beitrag hier gelöscht!), aber damit der geneigte Blogleser weiß, womit ich mich so rumschlage - also neben syntaktischer Analyse und mittelhochdeutschen Stammformen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7524668734077977239?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7524668734077977239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/01/informationskompetenz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7524668734077977239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7524668734077977239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/01/informationskompetenz.html' title='Informationskompetenz: Datenbankrecherche und Bibliographieren'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4171801346947609237</id><published>2011-01-09T16:22:00.006+01:00</published><updated>2011-01-10T15:12:23.272+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Von der Institutionalisierung des Oberflächlichen</title><content type='html'>Wer mir nachsagt, dass ich mediale Inhalte wie Bücher, Filme, Musik, Spiele oder Bilder (im Folgenden unter "the media" zusammengefasst) gerne analysiere und aufschlüssele, weil ich Germanistik studiere, der liegt falsch. Gut, wird man sagen, dann studierst du vermutlich Germanistik, weil du the media gern analysierst und aufschlüsselst. Aber auch das entspricht nicht der Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich studiere Germanistik, weil ich nichts anderes gefunden habe. Es war nicht meine Absicht und ich entschuldige mich vielmals bei all den Leuten, denen ich mit meiner absolut komplizierten und aufgrund ihrer ungewöhnlich individuellen Entwicklung auf die Nerven gehe. Ich hatte nicht Lust darauf, Germanistik zu studieren, ich habe es einfach gemacht, weil eine Reihe von Umständen mich dazu veranlasst haben. So läuft das im Leben manchmal, nicht nur mit Leuten, die unorganisiert sind und nichts mit sich anzufangen wissen, sich treiben lassen (obwohl ich damit nicht abstreiten möchte, dass diese Charakteristika nicht im Teil auf mich zuträfen), nicht jeder ist so, wie man sich das gern auf Platitüden ausmalt. Ja, ich bin jetzt Germanistikstudent und einige meiner Interessen und Eigenschaften sind mir darin sicher sehr nützlich, aber das macht aus mir weder einen reinen Akademisten, noch macht mein akademisches Dasein irgendwas mit meinen Eigenschaften und Interessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Interessen: Nein, ich analysiere nicht, ich schlüssele nur auf. Wer sich auch nur den Hauch einer Mühe macht, mal einen Moment über Inhalte und Mittel von the media nachzudenken, der kann das auch ohne Analyse, Analysen sind was für Wissenschaftler und so einer bin ich die meiste Zeit meines Daseins nicht. Ich sehe, abstrahiere und die meiste Zeit ist es mir dabei schnurre, wie weit ich dabei gehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gut, dies soll weiterhin eine Rechtfertigung sein, also los:&lt;br /&gt;Ich verstehe vollkommen, dass der Unterhaltungsbegriff in unserer Gesellschaft von jeher aus Berieselung besteht. Und das sage ich wertungsfrei, ich bin der erste, der sich mit einem Plakat auf die Straße stellt und fordert, dass jeder Mensch das Recht bekommt, Unterhaltung ohne eine tiefere Beschäftigung mit dem Medium zu genießen, ohne sich dafür zu rechtfertigen oder sich eine Begründung dafür zu überlegen. Das ist jedermanns kulturell erworbenes Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verstehe vollkommen, dass der Medienbegriff in unserer Gesellschaft von jeher aus Selbstprofilierung besteht. Und auch das sage ich wertungsfrei, ich bin der erste, der sich mit einem Plakat auf die Straße stellt und fordert, dass jeder Mensch das Recht bekommt, seine Individuation über Fremdinhalte zu betreiben und sich in einen Wertezyklus einzuordnen, ohne diesen verstehen, kennen oder wertschätzen und ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen. Das ist jedermanns kulturell erworbenes Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verstehe vollkommen, dass in unserer Gesellschaft zwischen Kunst und the media von jeher ein nichtexistenter Unterschied besteht, um dieses Nichtauseinandersetzen zu gewährleisten. Und selbst das sage ich wertungsfrei, bin der erste, der sich mit einem Plakat auf die Straße stellt und fordert, dass jeder Mensch das Recht bekommt, stussige Aufgliederungen zu stellen, um seine eigenen, tumben Profilierungsansprüche nicht zu gefährden. Auch das ist jedermanns kulturell erworbenes Recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre ich ein Künstler, würde ich das nicht verstehen und eine solche Mentalität würde mich reichlich ankotzen. Ich sage dabei nicht, dass das für jeden Künstler gleichsam gelten muss; ich bin kein Künstler, vermutlich weiß ich gar nicht, wie das bei euch so läuft.&lt;br /&gt;Wäre ich ein Künstler, würde ich meine Kunst vor einer solchen Gesellschaft verstecken, denn das Niederträchtigste, was man mit the media machen kann, ist sie auf den selbstgemachten, fehlgeleiteten Begriff von Unterhaltungsanspruch zu begrenzen. Ich würde mich selbst vor solchen Leuten verstecken, die Medien schaffen, welche diesem Anspruch genügen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise sind nicht alle Künstler so, wie ich hypothetischerweise als Künstler wäre. Allerdings und leider sind die Rezipienten in der Regel so, dass mein Versteckspiel nötig werden würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The media, so wie es sein sollte, stellt an sich selbst unter anderem folgende Unterhaltungsansprüche: Emotionalität, Schlüssigkeit, Aussagekraft, Bedeutung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter dem hypothetischen Rezipienten herrscht so ziemlich nur ein einziger Anspruch: Vertreib mir die Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der schlaue Schaffende macht es nun so, dass er diesen ziemlich simpel zu verwirklichenden Anspruch presst, bis er so hauchdünn ist wie die Zurechnungsfähigkeit des hypothetischen Rezipienten, und sein Emotionen hervorrufends, schlüssiges, aussagekräftiges, bedeutungsvolles Werk hineintütet und mit einer Schnur aus Werbearbeit zu bindet. Der Knoten ist selten sonderlich straff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was der Rezipient machen könnte:&lt;br /&gt;Mit einem Finger ist der Knoten zu lösen, es braucht nur in Ausnahmefällen eine ganze Hand. Die Hülle fällt ab, darf aber gern aufgehoben werden. Vor ihm liegt nun ein Bündel aus faszinierenden Sachen, die sich spielend leicht nutzbar machen und nutzen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was der hypothetische Rezipient macht:&lt;br /&gt;Er starrt die bunte Oberfläche des Beutels an und freut sich über den pfiffigen Spruch, der an der Werbeschnur herunterpendelt. Das, meine Damen und Herren, ist legitime Unterhaltung in unserer Gesellschaft. Bunte Verpackung, am besten in 3D.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist nicht schlimm. Der Rezipient muss sich für seine Faulheit (Faulheit mag untugendhaft belegt sein, aber es ist eine sehr liebenswerte Grundeigenschaft des Menschen.) nicht rechtfertigen, denn er tut damit keinem weh. Nur sich selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das aber absolut unanständige, ekelerregend Schlimme daran ist, dass der, der das Bündel öffnet, sich dafür rechtfertigen muss, dass er das Verpackungsmateriel davon abstreift. Dass sich der Künstler, der das Bündel liebevoll geschnürt hat, dafür rechtfertigen muss, dass es so prall ist, dass das Gesicht des Äffchens auf der Verpackung verzerrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Verpackung ohne das Bündel darin keinerlei Form hätte und in sich zusammenkippte, ist völlig irrelevant. Gute Arbeit und gute Kunst springen einfach so aus dem Gulli und werden vom Schaffenden dann mit der Hand gefangen, was ja prinzipiell jeder kann, also steckt hinter the media nicht etwa ein Haufen Methodik, Philosophie, Dramaturgie, Kunst- und Geisteswissenschaft. The media ist ja nicht Kunst, die immer dekadent und langweilig ist, the media ist Unterhaltung, die immer spannend und zeitvertreibend ist und viele Knalleffekte und bunte Bilder enthält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 21ten Jahrhundert sitzen wir nicht mehr gefesselt und geknebelt vor der Höhlenwand und schauen Schatten zu. Wir sitzen draußen an der Sonne und gucken wie irre auf den Typen, der uns sogar eine Skizze von dem gezeichnet hat, was er uns mit seinem Wirken sagen will. Und wir starren ihn an und finden es furchtbar toll, dass er so viele Farben für seine Skizze verwendet hat und wir finden es total tiefgründig, dass er uns etwas sagen will, und wir erheben das zu unserer Lebensphilosophie, "ER will uns etwas sagen.", wir feiern Feste für Bedeutung und Aussage. ER hat sich inzwischen aus lauter Verzweiflung irgendwo aufgehängt und ein Drittel der Gesellschaft hielt das für ein Zeichen und hing sich daneben auf, das andere Drittel schloss, dass es wohl doch keine Bedeutung gibt, und das nächste Drittel hatte schon irgendwo neue bunte Bilder gefunden und zum Nonplusultra erhoben.&lt;br /&gt;So viel zum Geniebegriff des 21ten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man verzeihe mir also, dass ich es anders machen will, dass ich diese arme, sehr schlaue und begabte Seele retten will, die da den Strick vorgezogen hat. Das bedeutet nicht, dass ich dem Rest der Welt ihre bunten Bilder nicht gönne und dass ich nicht unterscheiden könnte zwischen Medien, die nur Zeitvertreib sein wollen, und Medien, die uns etwas zu sagen haben. Das bedeutet auch nicht, dass ich den bloßen Unterhaltungsaspekt, so wie er gern definiert wird, in den Wind schlage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist klar, dass für die meisten Leute die Welt nur auf der Oberfläche zu ertragen ist, und ich halte es für sehr gesund und gut, wenn man sich auf das besinnt, was man ertragen kann, was man für sich selbst braucht und möchte.&lt;br /&gt;Für mich ist diese Erträglichkeit nur unter der Oberfläche zu finden. Für mich wäre es unerträglich, wenn Diskurs nur in der Wissenschaft zu finden wäre, wenn Unterhaltung nur aus Zeitvertreib bestände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine große Gruppe von Medien lässt mir diesen Abspruch, lässt mich aufschlüsseln und Bedeutung finden. Ein großer Teil von the media sucht den Diskurs. Und dieser große Teil hat immer noch seine bunte Verpackung, die alle so gern haben, und wenn ich einen kurzen Blick in das Paket werfe, ich verspreche, ich werde es danach wieder fachgerecht zubinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also kümmere man sich um die eigenen Ansprüche und lasse allen anderen die ihren. Und ich weiß nicht, wie das anderen geht, aber wenn ich das Bündel aufmache und kurz reinschlunze und dann in die Runde frage, ob das außer mir noch jemand toll findet: Liebe Leute, haltet es aus, guckt für 3 Minuten weg und lasst mich die 0,5% des Raumes einsammeln, deren Interesse auch über das Äffchengesicht auf der Verpackung hinausgeht. Alle anderen 23 Stunden und 57 Minuten des Tages verbringe ich mit meinen eigenen Päckchen, die ich mir habe bringen lassen, und wühle darin herum. Was ich dabei an Verpackungsmaterial mutwillig zerstöre, wird fachgerecht recycelt. Es besteht also kein Grund sich aufzuregen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4171801346947609237?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4171801346947609237/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/01/von-der-institutionalisierung-des.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4171801346947609237'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4171801346947609237'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/01/von-der-institutionalisierung-des.html' title='Von der Institutionalisierung des Oberflächlichen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6890174169196229947</id><published>2011-01-04T22:34:00.006+01:00</published><updated>2011-01-04T23:01:21.330+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><title type='text'>ניגע אל החלום - Niga el ha-chalom</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Toucher le rêve&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;זה עבר ,זה נגמר&lt;br /&gt;קצה חלום, ודי&lt;br /&gt;חול הזמן שנשר&lt;br /&gt;בין אצבעותי&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;זה עבר, זה נגמר&lt;br /&gt;לתמיד, אולי&lt;br /&gt;מעגל שנסגר&lt;br /&gt;ונשארת חי&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ניפגש נתראה&lt;br /&gt;לב אוהב אינו טועה&lt;br /&gt;כמו אל ים&lt;br /&gt;נזרום, נזרום&lt;br /&gt;נבקש עד שנגיע&lt;br /&gt;וניגע אל החלום.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeh avar, zeh nigmar  &lt;br /&gt;Ktze chalom,&lt;br /&gt;ve-day&lt;br /&gt;Chol hazman shenashar  &lt;br /&gt;Bein etzbe'otay &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Zeh avar, zeh nigmar  &lt;br /&gt;Le-tamid,&lt;br /&gt;ulay&lt;br /&gt;Ma'agal shenisgar  &lt;br /&gt;Ve-nish'arta chay&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Nipagesh nitra'e  &lt;br /&gt;Lev ohev eino to'e  &lt;br /&gt;Kmo el yam&lt;br /&gt;Nizrom, nizrom  &lt;br /&gt;Nevakesh ad shenagiya  &lt;br /&gt;Ve-niga el ha-chalom  &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;C'est parti, c'est passé&lt;br /&gt;Au bord d'un rêve on s'arrête,&lt;br /&gt;Et comme&lt;br /&gt;Le sable du temps file&lt;br /&gt;Entre mes doigts&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;C'est parti, c'est passé  &lt;br /&gt;Pour toujours,&lt;br /&gt;On dirait&lt;br /&gt;Un cercle qui se finisse&lt;br /&gt;Et je suis toujours ici, vivant&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Nous nous renconteront&lt;br /&gt;Et verront l'un l'autre&lt;br /&gt;Car le cœur qui aime peut pas tourner mal&lt;br /&gt;Comme les fleuves à la mer&lt;br /&gt;On coule, on coule&lt;br /&gt;Aspire jusqu'au but&lt;br /&gt;Afin d'y toucher le rêve.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6890174169196229947?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6890174169196229947/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/01/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6890174169196229947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6890174169196229947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2011/01/blog-post.html' title='ניגע אל החלום - Niga el ha-chalom'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-9005082802060211264</id><published>2010-12-18T23:51:00.008+01:00</published><updated>2010-12-22T01:44:36.567+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelhochdeutsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Ez ist site der nahtegal ...</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Nachtigall und Schwalbe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ez ist site der nahtegal,&lt;br /&gt;swanne sî ir liep volendet, sô geswîget sie.&lt;br /&gt;dur daz volge aber ich der swal,&lt;br /&gt;diu durch liebe noch dur leide ir singen nie verlie.&lt;br /&gt;Sît daz ich nu singen sol,&lt;br /&gt;sô mac ich von schulden sprechen wol:&lt;br /&gt;ôwê,&lt;br /&gt;daz ich ie sô vil gebat&lt;br /&gt;und gevlêhte an eine stat,&lt;br /&gt;dâ ich genâden nienen sê.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Swîge ich unde singe niet,&lt;br /&gt;sô sprechent sî, daz mir mîn singen zaeme baz.&lt;br /&gt;sprich aber ich und singe ein liet,&lt;br /&gt;sô muoz ich dulden beide ir spot und ouch ir haz.&lt;br /&gt;Wie sol man den nû geleben,&lt;br /&gt;die dem man mit schoener rede vergeben?&lt;br /&gt;ôwê,&lt;br /&gt;daz in ie sô wol gelanc,&lt;br /&gt;und ich lie dur si mînen sanc!&lt;br /&gt;ich wil singen aber als ê.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Owê mîner besten zît&lt;br /&gt;und owê mîner liehten wunneclîchen tage!&lt;br /&gt;waz der an ir dienste lît!&lt;br /&gt;nu jâmert mich vil manger senelîcher klage,&lt;br /&gt;Die si hât von mir vernomen&lt;br /&gt;und ir nie ze herzen kunde komen.&lt;br /&gt;owê,&lt;br /&gt;mîniu gar verlornen jâr!&lt;br /&gt;diu riuwent mich vür wâr.&lt;br /&gt;in verklage si niemer mê.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ir lachen und ir schoene ansehen&lt;br /&gt;und ir guot gebaerde hânt betoeret lange mich.&lt;br /&gt;in kan anders niht verjehen.&lt;br /&gt;swer mich ruomes zîhen wil, vür wâr, der sündet sich.&lt;br /&gt;Ich hân sorgen vil gepflegen&lt;br /&gt;und den vrouwen selten bî gelegen,&lt;br /&gt;owê,&lt;br /&gt;wan daz ich si gerne an sach&lt;br /&gt;und in ie daz beste sprach.&lt;br /&gt;mir enwart ir nie niht mê.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ez ist niht, daz tiure sî,&lt;br /&gt;wan habe ez deste werder, wan den getriuwen man.&lt;br /&gt;der ist leider swaere bî.&lt;br /&gt;er ist verlorn, swer nû niht wan mit triuwen kan.&lt;br /&gt;Des wart ich vil wol gewar,&lt;br /&gt;wand ich ir mit triuwen ie diente dar.&lt;br /&gt;owê,&lt;br /&gt;daz ich triuwen nie genôz!&lt;br /&gt;des stên ich vröiden blôz.&lt;br /&gt;doch diene ich, swie ez ergê.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob ich si dûhte hulden wert,&lt;br /&gt;sôn möhte mir zer werlte lieber niht geschên.&lt;br /&gt;het ich an got sît genâden gert,&lt;br /&gt;sin könden nâch dem tôde niemer mich vergên.&lt;br /&gt;Herumbe ich niemer doch verzage.&lt;br /&gt;ir lop, ir êre unz an mîn ende ich singe und sage.&lt;br /&gt;waz,&lt;br /&gt;(ob) si sich bedenket baz?&lt;br /&gt;unde taete si liebe daz,&lt;br /&gt;sô verbaere ich alle klage.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Heinrich von Morungen, um 1225)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sitte ist es bei der Nachtigalle,&lt;br /&gt;Dass, wenn ihr Lied wohl ausgesungen, so verstummt sie;&lt;br /&gt;Ich jedoch bin mehr der Art der Schwalbe,&lt;br /&gt;Die noch durch Liebe, noch durch Leid ihr Singen je entzieh.&lt;br /&gt;Wenn wohlan denn ich nun singen soll,&lt;br /&gt;Mag in Klage ich hier sprechen wohl:&lt;br /&gt;Weh,&lt;br /&gt;Dass so viel ich stetig bat&lt;br /&gt;Und dahin so viel Flehen tat,&lt;br /&gt;Wo ich keine Gnade seh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweige ich und singe nicht, &lt;br /&gt;So sprechen sie, dass fürbar das Singen ziemte an, &lt;br /&gt;Spreche ich aber und singe ich,&lt;br /&gt;So zöge ihren Spott und ihren Hass ich heran.&lt;br /&gt;Wie solle man denn nun mit ihnen leben,&lt;br /&gt;Die [uns] nur schönes Reden geben?&lt;br /&gt;Weh,&lt;br /&gt;dass ihnen je so wohl gelang&lt;br /&gt;Und ich durch sie ließ meinen Gesang! &lt;br /&gt;Singen will ich aber nun als eh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weh meiner besten Zeit, &lt;br /&gt;Und weh meiner lichten, freudenreichen Tage,&lt;br /&gt;Die da waren ihrem Dienst geweiht!&lt;br /&gt;Nun bedrückt mich so manch sorgenvolle Klage, &lt;br /&gt;Die sie zwar hat von mir vernommen,&lt;br /&gt;Doch ihr nie zu Herzen konnte kommen!&lt;br /&gt;Weh&lt;br /&gt;gar [den vergangenen] Jahren!&lt;br /&gt;Die reuendlich [mir verloren] waren.&lt;br /&gt;Nimmer mehr klage ich als eh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr holdes Antlitz und ihr Lachen&lt;br /&gt;Und ihr Umgang betörten mich gar viel.&lt;br /&gt;Anders kann von ihr ich nichts hören machen.&lt;br /&gt;Fürwahr, es sündet, wer mich Prahlens zeihen will.&lt;br /&gt;Viel Sorgen hatte ich zu pflegen&lt;br /&gt;Und den Frauen selten beigelegen&lt;br /&gt;Weh,&lt;br /&gt;Wenn auch gern ich ihrer sah&lt;br /&gt;Und ihnen je das Beste sprach:&lt;br /&gt;Nichts mehr ward mir zuteile je.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles das, was vornehm sei,&lt;br /&gt;Man halt es umso lieber, nur nicht den getreuen Mann.&lt;br /&gt;Dem kommt man mit Schwere anbei.&lt;br /&gt;Verloren ist der, wer nun nicht ohne Treue kann.&lt;br /&gt;Dessen ward ich wohl gewahr,&lt;br /&gt;Als mit Treue ich ihr je zu Diensten war.&lt;br /&gt;Weh,&lt;br /&gt;Dass ihrer Treu ich nie genoss!&lt;br /&gt;Da stehe ich, der Freude bloß,&lt;br /&gt;Doch diene ich, was immer mir ergeh'.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn denn sie guten Wertes mich gedenkt,&lt;br /&gt;So könnte in der Welt nichts Liebers mir geschehen.&lt;br /&gt;Hätte Gott gebeten ich um Gnade als Geschenk,&lt;br /&gt;Die könnte nach dem Tode nimmer an mir vorüber gehen.&lt;br /&gt;Herum will ich niemals verzagen.&lt;br /&gt;Von Ihrem Ruhm und ihrer Ehre bis an mein Ende will ich sagen.&lt;br /&gt;Was,&lt;br /&gt;wenn sich mir besser sie erlass?&lt;br /&gt;Und täte meine Liebste das,&lt;br /&gt;Ich ließe fahren all mein Klagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(diutschiu übervart, 2010)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-9005082802060211264?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/9005082802060211264/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/ez-ist-site-der-nahtegal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9005082802060211264'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9005082802060211264'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/ez-ist-site-der-nahtegal.html' title='Ez ist site der nahtegal ...'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3283507917166544262</id><published>2010-12-16T02:42:00.004+01:00</published><updated>2010-12-16T02:57:55.922+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>Und du und ich, wir fahren zum Himmel ...</title><content type='html'>&lt;strong&gt;'Tú y yo subimos al cielo' - Yasmin Levy&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-F9VqkiUHx8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/-F9VqkiUHx8?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Siempre estaré a tu lado, siempre.&lt;br /&gt;Volveré a buscarte y el último tango&lt;br /&gt;lo bailaré con tu alma.&lt;br /&gt;Si pudiera, moriría por ti.&lt;br /&gt;Si pudieras, vivirías para mí,&lt;br /&gt;Si el tiempo dejara de pasar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y la tierra que te abraza está llorando.&lt;br /&gt;Y las flores que tenían color, ya lo perdieron.&lt;br /&gt;Pero yo te cuidaré allí arriba.&lt;br /&gt;¡Ay, tanta pena!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y tú y yo subimos al cielo...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Esta noche las estrellas se apagan.&lt;br /&gt;Esta noche no aparece la luna.&lt;br /&gt;Y el mundo se envolverá en la oscuridad.&lt;br /&gt;Vuela lejos, paloma mía, &lt;br /&gt;Y no mires hacia atrás&lt;br /&gt;Porque la vida no puede morir contigo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y la tierra que te abraza está llorando.&lt;br /&gt;Y las flores que tenían color, ya lo perdieron.&lt;br /&gt;Pero yo te cuidaré allí arriba.&lt;br /&gt;¡Ay, tanta pena!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y tú y yo subimos al cielo...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde immer an deiner Seite sein, immer&lt;br /&gt;Zu dir zurückkehren für einen letzten Tanz,&lt;br /&gt;den ich mit deiner Seele tanze.&lt;br /&gt;Wenn ich nur könnte, würde ich für dich sterben.&lt;br /&gt;Wenn du nur könntest, solltest du für mich leben.&lt;br /&gt;Wenn die Zeit aufhört zu vergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Erde, die dich fest umschließt, weint Tränen.&lt;br /&gt;Und die Blumen, die noch Farbe trugen, haben sie längst verloren.&lt;br /&gt;Aber ich werde Acht geben auf dich da oben.&lt;br /&gt;Oh, welch Pein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du und ich, wir fahren zum Himmel ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Nacht erlöschen die Sterne.&lt;br /&gt;Heute Nacht geht kein Mond auf&lt;br /&gt;Und die Welt versinkt in Dunkelheit.&lt;br /&gt;Flieg davon, mein Täubchen,&lt;br /&gt;Und schau nicht zurück,&lt;br /&gt;Denn das Leben kann nicht mit dir sterben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Erde, die dich fest umschließt, weint Tränen.&lt;br /&gt;Und die Blumen, die noch Farbe trugen, haben sie längst verloren.&lt;br /&gt;Aber ich werde Acht geben auf dich da oben.&lt;br /&gt;Oh, welch Pein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und du und ich, wir fahren zum Himmel ...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3283507917166544262?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3283507917166544262/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/und-du-und-ich-wir-fahren-zum-himmel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3283507917166544262'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3283507917166544262'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/und-du-und-ich-wir-fahren-zum-himmel.html' title='Und du und ich, wir fahren zum Himmel ...'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7880852126432149652</id><published>2010-12-15T02:27:00.007+01:00</published><updated>2010-12-16T02:58:50.094+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelhochdeutsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>In sô hôher swebender wunne</title><content type='html'>&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pGeXb0xeza4?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/pGeXb0xeza4?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;In sô hôher swebender wunne&lt;br /&gt;Sô gestuont mîn herze ane vröiden nie.&lt;br /&gt;Ich var, als ich vliegen kunne,&lt;br /&gt;Mit gedanken iemer umbe sie,&lt;br /&gt;Sît daz mich ir trôst enpfie,&lt;br /&gt;Der mir durch die sêle mîn&lt;br /&gt;Mitten in daz herze gie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Swaz ich wunneclîches schouwe,&lt;br /&gt;Daz spile gegen der wunne, die ich hân.&lt;br /&gt;Luft und erde, walt und ouwe&lt;br /&gt;Suln die zît der vröide mîn enpfân.&lt;br /&gt;Mir ist komen ein hügender wân&lt;br /&gt;Und ein wunneclîcher trôst,&lt;br /&gt;Des mîn muot sol hôhe stân.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wol dem wunneclîchen maere,&lt;br /&gt;Daz sô suoze durch mîn ôre erklanc,&lt;br /&gt;Und der sanfte tuonder swaere,&lt;br /&gt;Diu mit vröiden in mîn herze sanc,&lt;br /&gt;Dâ von mir ein wunne entspranc,&lt;br /&gt;Diu vor liebe alsam ein tou&lt;br /&gt;Mir ûz von den ougen dranc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Saelic sî diu süeze stunde,&lt;br /&gt;Saelic sî diu zît, der werde tac,&lt;br /&gt;Dô daz wort gie von ir munde,&lt;br /&gt;Daz dem herzen mîn sô nâhen lac,&lt;br /&gt;Daz mîn lîp von vröide erschrac,&lt;br /&gt;Und enweiz von liebe joch,&lt;br /&gt;Waz ich von ir sprechen mac.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Heinrich von Morungen, um 1225)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In so hoher schwebender Wonne&lt;br /&gt;Also stand mein Herz in Freude nie;&lt;br /&gt;Und ich war, als ob ich fliegen könne,&lt;br /&gt;In Gedanken stets da immer nur um sie.&lt;br /&gt;Seit ich ihren Trost empfing,&lt;br /&gt;Der mir durch die Seele, mein,&lt;br /&gt;Mitten in das Herze ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Wunderbares ich da schaue,&lt;br /&gt;Sei Spiel gen die Wonne, die da mein.&lt;br /&gt;Der Luft, der Erde, dem Wald, der Aue&lt;br /&gt;Soll also meiner Freude Zeiten sein.&lt;br /&gt;Ergriffen hat heiter mich ein großer Wahn&lt;br /&gt;Und sogleich ein wunderbarer Trost,&lt;br /&gt;Drum stehe hoch mein Mut wohl an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohl der wunderbaren Märe,&lt;br /&gt;Die so süß in meinem Ohr gar klang,&lt;br /&gt;Und der treibenden, sanften Schwere,&lt;br /&gt;Die voll Freude in mein Herz sank.&lt;br /&gt;Davon mir große Wonne entsprang,&lt;br /&gt;Die vor Liebreiz ganz wie ein Tau&lt;br /&gt;Mir aus den Augen drang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selig sei die süße Stunde&lt;br /&gt;Selig sei die Zeit, der holde Tag,&lt;br /&gt;Dass das Wort ihr ging vom Munde,&lt;br /&gt;Das so nah bei meinem Herzen lag,&lt;br /&gt;Dass mein Leib vor Freude erschrak&lt;br /&gt;Und vor Liebe ich nicht weiß,&lt;br /&gt;Wie ich zu ihr sprechen mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(diutschiu übervart, 2010)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7880852126432149652?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7880852126432149652/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/in-so-hoher-swebender-wunne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7880852126432149652'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7880852126432149652'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/in-so-hoher-swebender-wunne.html' title='In sô hôher swebender wunne'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4904634097750195879</id><published>2010-12-13T16:25:00.001+01:00</published><updated>2010-12-13T16:25:32.625+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>boundaries.</title><content type='html'>boundaries.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4904634097750195879?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4904634097750195879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/boundaries.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4904634097750195879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4904634097750195879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/boundaries.html' title='boundaries.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5616795004430020857</id><published>2010-12-02T20:57:00.009+01:00</published><updated>2010-12-10T09:43:24.166+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><title type='text'>אלי אלי</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=9vZXLpDe6O0"&gt;Eli eli - Nusach shel Regina Spektor&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;,אלי אלי&lt;br /&gt;שלא יגמר לעולם&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;החול והים&lt;br /&gt;רישרוש של המים&lt;br /&gt;ברק השמים&lt;br /&gt;תפילת של האדם&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;החול והים&lt;br /&gt;רישרוש של המים&lt;br /&gt;ברק השמים&lt;br /&gt;תפילת של האדם &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eli Eli,&lt;br /&gt;shelo yigamer le-olam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hachol ve-hayam&lt;br /&gt;Rishrush shel hamayim&lt;br /&gt;Baraq hashamayim&lt;br /&gt;Tfilat shel ha'adam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hachol ve-hayam&lt;br /&gt;Rishrush shel hamayim&lt;br /&gt;Baraq hashamayim&lt;br /&gt;Tfilat shel ha'adam&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eli Eli,&lt;br /&gt;Que jamais ne se finissent&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Le sable et l'océan&lt;br /&gt;Le grésillement de l'eau&lt;br /&gt;La clarté du ciel&lt;br /&gt;La prière d'homme&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Le sable et l'océan&lt;br /&gt;Le grésillement de l'eau&lt;br /&gt;La clarté du ciel&lt;br /&gt;La prière d'homme&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5616795004430020857?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5616795004430020857/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/blog-post.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5616795004430020857'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5616795004430020857'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/12/blog-post.html' title='אלי אלי'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4165509127497072560</id><published>2010-11-30T23:18:00.010+01:00</published><updated>2010-12-01T18:56:41.310+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><title type='text'>All die Farben - Once when the monde était tout simple</title><content type='html'>&lt;em&gt;Drafting la première partie du all-changing episode (hm... sounds comme un Sneak Peek pour Grey's Anatomy), I l'ai griffonné justement instead. En observant how far that goes for a tentative ("now he just devient indéchiffrable", vous might think correctement). Ben, here it vient.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;---------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I messed up. I could not change, what I would have had to change. Why could I not change things? Why could I not change myself? I would not know. Maybe it is because I had have become a picture on the wall, unchangeable, blurry, eternally the same.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Le monde à travers un cadre. Je suis nulle part et partout en même temps. Ce qui me coule. La magie d'un tableau, vous direz, c'est que le portrait vous toujours suive de regard. Penser que c'est de la sorcellerie de vous observer, vous est vous regards fuyant, toujours fuyant. Mais peut-être on n'a pas tous des yeux ? La vérité, du moins, en avait pas. Elle ne m'a même pas regardé une seule fois. Je quitte la galerie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Why do I leave? Ah, see, I'm carried away by a stranger. Which is odd. It is odd, because he is no stranger at all. It is me carrying away my picture. And I, as I notice, am carrying the same picture, a picture of me carrying away a picture of myself carrying away a picture of myself...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mis en abyme. Je tombe et tombe à travers d'un grand trou qui est ce que j'ai fait de moi, ma plus pure de liberté. Et ça me fait rien. J'éprouve rien d'inquiétant. Je n'en deviens même pas fou, je ne suis même pas désespéré, effrayé. Ce n'est que ce que j'ai toujours compté trouver.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;To fall and never hit the ground. Wishing this would never stop. This kind of falling, this kind of freedom, a life without consequences, a life without masks and blurry pictures, blurry sentences, unspeakable thoughts and unthinkable questions for what will happen next, only to make up for a unhappening future, a unhappening life, that once was hers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4165509127497072560?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4165509127497072560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/all-die-farben-once-when-monde-etait.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4165509127497072560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4165509127497072560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/all-die-farben-once-when-monde-etait.html' title='All die Farben - Once when the monde était tout simple'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-9190945481078582977</id><published>2010-11-29T14:48:00.005+01:00</published><updated>2010-11-29T16:28:18.024+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>Dos lidl fun goldenem land</title><content type='html'>&lt;em&gt;Oy nem guter klezmer dayn fidl in hant &lt;br /&gt;un shpil mir dos lidl fun goldenem land. &lt;br /&gt;Amol flegt mayn mame mit harts un gefil &lt;br /&gt;dos lidl mir zingn oy shpil ez mir shpil. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Un her ikh dos lidl dan shvebt far mir bald, &lt;br /&gt;mayn tayere mame ir liblekh geshtalt. &lt;br /&gt;Ir hartsiker shmeykhl, ir tsertlekher blik, &lt;br /&gt;zey vekn mir oyf mayn fargangenem glik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Amol iz geven in a goldenem land &lt;br /&gt;a kluger ben yokhid, a sheyner brilyant. &lt;br /&gt;Zi zingt un ez tiktakt dem zeygers amru &lt;br /&gt;un'z vigele hoydet zikh. Ay le lu lu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Un her ikh dos lidl, dos zize gezang, &lt;br /&gt;dan vet oyfn harts azoy umetik bang. &lt;br /&gt;un ez vilt zikh vi mayn mame mit harts un gefil, &lt;br /&gt;dos lidl mir zingen, oy shpil ez mir shpil. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Mordechaj Gebirtig, J.n.bek. vmtl.zw. 1939-42)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;O prend, mon beau klezmer ta vielle dans la main&lt;br /&gt;Pour jouer à moi une berceuse du pays d'Or.&lt;br /&gt;Comme ma belle mame du cœur sensiblement&lt;br /&gt;La chantait jadis, ô joues-la encore. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et comme je l'écoute, je la vois bientôt&lt;br /&gt;La douce forme de mame devant mes yeux.&lt;br /&gt;Son joli sourire, son regard aussi beau&lt;br /&gt;Réveillent en moi un bonheur reculé.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dans un pays d'Or une fois il était&lt;br /&gt;Un joli enfant, bien connu partout.&lt;br /&gt;Sa voix sur le tic-tac du horloger,&lt;br /&gt;Me berce dans ses bras, chantant : Ay lé lou lou.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et comme je l'écoute, cette douce chanson&lt;br /&gt;Elle met sur mon cœur l'immettable poids.&lt;br /&gt;Et comme ma belle mame il veut sensiblement&lt;br /&gt;Toujours la chanter, ô joues-la à moi.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-9190945481078582977?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/9190945481078582977/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/berceuse-dun-bonheur-revolu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9190945481078582977'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9190945481078582977'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/berceuse-dun-bonheur-revolu.html' title='Dos lidl fun goldenem land'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2446950694873100685</id><published>2010-11-25T16:50:00.008+01:00</published><updated>2010-11-25T17:27:56.689+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alpenveilchen vs. the World'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politisches'/><title type='text'>Die demokratische Volksrepublik gegen den Rest der Welt - und die eigene Bevölkerung</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article11179433/Nordkorea-und-0-0001-Millimeter-zum-Militaerschlag.html"&gt;&lt;em&gt;Welt Online - &lt;strong&gt;Nordkorea und die 0,0001 Milimeter zum Militärschlag&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Die Granaten schlagen um 14.34 Ortszeit (6.34 MEZ) auf der südkoreanischen Insel Yeonpyeong im Gelben Meer ein. Absender: nordkoreanische Artilleriegeschütze. Mindestens zwei Soldaten sterben, 18 Menschen erleiden Verletzungen, darunter auch Zivilisten.&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Das Artilleriebombardement verletze die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und schade dem Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel, sagt Sohn Seon-hong, Gesandter der Botschaft Südkoreas in Berlin. „Nordkorea muss sich für diese Attacke entschuldigen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nordkoreanische Truppenkommando denkt nicht daran, sich zu entschuldigen. Es beschuldigt vielmehr den Süden, die Eskalation provoziert zu haben und legt verbal nach: „Sollte die südkoreanische Marionettengruppe es wagen, auch nur 0,0001 Millimeter in Nordkoreas Hoheitsgewässer vorzudringen, wird die revolutionäre Streitmacht nicht zögern, weiter gnadenlose militärische Gegenmaßnahmen zu ergreifen.“&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Die irrlichternde Führung um Diktator Kim Jong-il zeigt schon lange keine rationalen Züge mehr. Aber sie mag sich mit dem aggressiven Akt bessere Chancen ausrechnen, neuen Atomverhandlungen ihre Bedingungen diktieren zu können. Washington will aber nicht verhandeln, solange Nordkorea sein Atomprogramm forciert. Und es machte deutlich, den südkoreanischen Verbündeten unter allen Umständen zu unterstützen – wenn es sein muss auch militärisch. Die USA haben 28.000 Soldaten in Südkorea stationiert. &lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Trotz desolater Wirtschaftslage, einer hungernden Bevölkerung und hoffnungslos zurückgebliebener technischer Entwicklung hält die stalinistische Machtelite weiter an der Ende der 60er-Jahre vom „Großen Führer“ und „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-sung entwickelten Chuch’e-Ideologie fest, die die eigene Größe und Autarkie in den Mittelpunkt jedes politischen Handelns stellt. Die zunehmende Isolation Nordkoreas scheint den gegenwärtigen Machthaber und Sohn des „Großen Führers“, den „Geliebten Führer“ Kim Jong-il, in einer Art Trotzreaktion eher darin zu bestärken, auf die eigene Stärke und Überlegenheit zu setzen. Die Führung aus Partei und Militär propagiert Chuch’e als eine selbst dem Marxismus-Leninismus überlegene Ideologie. Schon die Jüngsten in Kindergarten und Schule werden entsprechend indoktriniert, was Generationen von folgsamen und unkritischen Untertanen zu garantieren scheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Artillerieangriff fällt aber auch in die Zeit eines kritischen Übergangszustand in Pjöngjang, in dem die Macht im Schutze eines bizarren Personenkults um die Familie Kim vom „Geliebten Führer“ auf seinen 29-jährigen Sohn Kim Jong-un übergehen soll. Der offenbar sterbenskranke Kim Jong-il hat zuletzt in Peking das Plazet für diesen dynastischen Stabwechsel eingeholt, seinen Sohn zum General befördert und ihn im Führungszirkel der Partei etabliert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Experte Hilpert schließt nicht aus, dass sich der junge Kim mit dem Angriff auf die Insel einen Namen als militärischer Führer machen und sich Respekt bei den Parteigenossen verschaffen will. Ähnlich agierte sein Vater in den 80er-Jahren, in einer Zeit also, da er vom Vater zum Nachfolger aufgebaut wurde, um nach dessen Tod 1994 die Macht zu übernehmen. Die Suggestion des ständigen Kriegszustandes und der permanenten Bedrohung dienen als innenpolitische Machtkrücken der Herrscherelite. Wie lange das noch so gehen kann – niemand wagt eine Prognose, aber viele hoffen, dass das politische System implodiert.&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist so weit: Nordkorea packt wieder aus. Und sie sind an Perfidität nicht zu übertreffen, in einer Zeit, wo die Weltgemeinschaft schlecht wegschauen kann. Eine Weltgemeinschaft, die im Bezug auf Nordkorea wenig andere Mittel kennt. Schon im März und im August hielt Südkorea die Füße mit Mühe still, setzte man den hämischen Provokationen der PadAK wenig entgegen. Wie oft man sich in Seoul noch ins Gesicht spucken lässt, wie lange Myung-bak noch Affronts hinzunehmen weiß, bleibt abzuwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eins scheint festzustehen: Die Provokationen werden schlimmer und angesichts des aufgeheizten Feldes in der Führungsriege der Partei unter alten, debilen und jungen, mit der Staatspropaganda indoktrinierten Militaristen wohl auch häufiger, bis die UN und speziell die USA reagieren. Eine Reaktion aber ist zwiespältig. Wer militärische Aggressionen belohnt, wird nur weitere militärische Aggressionen ernten. Das gilt nicht nur für Nordkorea, sondern auch für andere Staaten in einem ähnlichen Bedrohungspotenzial, etwa dem Iran oder anderer Schurkenstaaten: Wer die Bombe erst hat, kann sich fast alles erlauben, muss nur ausreichend stänkern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Währenddessen hält Peking sich im Hintergrund und ruft nur zur Besonnenheit auf; das zeigt noch mehr, wie sehr sich China zur Marionette des kleinen Schurkenstaates im Osten macht. Klare Worte und Konsequenzen müssten her, denn Pjöngjang kann nur wenig daran gelegen sein, ihren letzten größeren Verbündeten zu verlieren. Die Chinesen können gerade jetzt beweisen, ob sie der internationalen Verantwortung gewachsen sind, welche sie seit Jahren in der Welt anstreben. Leider sieht es so aus, als würde man eher wenig Lust auf die eigene Mittlerrolle haben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;China scheint sehr pikiert zu sein, letztendlich können sie sich aber auch rein von der ideologischen Auffassung her schlecht von Nordkorea abwenden. Deshalb auch die starke Zurückhaltung, wenn dort mal wieder Schabernack getrieben wird. In Peking tut man gern so, als würde man in aller Reife und Neutralität draufgucken, im Endeffekt wird denen aber auch ziemlich warm werden, wenn sowas abgeht, weil sie rein theoretisch eine Mittlerrolle innehaben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peking stellt seit mehreren Jahren vehement den Anspruch, in der Welt mitreden zu dürfen. Dass es dieser Verantwortung aber nicht gewachsen ist, zeigt es immer wieder deutlich; würde China seinen "guten Draht" zu Staaten wie Nordkorea verlieren, sähe das für die Weltöffentlichkeit nicht sonderlich positiv aus. Was meiner Meinung nach auch entscheidend ist, ist dass man in der fernöstlichen Staatsphilosophie (das ist eine starke Verallgemeinerung, es scheint allerdings tatsächlich ein generelles Phänomen unter den asiatischen Staaten zu sein) als schwach gilt, wenn man zu oft strauchelt. China hat sich für einen Weg entschieden, nämlich den an der Halbseite Nordkoreas. Dass das rein für chinesische Belange wohl ein Fehler war, dürfte ihnen mittlerweile klar sein; aber von diesem Weg abweichen, das birgt immer auch ein bisschen einen Gesichtsverlust. Und die chinesische Regierung hat bewiesen, dass sie eine heiden Angst haben, dass man mit dem Finger auf sie zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Vergleich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soldaten insgesamt&lt;br /&gt;1.106.000 (Nordkorea)&lt;br /&gt;687.000 (Südkorea)&lt;br /&gt;240.000 (Deutschland)&lt;br /&gt;1.479.000 (USA)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streitkräfte in Reserve&lt;br /&gt;~ 7,7 Mio. (Nordkorea)&lt;br /&gt;~ 4,5 Mio. (Südkorea)&lt;br /&gt;315.000 (Deutschland)&lt;br /&gt;1,1 Mio. (USA)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man dies jeweils an die Bevölkerung aufgerechnet (man rechnet mit 23 bis 24 Mio. Nordkoreanern und 50 Mio. Südkoreanern), gibt das ein sehr krasses Bild vom Konflikt auf der Koreanischen Halbinsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufrüstung findet beidseitig statt und der Konflikt wird nur von einem dünnen Hemdchen an internationalem Verhältnis in Form eines brüchigen Waffenstillstandes im Zaum gehalten. Das spiegelt sich sowohl in der Wehrorgansiation als auch in der strategischen Wahrnehmung &lt;em&gt;beider&lt;/em&gt; Koreas wider. Pjöngjangs Drohgebahren, so steht zur Behauptung, bewaffnete Macht statt Internet für alle, sei folglich ein Kalkül, das in der Wirklichkeit siedelt, und kein wahnhaftes Treiben alter Männer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es geht nicht um Bewaffnung statt Internet, sondern um Bewaffnung anstelle von lebenswirtschaftlicher, sanitärer, medizinischer und menschenrechtlicher Grundversorgung. Die Prozentzahl der aufgrund der Prioritätenverlagerung gestorbenen Menschen (sei es nun aufgrund von Hunger, fehlender oder mangelhafter medizinischer Versorgung, untragbaren Hygienezuständen) seit Anfang der 90er-Jahre ist zweistellig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das rechnet im Übrigen die politischen Gefangenen, die unter unmenschlichen Verhältnissen eingesperrt sind, noch nicht ein, genausowenig wie praktizierte Folter, illegale, öffentliche Hinrichtungen, Terrorismus. Und die völlige Aberkennung von Freiheitsrechten ist da ebenfalls ein Faktor. Ich verweise dabei darauf, dass Nordkorea zu den Unterzeichnern von UN-Pakt I und II (Zivil- und Sozialpakt) gehört und dennoch die desolaten, menschenunwürdigen Zustände im Land nicht nur billigend inkauf nimmt, sondern auch noch rigoros zur regulären Praktik der Staatspolitik macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich brauchen sie dieses Bedrohungsgerüst und die militärische Grundstruktur, die letztendlich auch die ideologische Ordnung von Chuch'e zusammenhält. Ich erkenne der nordkoreanischen Regierung auch ihre Fähigkeit zu Kalkül und Logik nicht ab. Gerade die neuerliche Provokation zu genau diesem Zeitpunkt unter genau diesen derzeitigen Bedingungen zeigt ja, dass sie durchaus wissen, wie sie ihre Karten zu spielen haben, um den größtmöglichen Störfaktor zu erreichen. Nicht zuletzt aufgrund dieses Kalküls haben sie sich ja auch die Chinesen zum Instrument gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber eine parteiliche Regierung unter einer Riege faschistoider Mittachtziger, die das eigene Volk im Namen einer hirngespenstigen Illusion von Autonomie unterjochen; das ist pure Tyrannei. Und ein solches System als ausführbar zu betrachten, das hat nach heutiger, nach moderner, historisch absolut berechtigter Auffassung mit rationalem Verhalten nichts gemein. Dass ihr Gebahren sich rational aus ihrer selbst verursachten Situation ergibt, macht die Sache dabei nicht weniger verabscheuungswürdig, es beweist nur, wie unfähig praktizierter Realsozialismus zur Funktionalität ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bestreite dabei nicht, dass ihre Interessenpolitik in ihrer Basis zumindest nicht völlig illegitim ist, allerdings, und so muss man es sehen, war und ist es Pjöngjang, das sich friedlichen Verhandlungen verwehrt. Dass auch Südkorea seinen Anteil im Konfliktpotenzial hat, ist dabei gar nicht von der Hand zu weisen, nur schießen die Südkoreaner eben immer &lt;em&gt;zurück&lt;/em&gt; und das nicht aus Provokationswillen, sondern als Antwort auf vorangegangene Anschläge durch Nordkorea.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sprechen nicht von einem Nahost-Konflikt oder einem Georgienkrieg, wo der Schuldige erst gesucht werden müsste. Wir sprechen von einer Nation, die eine offene, internationale Bedrohung darstellt und regelmäßig rein aus dem Zweck der Druckausübung heraus Anschläge lanciert und darüber hinaus zur bloßen Aufrechterhaltung ihres Zwecksmittels (Gott bewahre, wenn die Nordkoreaner keine Bombe haben) die Grundinteressen ihrer Bürger und Inländer - nämlich Substanzen wie Menschenrechte, zivile wie soziale Grundversorgung, Freiheit - bewusst kompromittiert und untergräbt. Und das ist das Vorgehen einer die Dimensionen des Begriffes "faschistoid" sprengenden Regierung in einem als demokratische Volksrepublik ausgerufenen Staatsgebilde. Mit Vernunftbegabtheit hat das nicht einmal mehr randig etwas zu tun, es ist blinder, mordsgefährlicher Fanatismus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2446950694873100685?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2446950694873100685/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/die-demokratische-volksrepublik-gegen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2446950694873100685'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2446950694873100685'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/die-demokratische-volksrepublik-gegen.html' title='Die demokratische Volksrepublik gegen den Rest der Welt - und die eigene Bevölkerung'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8431732473591474825</id><published>2010-11-24T21:53:00.011+01:00</published><updated>2011-02-23T15:29:06.002+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lernmaterialien'/><title type='text'>Erec, fils du roi Lac - diu kunde von aventiure, von grôzer arebeit und vil wüenneclîche sîn</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;Einführung in die Sprachgeschichte&lt;br /&gt;WS 2010/11, B_Ge_1&lt;br /&gt;Weiß, S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://npshare.de/files/100af966/SGErec-Inhaltszusammenfassung.pdf"&gt;&lt;strong&gt;Inhaltszusammenfassung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hartmann von Aue – &lt;em&gt;Erec&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. Oktober 2010&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Ausarbeitung steht frei zur Verfügung und kommt in ihrer Qualität anderen Arbeiten, welche für einen Preis von 3,50 € oder mehr erhältlich sind, auf alle Fälle gleich. Die Zusammenfassung ist umfassender und ausführlicher als manch andere, legt dafür aber gesteigerten Wert auf die chronologische Anordnung und die Richtigkeit der Bezeichnungen. Die Abschnittsbezeichnung erfolgt nach den Kapitelvorschlägen in &lt;em&gt;Reclam 18530&lt;/em&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8431732473591474825?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8431732473591474825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/erec-fils-du-roi-lac-diu-kunde-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8431732473591474825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8431732473591474825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/erec-fils-du-roi-lac-diu-kunde-von.html' title='Erec, fils du roi Lac - diu kunde von aventiure, von grôzer arebeit und vil wüenneclîche sîn'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2087649980258211690</id><published>2010-11-21T12:07:00.004+01:00</published><updated>2010-11-21T12:27:02.748+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>All die Farben - La vérité trahit l'avenir</title><content type='html'>Comme la vérité criait d'amour, je tombai des nues où mollement j'eusse fait mon lit. Je ne comprennais pas, je ne comprend pas maintenant et je ne veux même pas comprendre, pourquoi elle reclamait de l'amour, quand elle est censé de reclamer moi. Est-elle plus que la vérité ? Est-elle plus qu'un sort ? J'en sais rien. J'en sais rien et je ne comprend pas et, d'un moment à l'autre, la vérité m'est glissé entre les doigt, fond toute ensemble avec mes nues en flaque laiteuse couvrant le sol, blancheur, blancheur partout, la blancheur d'un papier blanc, une histoire qui n'a jamais été écrite.&lt;br /&gt;A la télévision, une documentation en Anglais; &lt;em&gt;Connie Perris from Birmingham paces up and down the corridor slightly in order to not get shaky.&lt;/em&gt; J'ai pitié de Connie, alors que je marche le long du couloir afin de peut-être croiser l'avenir. Et là, je tombe au sol, crie d'amour, crie la vérité. Il ne sert à rien, elle ne me revient pas. Elle ne me revient jamais.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2087649980258211690?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2087649980258211690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/all-die-farben-la-verite-trahit-lavenir.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2087649980258211690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2087649980258211690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/all-die-farben-la-verite-trahit-lavenir.html' title='All die Farben - La vérité trahit l&apos;avenir'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8852345410192606297</id><published>2010-11-20T20:17:00.004+01:00</published><updated>2010-11-24T22:18:27.611+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alpenveilchen vs. the World'/><title type='text'>Du bist Steuerzahler - oder Josh</title><content type='html'>Als Antwort auf folgendes Video:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="640" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xEDeoDAnzlI?fs=1&amp;amp;hl=en_GB"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/xEDeoDAnzlI?fs=1&amp;amp;hl=en_GB" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine gute Idee und auch wünschenswert individualistisch. Allerdings sind viele der﻿ Äußerungen unausgereift und unüberlegt. Das ist schade.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;Damit ich von deinem Kommentar profitieren kann, brauche ich es natürlich konkreter. Also: Welche Äußerungen sind deiner Meinung nach unausgereift und unüberlegt? Und warum?&lt;/blockquote&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich meine beispielsweise die Anwendung des Spots auf die Realität, also wo gesagt wird: "Stellt Euch mal vor, Eure Kampagne hätte Erfolg, und die Leute würden gleich nach dem Film Kinder machen. Werden diese Eltern später nicht enttäuscht sein?" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist nun dieses Euphemisieren des Kinderkriegens durch den Spot eine ziemlich seltsame Augenwischerei. Aber indem man diese Augenwischerei umkehrt (vgl. "Wart ihr als Kinder glücklich?") bzw. stur und linear anwenden will, um ihre Stumpfsinnigkeit unter Beweis zu stellen, wird sie nicht entkräftet. Der Punkt ist ja gerade, dass der Spot eine völlig einseitige Darstellung vornimmt, dass eben nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Genauso ist aber auch nicht alles zukunftslos oder enttäuschend. Kritik sollte erörternd vorgehen, das heißt, sich auch mit dem Gegenstand auseinandersetzen, ihm nicht nur entgegen reden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann sind da noch Äußerungen wie "Zerreißt doch den Generationenvertrag, den von uns sowieso keiner unterschrieben hat." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vertragsrecht tut das jeder deutsche Staatsbürger mit Erhalt der Staatsbürgerschaft, mit seiner Geburt oder seiner Einbürgerung also. Die Einbürgerung ist eine freiwillige Entscheidung durch den Neubürger selbst oder aber seine Erziehungsberechtigten, bei der Geburt handelt es sich um eine (mehr oder weniger determinierte) freiwillige Entscheidung der Eltern, ihr Kind als deutschen Bürger zu erziehen. In der Gesellschaftstheorie ist das eine offene, vertragliche Übereinkunft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dadurch wird auch die Diebstahlsanklage nichtig; der Bürger zahlt Steuern, zahlt Sozialabgaben, und das nicht für die anderen, sondern um sein eigenes gesellschaftliches Leben zu gewährleisten und abzusichern. Das Individuum kann ohne Gesellschaft nicht leben, deshalb muss es sich in sie integrieren. Damit diese Gesellschaft entstehen kann, müssen alle ihre Mitglieder an ihrem Erhalt interessiert sein. Nun nennen wir uns Sozialdemokratie, was bedeutet, dass die Gesellschaft das Individuum trägt. Durch die Steuerabgaben ermöglicht der Bürger den infrastrukturellen Fortbestand der Gesellschaft (naja, und den der unanständigen hohen Diäten), durch die Sozialabgaben versichert er sich nicht nur selbst gegen eventuelle missliche Lebenssituationen, er garantiert anderen Individuen die Existenz, welche ohne die Gesellschaft zugrunde gehen würden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"In Eurer Demokratie ist ja fast alles erlaubt, wenn die Mehrheit es gut findet." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehrheitsentscheid ist eine grundlegende Teildefinition von 'Demokratie' und die Verhältnismäßigkeit ist durch sie prinzipiell gewahrt. Du wirst aber feststellen, dass zur Definition des Wahlverfahrens in Deutschland noch eine andere Art der Entscheidung Anwendung findet, nämlich das Verhältniswahlrecht, welches vor allem bei der Zusammenstellung der Parlamente, also der Auswahl unserer direkten Interessenvertreter, eine Rolle spielt. So kommt es eben, dass eine Minderheit von beispielshalber grünen Politikern immer noch Entscheidungsanteil in einem sonst von CDU/CSU und FDP regierten Land hat und damit im Idealfall die Interessen ihrer Minderheit an Wählern vertritt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Pech für [...] die ohne Wahlrecht, also für uns." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zähle Kinder sehr gern zur Gesellschaft und ich würde alles tun, damit ihnen die sozialen Rechte, die sie haben, erhalten bleiben, nein, sogar dass sie noch mehr bekommen. Aber mündigkeitsbedürftige Bürgerrechte ohne Rechtsmündigkeit halte ich für fatal. Ich glaube auch, dass es einem Kind nicht sonderlich gut tut, politischer Entscheidungsträger zu sein. &lt;br /&gt;Wenn es im Video um ein Wahlrecht ab 14/16 geht, halte ich das prinzipiell für diskutabel, das hätte dann aber anders formuliert werden müssen. Im Prinzip sind die derzeit in der Bundesrepublik vorherrschenden Wahlgesetze universell und sehr gerechtfertigt; und darüber besteht ein Konsens, der höchstens von Royalisten abgefochten werden kann. Um für ihre Änderung zu plädieren, bedarf es schon einer weitausschweifenden Argumentation, die auf den Grundprinzipien des Wahlrechtes aufbaut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir gefällt die Kritik am Normmenschen sehr und ich halte sie auch für korrekt und wichtig. Aber ich finde, das schmeißt in Verbindung mit dem Video zu viel in einen Topf. Das ist vor allem auch ein Kompetenzenproblem: Die Stelle, die solche Filme zu einem bestimmten Zweck in Auftrag gibt, hat mit der Deindividualisierung der Gesellschaft wenig zu tun, genauso wie der Zweck des Videos damit nicht zusammenhängt. Die Spots bejahen ja gerade den individuellen gesellschaftlichen Wert eines Menschen, in dem Fall speziell des Kindes. Was hier aber geschieht, ist Einzelaussagen zu nehmen und sie teilweise aus ihrem Zusammenhang in der Hauptaussage der Spots zu reißen, was den reellen Wert ziemlich verzerrt und die Kritik etwas fragwürdig macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und versteh mich da bitte nicht falsch, ich mag deine Arbeit und die Idee ist wirklich sehr hübsch und ihre Umsetzung formal sehr ansprechend. Ich finde nur, dass sie sich stärker mit den angesprochenen Problemen auseinandersetzen sollte, es fehlt hier und da ein bisschen die Argumentationsgrundlage oder die Konzentration auf das eigentlich Wesentliche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, das war ein bisschen hilfreich für dich, so oberlehrerhaft es vielleicht klingen mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Danke für deine ausführliche Kritik. Das bekommt man hier auf Youtube ja nur sehr selten. Und ich verstehe auch deine Punkte. Du hast Recht. Eigentlich kann keiner das Video verstehen, der meine prinzipielle Weltsicht dahinter kennt. Ich bin nämlich nicht der Meinung, dass es in Ordnung ist, die Mitglieder der Gesellschaft in einen Gesellschaftsvertrag zu zwingen. Aber das braucht natürlich eine längere Erklärung. Deine Kritik ist also berechtigt. Falls dich der Hintergrund interessiert, habe ich dazu eine ganze Seite: www.voluntarist.de&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8852345410192606297?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8852345410192606297/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/du-bist-steuerzahler-oder-josh.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8852345410192606297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8852345410192606297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/du-bist-steuerzahler-oder-josh.html' title='Du bist Steuerzahler - oder Josh'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2716551591212303307</id><published>2010-11-17T19:46:00.005+01:00</published><updated>2010-11-20T20:16:54.757+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alpenveilchen vs. the World'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interpretation'/><title type='text'>Gake no Ue no Ponyo - Konfliktbefreitheit von Kinderfilmen</title><content type='html'>Auf folgende Argumentation:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;Es ist quasi nichts passiert, die Überflutung schien niemanden wirklich zu kratzen, der böse Zauberer tat keine bösen Dinge und die Verschmutzung durch die Menschen hält an. Ich hätte mir mehr erwartet.&lt;br /&gt;[...]&lt;br /&gt;Es gab wirklich nur wenige Stellen, vor allem zu Beginn, in der mich der Anime einfangen konnte. Später wurde das Geschehen dünn, nicht logisch und konfliktlos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Der Mond gerät aus seiner Umlaufbahn, Sateliten stürzen vom Himmel"&lt;br /&gt;...Die Lösung dafür wurde nicht offenbart. Darüber haben wir auch nach dem Besuch gesprochen. Der Mond wurde einfach vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"die Insel wird überschwemmt"&lt;br /&gt;...Nicht, dass es die Bewohner auf ihren Booten aus der Verfassung gebracht hätte. Keiner schien entsetzt oder psychisch am Boden zu sein, nachdem ihr Hab und Gut weggeschwemmt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sousuke muss sich entscheiden, ob er Ponyo auch als Fischform lieben könnte"&lt;br /&gt;...Die Entscheidung bot keinerlei Konflikt. Sousuke sagt "ja" und gut ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"die Umweltkritik des Vaters, welcher die Menschen durch die Verunreinigung verabscheut."&lt;br /&gt;...Das wurde auch im Laufe der geschichte einfach fallen gelassen. Dafür, dass er darauf hinarbeitete die Menschen zu vernichten, kam er erstaunlich gut mit den alten Damen vom Heim klar. Außerdem kein Wort mehr über Verbesserung der Umwelt. Es wurde - wie so vieles einfach vergessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist schon klar, dass Ponyo ein Film für Kinder ist. Aber meiner Meinung funktioniert er nicht bei Erwachsenen (oder in meinem Fall bei Jugendlichen die sich für erwachsener als Kinder halten). Ich finde diese Ruhe, wie du sie nennst, einfach zu dröge, da ginge mehr. Zum Beispiel eben die Beendung der Konfliktstränge die angefangen wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und kurz: Die Konflikte sind kaum zu spüren. Ich würde sogar sagen, dass sie gerade zu vergessen wurden, subtil wäre was anderes.&lt;/blockquote&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fujimoto will die Menschen, soweit ich weiß, zu keinem Zeitpunkt auslöschen. Die große Katastrophe entsteht dadurch, dass Ponyo für ihre Menschwerdung unheimlich viel Magie aufbringt, während Fujimoto Ponyos Mutter herbeiruft. Das lässt die Welt aus den Fugen geraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist dann auch irgendwo eine Insel im Ostpazifik, da kommen Überschwemmungen häufig vor. Deshalb hat auch das höchstgelegene Haus der Insel - das Haus von Sosuke und Lisa - den Funkmast; es wird eigentlich auch ziemlich deutlich gezeigt, dass Lisa mit dem Prozedere bei Überschwemmungen vertraut ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;Und ihr wollt mir doch nicht erzählen, dass die Leute dort regelmäßig so derbe Überschwemmt werden. Das war mindestens eine Jahrhundertflut.&lt;/blockquote&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ja, aber die Leute auf den Booten, deren Gelassenheit du angesprochen hast, sind Wasser in ihrer Gegend nunmal gewohnt. Alles was über das Normalmaß hinausgeht, wird für mein Empfinden sehr gut als unfassbar und beunruhigend dargestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fujimotos Geist wird vom sorglosen Umgang der Menschen mit dem Meer korrumpiert (er IST das Meer, folglich taucht jeder Müll, den man hinein sondiert, auch wieder in seinem Denken auf), deshalb verspürt er auch einen dermäßigen Hass auf sie. Die Präsenz von Granmammare beruhigt seinen aufgebrachten Geist aber. Das sieht man sehr schön daran, wie wenig Obsession er nach ihrem Auftritt noch dafür hat, Ponyo wieder gefangen zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Granmammare ist die Schlüsselfigur für das Ende, für die Besserung der Lage. Von Koichi, Ponyos Vater, wird sie als die Göttin des Meeres bezeichnet, in der Originalfassung ist sie wohl so etwas wie Guanyin (jap. Kannon), Godess of Mercy; die, welche den Wohlbestand der Welt überwacht. Es ist ihre Unsterblichkeit und ihre Weisheit, die dem Meer, welches sich erhoben hat, seine ewige Ruhe wiederschenkt. Das ist pretty much ein Sintflut-Thema, Fujimoto ist die Naturgewalt des Meeres, welche sich gegen den Menschen aufbäumt und ihn dazu mahnt, die Natur zu respektieren. Granmammare ist die Barmherzigkeit, die aus demselben Aufbrausen heraus Gestalt angenommen hat, weil es die Liebe war, die die Welt aus den Angeln riss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man hat hier beinahe sehr subtile Parallelen zum Gilgamesch-Epos, ein Wesen der Natur wird zum Menschsein "bekehrt", was aus sich heraus schon einen übergeordneten Konflikt auslösen muss. Diese Parallelen sind aber zugegebenermaßen sehr weit hergeholt.&lt;br /&gt;Jedenfalls führt Ponyo ein Zwischendasein, halb Mensch, halb Meerjungfrau, dazu noch mit der Magie von Fujimoto ausgestattet. Ihre Liebe zu Sosuke war so stark, dass sie die klare Trennung von Naturdasein und Menschendasein überschreiten konnte, was wie schon benannt zur Katastrophe führte. Nur durch die Wiederherstellung der Balance gerät alles wieder in seinen alten Zustand zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Film erzählt eine kleine Geschichte, als sei sie das Schicksal der Welt, und das allein halte ich für unglaublich schlau und schön und weist auf eine Vielzahl von starken Konfliktfeldern hin. Die Korruption der Natur durch den Eingriff des Menschen, das Thema des Naturkindes, das sich in einen Menschen verliebt, und die Tatsache, dass von dieser Liebe das Schicksal der Welt in der Versöhnung von Mensch und Natur abhängt, solltest du aus Princess Mononoke wiedererkennen. Natürlich wurde es dort um einiges epischer und konfliktreicher erzählt, aber du kannst einem kleinen Kind nunmal keinen von korrumpiertem Schleim zerfressenen Wildeber zeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer sich natürlich ins Kino setzt und erwartet, dass einem in einem Kinderfilm alles brühwarm und offen aufgetischt wird, der schaut zu viel amerikanisches Fernsehen und wurde mit KiKa großgezogen. Der Film wird gern als der Untergang von Ghibli beschrieben, ich finde aber, man versteht sich hier weiterhin sehr gut darauf, die Subtilität von menschlichen Gefühlen, ihre Ängste vor Trennung, Entartung und davor, von den Ewigen im Stich gelassen zu werden, und die Stärke, welche aus der Versöhnung zwischen Ewigem und Sterblichen einhergeht, darzustellen. Mit Fokus auf Kinder von 4-12. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;Wo wurde erwähnt, dass Fujimoto das Meer ist? Er ist doch ein Zauberer der einst ein Mensch war, dieses Dasein jedoch irgendwann als schlecht empfand und sich unter Wasser begab. Wäre er das Meer müsste er wohl kaum mit einem U-Boot-Ähnlichem durch das Meer hindurch seiner Tochter nachjagen. &lt;br /&gt;Der Topf, Brunnen, als was man es auch bezeichnen mag, dass sich im U-Boot in einem (eigentlich) verschloßenen Raum befand enthielt eine Substanz die Fujimoto herstellte und sammelte um damit das Meer von der Verschmutzung der Menschen zu befreien. Ich bin mir nicht mehr genau sicher wie, aber ich glaube er wollte die Erde damit überschwemmen. Man hat auch gesehen, was das noch völlig unvollendete Gebräu ausgelöst hat. Es hat nicht nur eine Sturmflut ausgelöst, sondern auch die ganze Gegend unter Wasser gesetzt. (Dank Mond schätze ich)&lt;/blockquote&gt;&lt;/em&gt;Fujimoto ist ein Aspekt des Meeres, wenn du es so willst. Granmammare und Ponyo sind ebenfalls Aspekte des Meeres. Durch die Macht seiner Magie wird Fujimoto die Naturgewalt, Granmammare durch ihre unsterbliche Weisheit die Ewigkeit des Meeres und Ponyo ist die Belebtheit. Anders als die Ewigkeit, die gegen kurzweiligen Schaden immun ist, und anders als das Leben, das sich mit seinem Drang zu Überdauern jedwedem Angriff zu entziehen vermag, wird Fujimotos unmittelbares Wesen von der ebenfalls unmittelbaren Belastung der See korrumpiert (ja, ich mag den Begriff hier in diesem Zusammenhang sehr). Ihm fehlt die Weisheit und das Streben nach Ewigkeit, weil er eben doch nur ein Mensch mit übermäßig viel Macht ist. Im Übrigen ist Fujimoto auch ein verqueres Abbild der Menschheit, allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang, bei dem man übrigens schon wieder die Problematik der überschrittenen Grenzen zwischen Menschendasein und Naturdasein hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2716551591212303307?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2716551591212303307/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/gake-no-ue-no-ponyo-konfliktbefreitheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2716551591212303307'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2716551591212303307'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/gake-no-ue-no-ponyo-konfliktbefreitheit.html' title='Gake no Ue no Ponyo - Konfliktbefreitheit von Kinderfilmen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3656328530560071360</id><published>2010-11-15T21:22:00.009+01:00</published><updated>2010-11-20T20:16:47.548+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alpenveilchen vs. the World'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Interpretation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>Interpretationsansätze: Max Frisch - Homo Faber</title><content type='html'>Ein Video von Jerome-Denise Andre, einer Internetbekanntschaft, sozusagen. Ich will hier meine Gedankengänge zum Buch (das ich nie gelesen habe, nur in Auszügen kenne) nur mal breittreten, der Text stammt aus einem Internetforum und dient im Idealfall der Verbesserung Jeromes Arbeit, nicht dazu ihn kleinzureden.&lt;br /&gt;Wird vielleicht ne Rubrik; Rezensenten, Essayeurs und Intepretanten in Grund und Boden labern. Yay!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hrRemZnkqCw?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/hrRemZnkqCw?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;\o/ 9 Minuten Video: 6 Minuten Inhaltsangabe. 2 Minuten Pseudo-Interpretation. 30 Sekunden Rezension.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jerome, eine Rezension soll sich hauptsächlich zur Leseerfahrung äußern, auf keinen Fall soll sie eine dermaßen ausführliche Inhaltsangabe enthalten. Gib in 1-2 Sätzen die inhaltliche Thematik vor und bringe Inhaltsschwerpunkte dort an, wo du spezifisch über sie sprichst, aber ansonsten hat eine Inhaltsangabe in einer Rezension eigentlich überhaupt nichts zu suchen. Und wenn du schon so ausführlich auf die Handlung eingehst, warum bringst du dann nicht an entsprechender Stelle deine rezensiven Momente an? Es gibt genau eine Aussage, die mir als deinem Rezipienten und damit potenziellen Leser des Buches einen Blick auf die Gestalt des Buches gibt - und das ist ein schnöder Nebenkommentar: "Faber ist technikgläubig, versteht sich... 50er-Jahre, Aufbruchsstimmung" Beinahe alles andere in der Rezension hättest du dir eigentlich sparen können, das ist nämlich unnötig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich sehr gestört hat, ist dass man dir deutlich anmerkt, dass du mit der Thematik überhaupt nicht firm bist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist einmal offensichtlich, weil man wirklich aller paar Sekunden das Mausrad scrollen hört. Ja, du darfst dir Aufzeichnungen machen, das gehört zu deiner Vorbereitung und zur zuschauergerechten Inszenierung, aber entweder, du druckst dir deine Aufzeichnungen aus, oder du machst Schnitte im Video (sehr gut übrigens auch für Stellen, an denen du planlos irgendwo hinguckst und nicht weißt, was du sagen willst - sowas gehört höchstens als äußerst belustigendes [...not] Outtake ans Ende des Videos), oder du besorgst dir irgendeinen dynamischen Scroller, der für dich den Text weiterzieht. Ideal wäre es natürlich, wenn du nicht so viel Text hättest, dass du in die Verlegenheit kommst, scrollen zu müssen. Auch das gehört zu deiner Vorbereitung, du musst mit wenigen Stichpunkten auskommen, dir deine Präsentation so gut verinnerlichen, dass du frei sprechen kannst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein andermal wird das deutlich, wo du sagst, dass du dir Sekundärliteratur besorgt hast. Nicht, dass das was Schlechtes wäre, aber ganz ehrlich, wenn ich mir Sekundärliteratur durchlese, dann kann ich schon über einzelne dramaturgische Momente oder genuine Mittlungsmethoden über 9 Minuten reden. Beschäftige dich entweder richtig mit der Thematik, oder lass den interpretatorischen Aspekt offen. Deine Interpretationsversuche hier sind großer Mist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum ist das so?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du beginnst damit, Frischs Schreibstil zu beschreiben (was nicht mal wirklich Interpretation ist, aber gut, ist ja vorangestellt). Nein, eigentlich nennst du ihn nur "glänzend", "hervorragend" und "brillant". Schön und gut, das kann man dir jetzt glauben oder nicht, allerdings tut es ohne Beleg wenig zur Sache. Ich kenne auch Leute, die finden Stephanie Meyer brillant. Und dann kommt der große Gong der Ahnungslosigkeit: Max Frisch einer der besten deutschen Autoren? Das ist für einen Schweizer schon eine Leistung, muss ich zugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Max Frisch ist einer der größten deutsch&lt;strong&gt;sprachigen&lt;/strong&gt; Autoren, und der Unterschied ist hier so gravierend, dass es sich nicht mal um Krümelkackerei handelt, das auszuklamüsern. Wenn du dich irgendwann mal mit Dürrenmatt beschäftigst, wird das wiederkommen: Die Schweizer Literatur existiert gerade in den 40er-, 50er- und auch noch 60er-Jahren vollkommen distant zur deutschen und auch zur österreichischen Literatur. Warum? Nachkriegsdeutschland, Nachkriegsösterreich kontra neutrale Schweiz. Während die anderen beiden deutschsprachigen Länder in ihrer Kunst noch größtenteils das schwere Erbe zu verorten suchen, sich ihre deutsche Sprache mühselig aus der Instrumentalisierung der Nazis zurückerkämpfen und Bilanzen über den hinterrücks erdolchten Humanismus und seine wünschenswerte Widergeburt ziehen, während vor allem Existenzkampf und Papiermangel die Literatur bestimmen, hat man in der Schweiz die Zeit und die Mittel, viel früher als irgendeine andere westliche Nation Fehl am Spießbürgertum zu finden. Frisch und Dürenmatt sind da nur zwei sehr prominente Beispiele dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist schon ein wichtiger Punkt, die Abgrenzung zur historischen Einordnung. Du sprichst hier über ein Werk, das einer anderen Zeit entstammt; warum ordnest du es dann nicht auch ordentlich ein, erläuterst, wie es beispielsweise zur Kritik am Neo-Technizismus kommt? Du verfehlst hier auch vollkommen Ursache und Wirkung: Die Opposionierung zur Freigeistigkeit ist nur ein Erzählmittel, aber nicht Frischs eigentlicher Kontrastfaktor. Und hier hälfe es, wenn du dich mal mit Frisch selbst beschäftigt hättest oder zumindest mit seiner literarischen Strömung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu gehört auch, dass du dich mit so ganz elementären Sachen wie dem Titel auseinandersetzt, see how far that goes, &lt;em&gt;Homo faber&lt;/em&gt; ist nicht bloß irgendein Titel, die Bezeichnung ist essentiell in der Subjektfindung des Romans. Ach ja, die Subjektfindung. Ich bin noch immer in den ersten 10 Sekunden des "interpretatorischen Teils", wo du über "die Geschichte, die von Max Frisch erzählt wird", sprichst. Mein lieber Jerome, ich kann es nur vermuten, aber ich glaube auch an deiner Schule wird davon ausgegangen, dass Autor und Erzähler &lt;strong&gt;niemals&lt;/strong&gt; ein und dieselbe Person sein können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nein, auch das ist wieder keine Krümelkackerei, warum nämlich, der Homo Faber wird von einem &lt;strong&gt;Ich-Erzähler&lt;/strong&gt;, &lt;em&gt;nämlich von Faber selbst&lt;/em&gt;, vermittelt. Warum ist das so wichtig? Tja, das wüsste man, wenn man bloß mal die Wikipedia-Seite zu Max Frisch aufschlägt und den dritten Absatz der Einleitung liest, oder man sich alternativ mit Buch und Autor beschäftigt - naja, aber das ist auch abwegig.&lt;br /&gt;Im Ich des Erzählers kommt die große Kritik des Buches zum Tragen, Frisch legt viel Wert auf die Autonomie seiner Figuren; sie setzen sich stets mit sich selbst auseinander, verwirklichen dabei aber eine allgemeine Anthropologie über den postmodernen Menschen - hier im Speziellen über den &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt;. Wäre der Roman personal oder auktorial erzählt, würde das einer sich über alle anderen erhebenden, anmaßenden Kritik gleichkommen, man hätte ein griechisches Drama, das nur belehren will. So aber hat man - um mal im Vergleich zu bleiben - Brecht'sches Theater, freie Wertung für alle außerhalb des Figurenkreises stehenden, sprich jede Instanz, die außerhalb des Buches existiert, sprich vornehmlich für den Leser, der die Selbstreflexion des &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt; verinnerlichen und frei für sich selbst werten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch so ein völlig banaler Ansatz für die darstellende Interpretation des Romans, der mir als Rezipienten und potenziellen Leser das Buch näher gebracht hätte, tausendmal mehr als eine nichtssagende Inhaltsangabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;em&gt;Homo Faber&lt;/em&gt; lebt natürlich von seinen Bildern und Motiven, das sind hauptsächlich Gegensätze und Widersprüche" - wo genau findest du Widersprüche? Also: Ja, es sind Widersprüche im Roman enthalten und zwar unglaublich substanzielle, aber ich werfe dir vor, dass du dir dieser überhaupt nicht gewahr bist. Und hier hast du nämlich den eigentlich Bezug zur Sprache; was ist denn die Essenz von Fabers Weltsicht? Genau, der Technizismus. Und wie wird der sprachlich verwirklicht? Genau, in freigeistigem, ästhetizistischem, poetisch "glänzend, hervorragend und brillant" Verschriftlichtem. Die Diskrepanz von Fabers Wesen kommt doch genau hier zum Ausdruck, genau hier findet sich sein innerer Konflikt wieder. Konflikte - noch so ein banales Etwas in narrativen Texten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die inzestuöse Beziehung zu seiner Tochter, ein &lt;em&gt;ödipaler Konflikt&lt;/em&gt;, ja, das gibt es im Roman. Wäre schön, wenn du es nicht nur nennen würdest. Und verdammt, wenn du es schon ansprichst, dann hab doch auch den Anstand, dich auch damit ordentlich auseinander zu setzen. Wo liegt denn der große Konflikt in der Ödipus-Tragödie? Lass es mal die Rückwendung sein, die ursächliche Beschränkung des Menschen auf seine Kindheit als ursächliches Moment seiner Psyche. Ödipus verliebt sich in seine Mutter, in seine eigene Ursache, ganz im Bilde der griechischen Mythologie sucht er den Einklang mit dem Schöpfenden. Aber ist er ein &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt;? Halt, was ist eigentlich ein &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt;? Er ist der &lt;em&gt;schaffende Mensch&lt;/em&gt;, ein aktiver Gestalter seiner Umwelt, &lt;em&gt;ein Schaffer, Schöpfer&lt;/em&gt;, Autonom. Ödipus ist das nicht, er strebt rückwärts, zum Alten, zum Tradierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist Walter Faber ein &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt;? Das können wir mit Ja beantworten, sein Glaube an den technischen Fortschritt ist unbestreitbar. Aber ist er ein Ödipus? Nein. Seine Thematik entspringt aber dem Ödipus-Zeichenkosmos, widerspricht und verdreht ihn jedoch vollkommen:&lt;br /&gt;Faber verliebt sich in seine Tochter, nicht in seine Mutter. Das ist das Essentiellste und Aussagekräftigste, was uns der Roman in die Hand drückt: Er verliebt sich &lt;em&gt;in seine Tochter&lt;/em&gt;, nicht in seine Mutter. Faber liebt das, was seiner Schöpfung entsprungen ist. Und zwar nicht nur als Ingenieur, der die Technik liebt, sondern als Vater, der die Tochter liebt. Faber liebt das &lt;em&gt;neu Geschaffene&lt;/em&gt;, er liebt, was nach ihm kommt, er liebt die &lt;em&gt;Zukunft&lt;/em&gt; - und er steht damit völlig im Bilde einerseits des anthropologischen &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt;, andererseits im Bilde der Generation nach den 50er-Jahren. Dieser dissidente Konflikt in ihm aber - einerseits das Neue zu wollen, andererseits die Unfähigkeit der technischen Monokultur zu Neuem zu verdrängen - wird von Sabeth aufgegriffen und ihm wie ein Spiegel vor's Gesicht gehalten. Sabeth ist geprägt durch die &lt;em&gt;Freigeistigkeit, die Kunst&lt;/em&gt;, gleichwohl ist sie mühelos zu &lt;em&gt;technischem Verständnis&lt;/em&gt; in der Lage, sie ist ein besserer &lt;em&gt;homo faber&lt;/em&gt; als Walter selbst; ihre Zukunft ist &lt;strong&gt;ungewiss, aber vielversprechend&lt;/strong&gt;, die seine konfrontiert sich von Moment auf Moment selbst mit ihrem &lt;strong&gt;bevorstehenden Scheitern&lt;/strong&gt; aufgrund ihrer &lt;em&gt;Singularität&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;See, die Thematik ist nicht nur "Blenden und Blindsein", das wäre auch viel zu banal und völlig irrsinnig. Die Thematik geht nämlich sogar noch über ihre Grenzen hinaus:&lt;br /&gt;Wie Frisch den Schöpfer von Geliebtem &lt;em&gt;in das Liebende&lt;/em&gt; legt, setzt er &lt;strong&gt;Gott in den Menschen&lt;/strong&gt;. Der Mensch schafft, verändert, ist autonom, immer wieder ist er autonom, &lt;em&gt;unabhängig&lt;/em&gt;. Vor allem Sabeth ist &lt;em&gt;unabhängig&lt;/em&gt;, weil sie sich nicht, wie Faber etwa, von überwindungsbedürftigen Wertebildern beschränken lässt. In Wertebildern, durch die sich der Mensch freimütig kategorisieren lässt. Geradezu substanziell zieht sich diese Bildproblematik durch den Roman, "Du sollst dir kein Bildnis machen von dir selbst.", ruft er. Gemeint ist, die Unergründbarkeit des menschlichen Wesens nicht in Werte&lt;em&gt;bildern&lt;/em&gt; festzusetzen. Frisch bringt hier so viel progressiven Nihilismus ein, dass einem das geradezu ins Gesicht springt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann sprichst du den &lt;em&gt;Bruch im Buch&lt;/em&gt; an, es gibt 2 Teile. Ja warum denn? Hatte Frisch einfach mal Lust, sein Schema zu ändern? Gab's da vielleicht irgendwas Wichtiges in der Schwerpunktsetzung des Romans, das einen Bruch begünstigen könnte? Gibt es irgendwelche Stichworthinweise, oder ist auch im zweiten Teil alles &lt;strong&gt;&lt;em&gt;"wie üblich"&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;?&lt;br /&gt;Die Tradiertheit von Fabers fälschlicher Technikgläubigkeit ist pathologisch für seine tragische Verlebtheit. Alles ist &lt;em&gt;"wie üblich"&lt;/em&gt;, irgendwie wird uns die Rationalität und Technik schon voranbringen, war ja immer &lt;em&gt;"üblich"&lt;/em&gt; so. Das, was nach dem Bruch in der Erzählung passiert, ist, was Faber die ganze Zeit so eine scheiß Angst macht, &lt;em&gt;Chaos und Ungewissheit&lt;/em&gt;, die sich mit seinen den Geist hemmenden Ikonen nicht fassen lassen. Die Verhaftung an der Rationalität und die vollkommene Missachtung der Vergangenheit, die es aufzuarbeiten gälte (nur aufgrund dieser Ignoranz kommt es ja überhaupt zur inzestuösen Beziehung), wird durch den Bruch zerstört, &lt;strong&gt;Zufälle&lt;/strong&gt;, haufenweise &lt;em&gt;Zufälle&lt;/em&gt; brechen über Faber nieder, &lt;em&gt;Zufälle&lt;/em&gt;, die ihn immer und immer wieder mit seiner Vergangenheit konfrontieren. Die Welt ist kein Dorf, es ist ein einziger großer &lt;strong&gt;Zufall&lt;/strong&gt;, dass all diese Figuren seiner Vergangenheit wieder auftauchen. &lt;em&gt;Zufälle&lt;/em&gt; wie Fehlfunktionen in der Technik seines Lebens, &lt;em&gt;Zufälle&lt;/em&gt;, die er nicht einberechnet, weil Zufälle nicht rational und säuberlich geordnet sind, weil &lt;em&gt;Zufälle&lt;/em&gt; prinzipiell eine Gefahr für eine technisierte Gesellschaft sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht erst mit dem Bruch werden Zukunft und Vergangenheit immer mehr ineinander &lt;em&gt;verspiegelt&lt;/em&gt;, verschränken sich zueinander, bedingen sich gegenseitig, aber mit dem Bruch offenbart sich entgültig das &lt;strong&gt;Chaos&lt;/strong&gt; Fabers Daseins, welches von jeher schon immer gegenwärtig, ihm aber erst jetzt bewusst ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist dann auch cool, wie du deine Meinung zum Buch sagst: Es ist für dich schwer zu verstehen (was auch sehr offensichtlich deutlich wird), du hast dich "durchgequält" - aber du empfiehlst es, weil es schön geschrieben ist und für dich ein Plädoyer für die Rückbesinnung auf Kunst, Leidenschaft und Schöngeistigkeit ist.&lt;br /&gt;Max Frisch rotiert inzwischen unterirdisch aus seinem Grab heraus gen China.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tu dir selbst bitte einen Gefallen: Fang an, Rezensionen zu lesen und beschäftige dich mal damit, wie sie aufgebaut werden, was sie enthalten und welchen Zweck sie verfolgen. Rezensieren ist nicht nur "über Bücher Reden"; das ist ein Irrglaube, den der Misnomer der Kommentarfunktion beispielsweise bei Amazon als "Kundenrezensionen" vermittelt. Und bitte lern interpretieren, das wirst du im Deutsch-Abi nämlich brauchen. Setz dich mit Büchern auseinander, die du verstehst; und wenn du ein Buch nicht verstehst, aber trotzdem darüber sprechen willst - elohim adirim, dann ist es doch die Normalhaltung, dass man sich damit solange beschäftigt und so viel Wissen wie möglich über das Buch anhäuft, bis man die nötigen Einblicke darin hat. Ich bitte dich, wenn du Max Frisch so liest, verstehst und interpretierst, wie du es hier gezeigt hast, dann nimm um Gotteswillen nie nie niemals ein Buch von Hesse in die Hand - außer vielleicht Unterm Rad, aber von allen anderen solltest du die Finger lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3656328530560071360?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3656328530560071360/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/o-9-minuten-video-6-minuten.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3656328530560071360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3656328530560071360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/o-9-minuten-video-6-minuten.html' title='Interpretationsansätze: Max Frisch - Homo Faber'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6761596248091899623</id><published>2010-11-14T00:23:00.012+01:00</published><updated>2010-11-14T15:41:36.990+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>Festsang igen</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Mads Mouritz - Festsang&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/YaAC8KPvfRo?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/YaAC8KPvfRo?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kulde det står sig ind,&lt;br /&gt;under min skjorte.&lt;br /&gt;Som urolige noder,&lt;br /&gt;der forsøger at finde melodi,&lt;br /&gt;de kan varme sig ved.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denne her morgen er tavs,&lt;br /&gt;lang som en vandvigtig sætning&lt;br /&gt;en bog som jeg aldrig fik købt,&lt;br /&gt;en bog som aldrig fik læst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Det tragiske man kan&lt;br /&gt;blive pint til døden af små ting:&lt;br /&gt;vanddråber, hvepse og mangel på søvn,&lt;br /&gt;en træt sang igen og igen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denne her morgen er tavs&lt;br /&gt;og lang som et ondt år.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;En festsang fra en fest jeg aldrig kom til.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeg har vågnet i en fremmed mands skjorte,&lt;br /&gt;jeg har vågnet i en fremmed mands by.&lt;br /&gt;Jeg har vågner i en fremmed mands tavse musik;&lt;br /&gt;åh gid jeg kunne vågne på ny.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Mads Mouritz, 2007)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kälte, die sich einschleicht,&lt;br /&gt;Unter mein Hemd.&lt;br /&gt;Wie unruhige Noten,&lt;br /&gt;die nach einer Melodie suchen&lt;br /&gt;an der sie sich wärmen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Morgen ist stumm,&lt;br /&gt;so wie eine wahnwitzige Phrase&lt;br /&gt;in einem Buch, das ich nie kaufte,&lt;br /&gt;in einem Buch, das ich nie las.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Tragische ist, dass man&lt;br /&gt;von kleinen Dingen zu Tode gefoltert wird:&lt;br /&gt;Wassertropfen, Wespen und Schlafmangel,&lt;br /&gt;Ein ermüdendes Lied, immer und immer wieder...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Morgen ist stumm,&lt;br /&gt;und lang wie ein schlimmes Jahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Festlied zu einem Fest, auf dem ich nie war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erwachte in eines Fremden Hemd,&lt;br /&gt;ich erwachte in eines Fremden Stadt.&lt;br /&gt;Ich erwachte in eines Fremden stiller Musik;&lt;br /&gt;oh, ich wünschte ich könnte noch einmal aufwachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(oversættelse til Tysk, 2010)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6761596248091899623?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6761596248091899623/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/festsang-igen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6761596248091899623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6761596248091899623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/festsang-igen.html' title='Festsang igen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1077132609702683397</id><published>2010-11-11T19:45:00.011+01:00</published><updated>2010-11-14T00:49:25.296+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelhochdeutsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Ein vuhs zuo einem rappen sprach...</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Ougenweide - Der Fuchs und der Rabe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Zn43lFDtu5Q?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Zn43lFDtu5Q?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein vuhs zuo einem rappen sprach&lt;br /&gt;der hôch ûf einem boume saz&lt;br /&gt;und truoc ein kæse in sînem snabel&lt;br /&gt;her rappe, ir sint gar kluoc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sô schœnen vogel ich nie gesach,&lt;br /&gt;nie lerche noch galander baz&lt;br /&gt;gesang dan ir sus ich niht zabel,&lt;br /&gt;ich hôrte es gerne gnouc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der rappe dur den valschen prîs&lt;br /&gt;mit lûter stimme im sînen sanc erbôrte.&lt;br /&gt;des viel der kæse im underz rîs&lt;br /&gt;in krift der vuhs, den sanc er gerne hôrte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sus gent guot tœrscher herren vil&lt;br /&gt;dur valschez lop, dur smeichen liegen triegen&lt;br /&gt;wol fougt den affen tôren spil,&lt;br /&gt;ez gent die narren gerne ir guot den giegen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Der Kanzler, um 1300)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Fuchs zu einem Raben sprach,&lt;br /&gt;Der hoch auf einem Baume saß&lt;br /&gt;Und in seinem Schnabel einen Käse trug:&lt;br /&gt;Herr Rabe, was Ihr seid gar klug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen so schönen Vogel ich nie sah,&lt;br /&gt;Weder Lerche noch Nachtigalle gar&lt;br /&gt;Besser singen als Ihr da,&lt;br /&gt;So zweifle ich nicht&lt;br /&gt;Gern hörte ich genug davon fürbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rabe, durch den falschen Preis,&lt;br /&gt;Mit lauter Stimme seinen Sang emporte.&lt;br /&gt;So fiel der Käse hinunter in den Reis,&lt;br /&gt;Ihn griff der Fuchs; den Sang er gerne hörte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So geht es wohl töricht Herren viel,&lt;br /&gt;Durch falsches Lob, durch Schmeichelei und Lug, Intrigen&lt;br /&gt;So geht es auch dem Toren, der mit dem Affen spielt,&lt;br /&gt;Es geben die Narren gern ihr Gut den Gier'gen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(diutschiu übervart, 2010)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1077132609702683397?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1077132609702683397/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/ein-vuhs-zuo-einem-rappen-sprach.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1077132609702683397'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1077132609702683397'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/ein-vuhs-zuo-einem-rappen-sprach.html' title='Ein vuhs zuo einem rappen sprach...'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-821688467765921660</id><published>2010-11-10T22:49:00.009+01:00</published><updated>2010-11-14T00:29:39.220+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelhochdeutsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><title type='text'>Saelic sî diu wunne !</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Helium Vola - "Selig"&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Fq_YVbWo_48?fs=1&amp;amp;hl=de_DE"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Fq_YVbWo_48?fs=1&amp;amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Saelic, saelic sî diu wunne, &lt;br /&gt;saelic sî des wunnebernden meien zît, &lt;br /&gt;saelic sî der vogel singen, &lt;br /&gt;saelic sî diu ouwe, saelic sî der walt! &lt;br /&gt;man siht bluomen manicvalt &lt;br /&gt;durch daz grüene gras ûf dringen, &lt;br /&gt;mêr dann ich erdenken kunne. &lt;br /&gt;tanzen springen suln die jungen widerstrît. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Saelic, saelic sî diu wunne, &lt;br /&gt;saelic sî des wunnebernden meien zît, &lt;br /&gt;saelic sî der vogel singen, &lt;br /&gt;saelic sî diu ouwe, saelic sî der walt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wol dir, wol dir, wîbes güete! &lt;br /&gt;wol dir, daz du saelic iemer müezest sîn! &lt;br /&gt;wol dir, dû kanst trûren swachen, &lt;br /&gt;swâ diu Minne ein sendez herze hât verwunt. &lt;br /&gt;dîn vil rôsevarwer munt, &lt;br /&gt;sô der lieplîch wolde lachen, &lt;br /&gt;sam der rôse in touwen blütee &lt;br /&gt;fröide machen kan dîn spilnder ougen schîn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Saelic, saelic sî diu wunne, &lt;br /&gt;saelic sî des wunnebernden meien zît, &lt;br /&gt;saelic sî der vogel singen, &lt;br /&gt;saelic sî diu ouwe, saelic sî der walt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frouwe frouwe, saelic frouwe, &lt;br /&gt;herzen trût, ir sît mir liep für elliu wîp: &lt;br /&gt;des ich selten hân genozzen: &lt;br /&gt;dâ von ich niht mêre fürbaz singen wil. &lt;br /&gt;ez dûht iuch vil gar ein spil. &lt;br /&gt;iuch hât dicke mîn verdrozzen: &lt;br /&gt;des ich mich vil trûric schouwe. &lt;br /&gt;von beslozzen ist mir fröide und iuwer lîp. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Saelic, saelic sî diu wunne, &lt;br /&gt;saelic sî des wunnebernden meien zît, &lt;br /&gt;saelic sî der vogel singen, &lt;br /&gt;saelic sî diu ouwe, saelic sî der walt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wâfen, wâfen über die Minne! &lt;br /&gt;wâfen wil ich über si schrîen iemer mê. &lt;br /&gt;ich was ir dâ her gebunden: &lt;br /&gt;nû lât sie mich trûreclîche von ir gân. &lt;br /&gt;sie hât übel an mir getân. &lt;br /&gt;sie muoz einem andern wunden &lt;br /&gt;herze muot und al die sinne. &lt;br /&gt;wol befunden hân ich daz si tuot sô wê.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Gottfried von Neifen, um 1250)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selig, selig sei die Freude, &lt;br /&gt;Selig sei die wonnebringende Maienzeit. &lt;br /&gt;Selig sei der Vögel Singen,&lt;br /&gt;Selig sei die Aue und selig sei der Wald! &lt;br /&gt;Man sieht der Blumen Mannigfalt&lt;br /&gt;Durch das grüne Grase heraufdringen;&lt;br /&gt;Mehr als ich erdenken kann.&lt;br /&gt;Tanzen und springen sollen die Jungen im Widerstreit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selig, selig sei die Freude, &lt;br /&gt;Selig sei die wonnebringende Maienzeit. &lt;br /&gt;Selig sei der Vögel Singen,&lt;br /&gt;Selig sei die Aue und selig sei der Wald! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohl dir, wohl dir, gütig Weib!&lt;br /&gt;Wohl dir, dass du selig immer müssest sein! &lt;br /&gt;Wohl dir, du kannst trauern, schwächen,&lt;br /&gt;Wo auch immer deine Minne ein sehnend Herze hat verwundt. &lt;br /&gt;Dir will derselbe [sehend] Mund&lt;br /&gt;mit so lieblich Süße lachen.&lt;br /&gt;Samt der Rose in Tau und Blüte&lt;br /&gt;können dein spielend Augen schön Freude machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selig, selig sei die Freude, &lt;br /&gt;Selig sei die wonnebringende Maienzeit. &lt;br /&gt;Selig sei der Vögel Singen,&lt;br /&gt;Selig sei die Aue und selig sei der Wald! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau, Frau, selige Frau,&lt;br /&gt;Herzens Traute, Ihr seiet mein Lieb statt einer andern,&lt;br /&gt;Derer [Liebe] selten ich genossen&lt;br /&gt;Dass fürbar ich nicht mehr davon singen will. &lt;br /&gt;Viel gar bewege Euch mein Spiel. &lt;br /&gt;Ihr habt häufig mich verdrossen: &lt;br /&gt;Das war mir Anlass vieler Trauer.&lt;br /&gt;Doch gewiss sind mir Freud' und eure Liebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selig, selig sei die Freude, &lt;br /&gt;Selig sei die wonnebringende Maienzeit. &lt;br /&gt;Selig sei der Vögel Singen,&lt;br /&gt;Selig sei die Aue und selig sei der Wald!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waffen, Waffen über die Minne! &lt;br /&gt;Waffen will ich, über sie schrien immer mehr. &lt;br /&gt;Ihrer war ich einst gebunden:&lt;br /&gt;Nun ließ sie mich traurig von ihr gehen. &lt;br /&gt;Sie hat übel an mir getan. &lt;br /&gt;Sie muss eines anderen verletzen&lt;br /&gt;Herze, Mut und all die Sinne.&lt;br /&gt;Wohl erfahren habe ich, dass sie tut weh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(diutschiu übervart, 2010)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-821688467765921660?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/821688467765921660/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/saelic-si-diu-wunne.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/821688467765921660'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/821688467765921660'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/saelic-si-diu-wunne.html' title='Saelic sî diu wunne !'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5169508125941902611</id><published>2010-11-07T22:42:00.007+01:00</published><updated>2010-11-14T18:11:35.799+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><title type='text'>Sous le balcon de Roxane - Unter Roxanes Balkon</title><content type='html'>CYRANO&lt;br /&gt;[...]Tous ceux, tous ceux, tous ceux&lt;br /&gt;Qui me viendront, je vais vous les jeter, en touffe,&lt;br /&gt;Sans les mettre en bouquet : je vous aime, j'étouffe,&lt;br /&gt;Je t'aime, je suis fou, je n'en peux plus, c'est trop ;&lt;br /&gt;Ton nom est dans mon coeur comme dans un grelot,&lt;br /&gt;Et comme tout le temps, Roxane, je frissonne,&lt;br /&gt;Tout le temps, le grelot s'agite, et le nom sonne !&lt;br /&gt;De toi, je me souviens de tout, j'ai tout aimé :&lt;br /&gt;Je sais que l'an dernier, un jour, le douze mai,&lt;br /&gt;Pour sortir le matin tu changeas de coiffure !&lt;br /&gt;J'ai tellement pris pour clarté ta chevelure&lt;br /&gt;Que comme lorsqu'on a trop fixé le soleil,&lt;br /&gt;On voit sur toute chose ensuite un rond vermeil,&lt;br /&gt;Sur tout, quand j'ai quitté les feux dont tu m'inondes,&lt;br /&gt;Mon regard ébloui pose des taches blondes !&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ROXANE, &lt;em&gt;d'une voix troublée.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Oui, c'est bien de l'amour...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CYRANO&lt;br /&gt;_____________________Certes, ce sentiment&lt;br /&gt;Qui m'envahit, terrible et jaloux, c'est vraiment&lt;br /&gt;De l'amour, il en a toute la fureur triste !&lt;br /&gt;De l'amour, - et pourtant il n'est pas égoïste !&lt;br /&gt;Ah ! que pour ton bonheur je donnerais le mien,&lt;br /&gt;Quand même tu devrais n'en savoir jamais rien,&lt;br /&gt;S'il ne pouvait, parfois, que de loin j'entendisse&lt;br /&gt;Rire un peu le bonheur né de mon sacrifice !&lt;br /&gt;- Chaque regard de toi suscite une vertu&lt;br /&gt;Nouvelle, une vaillance en moi ! Commences-tu&lt;br /&gt;À comprendre, à présent ? voyons, te rends-tu compte ?&lt;br /&gt;Sens-tu mon âme, un peu, dans cette ombre, qui monte ? ...&lt;br /&gt;Oh ! mais vraiment, ce soir, c'est trop beau, c'est trop doux !&lt;br /&gt;Je vous dis tout cela, vous m'écoutez, moi, vous !&lt;br /&gt;C'est trop ! Dans mon espoir même le moins modeste,&lt;br /&gt;Je n'ai jamais espéré tant ! Il ne me reste&lt;br /&gt;Qu'à mourir maintenant ! C'est à cause des mots&lt;br /&gt;Que je dis qu'elle tremble entre les bleus rameaux !&lt;br /&gt;Car vous tremblez, comme une feuille entre les feuilles !&lt;br /&gt;Car tu trembles ! car j'ai senti, que tu le veuilles&lt;br /&gt;Ou non, le tremblement adoré de ta main&lt;br /&gt;Descendre tout le long des branches du jasmin !&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Il baise éperdument l'extrémité d'une branche pendante.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Edmond Rostand : Cyrano de Bergerac, Acte III scène 7; 1897)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CYRANO&lt;br /&gt;[...] All jene, all jene [Worte],&lt;br /&gt;Die mir in Gedanken kamen, ich werde sie Euch schicken,&lt;br /&gt;Ohne Sträuße draus zu binden: Euch zu lieben macht ersticken.&lt;br /&gt;Ich liebe Dich, Du Engel, Dein Lieb und Teuer ist ein Schmerz;&lt;br /&gt;Wie der Glocke Klang, Dein Name, dringt er in mein Herz,&lt;br /&gt;Und wie jeder Zeit, Roxane, ich bebe&lt;br /&gt;Jedes Mal, sobald der Glocken Schlagen sich erhebe!&lt;br /&gt;Von Dir alles weiß und lieb' ich, was zu wissen und zu lieben sei;&lt;br /&gt;Dass letztes Jahr zum Spazieren, es war der süße Mai,&lt;br /&gt;Des Morgens Dein Haar du dir frisiertest,&lt;br /&gt;Und jenes Morgens ebenso im Sonnenlicht brilliertest!&lt;br /&gt;Alsbald wohl, wie man zu lange gen der Sonne starrt,&lt;br /&gt;Ein silbergoldner Schleier in Aug' und Sicht verharrt,&lt;br /&gt;Und dann, als ich Deinem Strahlen war entronnen,&lt;br /&gt;Mein geblendet' Augenlicht von Deinem hellen Schein versonnen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ROXANE, &lt;em&gt;verwirrter Stimme.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ja, es ist die Liebe...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CYRANO&lt;br /&gt;_____________________Sicher, dies Gefühle,&lt;br /&gt;Das mich ergreift, von Neid und Schrecken ein Gewühle,&lt;br /&gt;Es ist die Liebe, genug vom traurigen Fureur!&lt;br /&gt;Es ist die Liebe, doch ohne dass an Tugend ich daran verlör'!&lt;br /&gt;Ah, was für Dein Glücke gäbe ich das meine,&lt;br /&gt;Und dennoch solltest nie Du hören, wie ich weine,&lt;br /&gt;Wenn nicht von fern, manchmal, ich hört'&lt;br /&gt;Dein Lachen, das mein Opfer aufbeschwört!&lt;br /&gt;– Jeder der Blicke regte einer Tugend Weise&lt;br /&gt;Neu und voller Tapferkeit mein Herz! Doch leise&lt;br /&gt;verstehe nun, lass schauen, ob Du es begreifst?&lt;br /&gt;Spürst Du, wie meiner Seele Licht im Dunkel um Dich kreist? ...&lt;br /&gt;Oh, doch wahrhaft ist so schön, ist süßer dieser Abend!&lt;br /&gt;Und alles, was ich preisen kann an Euch, ich kann es wagen!&lt;br /&gt;Zu viel! In meinen Träumen, selbst jenen ohn' Bescheidenheit,&lt;br /&gt;Niemals wagt' ich zu erhoffen - wie diese - eine Gelegenheit,&lt;br /&gt;Dass mir bliebe nur zu sterben! Und das grund der Worte&lt;br /&gt;Die, auf dass sie bebe, ich sprechen kann, von jener Sorte,&lt;br /&gt;Denn Ihr bebet! Denn ich fühle, dass Ihr es wünscht,&lt;br /&gt;Noch mehr, das Beben Eurer Hand und Eurer Glieder&lt;br /&gt;Schlägt in den Ästen des Jasmins bis zu mir nieder!&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Leidenschaftlich liebkost er das Ende eines herabhängenden Astes.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(traduction allemande, 2009)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5169508125941902611?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5169508125941902611/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/sous-le-balcon-de-roxane-unter-roxanes.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5169508125941902611'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5169508125941902611'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/sous-le-balcon-de-roxane-unter-roxanes.html' title='Sous le balcon de Roxane - Unter Roxanes Balkon'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4998885337098716911</id><published>2010-11-07T22:32:00.006+01:00</published><updated>2010-11-07T23:15:55.087+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><title type='text'>Demain, dès l'aube</title><content type='html'>(legèrement altéré par Vincent Goffart)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Demain, dès l'aube, à l'heure où blanchit la campagne,&lt;br /&gt;Je partirai. Enfin, où l’on m'attend.&lt;br /&gt;J'irai par la forêt, j'irai par la montagne.&lt;br /&gt;Je ne puis demeurer loin de vous plus longtemps.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je marcherai les yeux fixés sur mes pensées,&lt;br /&gt;Sans rien voir au dehors, sans entendre aucun bruit,&lt;br /&gt;Seul, inconnu, le dos courbé, les mains croisées,&lt;br /&gt;Triste, et le jour pour moi sera comme la nuit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je ne regarderai ni l'or du soir qui tombe,&lt;br /&gt;Ni les voiles au loin descendant vers Harfleur,&lt;br /&gt;Et quand j'arriverai, je mettrai sur vos tombe&lt;br /&gt;Un bouquet de houx vert et de bruyère en fleur.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Victor Hugo, 1856)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen, ehe der Morgen graut, noch das Land verblasst,&lt;br /&gt;Werde ich gehen. An den Ort, den ich erwählt.&lt;br /&gt;Ich gehe durch Wälder, über Berge, ohne Rast,&lt;br /&gt;Ertrage nicht länger die Ferne, die mich quält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wandle so weit ich kann, in Gedanken versenkt,&lt;br /&gt;Ohne Wahrnehmung, nichts, das fühlt, nichts, das wacht&lt;br /&gt;Allein, unbekannt, den Rücken gekrümmt, die Arme verschränkt – &lt;br /&gt;In Trauer; an einem Tag für mich wie die Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe weder das Gold das den Abend bettet,&lt;br /&gt;Noch den Schleier, der in der Ferne gen Harfleur taucht,&lt;br /&gt;Und wenn ich ankomme, lege ich auf eure Stätte&lt;br /&gt;Einen grünen Strauß von Stechpalme und Heidekraut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(traduction allemande, 2006)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4998885337098716911?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4998885337098716911/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/demain-des-laube.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4998885337098716911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4998885337098716911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/demain-des-laube.html' title='Demain, dès l&apos;aube'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1082690446823154808</id><published>2010-11-07T15:11:00.003+01:00</published><updated>2010-11-07T15:26:20.886+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Und wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, ...</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Optimismus:&lt;/strong&gt; ... ist das prinzipiell erstmal gut.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Pessimismus:&lt;/strong&gt; ... ist das prinzipiell erstmal schlecht.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Euphemismus:&lt;/strong&gt; ... ist das gar wunderbar.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dysphemismus:&lt;/strong&gt; ... ist das eine verfickte Scheiße.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Empirismus:&lt;/strong&gt; ... dann hast du eine Zitrone.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Logischer Empirismus:&lt;/strong&gt; ... dann steht fest, dass du eine Zitrone hast.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Realismus:&lt;/strong&gt; ... wirst du sie nicht mehr lange haben.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Naturalismus:&lt;/strong&gt; ... wird man sie dir bald wegnehmen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Liberalismus:&lt;/strong&gt; ... ist es dein Recht, sie auf dem freien Markt zu handeln, um deinen Zitronenbesitz zu vermehren.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sozialismus:&lt;/strong&gt; ... sollte jeder eine Zitrone bekommen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kommunismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist das unsere Zitrone.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Konservatismus:&lt;/strong&gt; ... so soll es so sein.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Egoismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist das allein deine Zitrone.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kleptomanie:&lt;/strong&gt; ... ist sie vermutlich nicht deine.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hedonismus:&lt;/strong&gt; ... frag nach Salz und Tequila.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stoizismus:&lt;/strong&gt; ... dann nimm sie hin, auf dass sie ihren Zweck in der kosmischen Ordnung erfülle.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Determinismus:&lt;/strong&gt; ... dann wirst du daraus Zitronensaft machen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Indeterminismus:&lt;/strong&gt; ... wird daraus auf unerwartete Weise Zitronensaft werden.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Skeptizismus:&lt;/strong&gt; ... ist dir das nicht ganz geheuer.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nihilismus:&lt;/strong&gt; ... hat das keinerlei tieferen Sinn.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Polemischer Nihilismus:&lt;/strong&gt; ... hast du damit vermutlich Gott erschlagen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Atheismus:&lt;/strong&gt; ... kommt sie ganz gewiss nicht von Gott.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Agnostizismus:&lt;/strong&gt; ... kommt sie vielleicht von Gott.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Baptismus:&lt;/strong&gt; ... ist nicht wichtig, dass du sie besitzt, sondern dass du sie besitzen willst. Und sie kommt von Gott.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Protestantismus:&lt;/strong&gt; ... dann gib sie ja nicht dem Papst.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Evangelikalismus:&lt;/strong&gt; ... so war das in der Bibel vorhergesehen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Katholizismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist das Gottes Wille.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Orthodoxes Judentum:&lt;/strong&gt; ... dann ist das G-ttes Wille.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Konservatives Judentum:&lt;/strong&gt; ... dann ist das der Wille DEINES G-ttes.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Reformiertes Judentum:&lt;/strong&gt; ... dann scheue nicht, sie den anderen zu zeigen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Rekonstruktionismus:&lt;/strong&gt; ... wird eurer beider Geschichte noch lange weitergehen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kreationismus:&lt;/strong&gt; ... befindest du dich vermutlich am Dritten Tag der Schöpfung.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Buddhismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist das Karma.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zen-Buddhismus:&lt;/strong&gt; ... dann lass sie liegen, weil du absolut NICHTS mit ihr machen kannst.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Hinduismus:&lt;/strong&gt; ... stelle zuerst einmal sicher, dass du nicht als Katze wiedergeboren wurdest.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Jainismus:&lt;/strong&gt; ... ist sie wahrhaftig nicht dein und aufschneiden darfst du sie auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Islam:&lt;/strong&gt; ... ist hoffentlich gerade nicht Ramadan.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Islamismus:&lt;/strong&gt; ... bist du hoffentlich keine Frau.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schia:&lt;/strong&gt; ... bist du hoffentlich kein Sunnit.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sunna:&lt;/strong&gt; ... bist du hoffentlich kein Shiit.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Charidscha:&lt;/strong&gt; ... bist du hoffentlich ein guter Moslem.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sufismus:&lt;/strong&gt; ... seid ihr beide Teil des unbeschreiblich großen Meeres, das ihr selbst seid.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Pantheismus:&lt;/strong&gt; ... ist sie auch ein bisschen Gott.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Godwin's Law:&lt;/strong&gt; ... bist du ein Faschist.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Murphy's Law:&lt;/strong&gt; ... wirst du damit sowieso irgendeine Scheiße bauen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Yhprum's Law:&lt;/strong&gt; ... wirst du damit schon irgendwie zurechtkommen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Impressionismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist sie vermutlich beige und verschwommen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Expressionismus:&lt;/strong&gt; ... verwandelst du dich plötzlich in einen Käfer.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Symbolismus:&lt;/strong&gt; ... dann hat das was zu bedeuten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fauvismus:&lt;/strong&gt; ... bist du sicherlich ziemlich einzigartig und solltest ein Buch darüber schreiben.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Avantgardismus:&lt;/strong&gt; ... solltest du je nach aktueller Lage darauf scheißen oder deine Zitrone als das Non plus ultra betrachten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Surrealismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist das keine Zitrone.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Intellektualismus:&lt;/strong&gt; ... benutze deinen Verstand.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Voluntarismus:&lt;/strong&gt; ... dann mach, was du willst.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dadaismus:&lt;/strong&gt; ... fehlen dir vermutlich Gliedmaßen und du hast irgendeine makabere Aussage.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Avantgarde-Dadaismus:&lt;/strong&gt; ... hat sogar das Fehlen deiner Gliedmaßen eine tiefere Bedeutung.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Politischer Dadaismus:&lt;/strong&gt; ... hast du vermutlich dazu auch noch eine Pistole bekommen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nouvelle Vague:&lt;/strong&gt; ... bist du in Schwarz/Weiß und die Zitrone spiegelt deine psychischen Abgründe wieder.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Autismus:&lt;/strong&gt; ... wird dich das sehr, sehr verstören.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Anglizismus:&lt;/strong&gt; ... then you've got a lemon.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Germanistik:&lt;/strong&gt; ... dann ist das eine kausale Annahme, welche sich in einen gleichgestellten Kontext einfügt und einen übergeordneten Satz durch Auslassungszeichen offen lässt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Philosophie:&lt;/strong&gt; ... könnte das viel bedeuten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Metaphysik:&lt;/strong&gt; ... war sie dann vorher da?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Metaphysik2:&lt;/strong&gt; ... existiert sie denn dann überhaupt?&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Strukturalismus:&lt;/strong&gt; ... dann ist das von Vornherein erstmal irrelevant.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Utilitarismus:&lt;/strong&gt; ... dann mach etwas Nützliches damit.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Gerechtigkeitsutilitarismus:&lt;/strong&gt; ... dann mach etwas damit, das dir als nützlich erscheint.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Konsequentialismus:&lt;/strong&gt; ... dann mach was du denkst, Hauptsache, am Ende kommt etwas Gescheites dabei heraus.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Deontologismus:&lt;/strong&gt; ... dann hast du die Pflicht, etwas Gutes damit zu tun.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Absolutismus:&lt;/strong&gt; ... dann hast du die verdammte Pflicht, daraus Zitronensaft zu pressen und das Zeug zu schlürfen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ethik:&lt;/strong&gt; ... versetze dich in die Zitrone hinein.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kathegorischer Imperativ:&lt;/strong&gt; ... handle nur nach derjenigen Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Schadenfreude:&lt;/strong&gt; ... wirf sie jemandem an den Kopf.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Masochismus:&lt;/strong&gt; ... drückst du die sie dir ins Auge aus.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sadismus:&lt;/strong&gt; ... drückst du sie jemand anderem ins Auge aus.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SM/Bondage:&lt;/strong&gt; ... lässt du dich fesseln und sie dir ins Auge ausdrücken.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sexismus:&lt;/strong&gt; ... vergleichst du sie mit Titten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Pop-Kultur:&lt;/strong&gt; ... vergleichst du sie mit deinen eigenen Titten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Lady Gaga:&lt;/strong&gt; ... trägst du sie als Hut.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Phil Collins:&lt;/strong&gt; ... schreibst du einen Song darüber.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stephanie Meyer:&lt;/strong&gt; ... schreibst du die Schnulze des 21ten Jahrhunderts darüber.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Stephanie Meyer2:&lt;/strong&gt; ... machst du daraus eine völlig absurde Metapher für Promiskuität.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Transvestitismus:&lt;/strong&gt; ... wickelst du Taschentücher darum und stopfst sie in deinen BH.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Transvestitischer Fetischismus:&lt;/strong&gt; ... gibt es dir sexuelle Befriedigung, sie in deinen BH zu stopfen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Britannien:&lt;/strong&gt; ... wartest du, bis es Tee dazu gibt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Frankreich:&lt;/strong&gt; ... versuchst du, dich hineinzusetzen und zum Supermarkt zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Italien:&lt;/strong&gt; ... denkst du, es ist eine deutsche Tomate.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Spanien:&lt;/strong&gt; ... denkst du, es ist eine französische Tomate.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Amerika:&lt;/strong&gt; ... spielst du damit Kinderfootball.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Mexiko:&lt;/strong&gt; ... versteckst du darin Drogen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Japan:&lt;/strong&gt; ... ist die so sauer, dass du Schlitzaugen kriegst und keine Konsonantenhäufungen sprechen kannst.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Israel:&lt;/strong&gt; ... schenkst du sie einem Fremden in deinem Kibbutz.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Australien:&lt;/strong&gt; ... hoffst du verzweifelt, dass Zitronen der natürliche Fressfeind von Aga-Kröten sind.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Als Eskimo:&lt;/strong&gt; ... hast du dafür kein Wort und bezeichnest sie als "komischer Schneeball".&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Tansania:&lt;/strong&gt; ... hast du dafür kein Wort und erfindest eins mit 12 Silben und 3 Kehl- und 6 Klicklauten.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Simbabwe:&lt;/strong&gt; ... wird man dich dafür erschießen.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Simbabwe2:&lt;/strong&gt; ... wird es keine Sau interessieren, dass man dich dafür erschossen hat.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;In Südafrika:&lt;/strong&gt; ... wirst du sowieso an AIDS sterben.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Am Flughafen Schönefeld:&lt;/strong&gt; ... ist es vermutlich keine Zitrone, sondern ein toter Viatnamese.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Youtube:&lt;/strong&gt; ... machst du darüber einen Vlog.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Youtube2:&lt;/strong&gt; ... schnitzt du daraus eine Okarina.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Youtube3:&lt;/strong&gt; ... it makes you like cool.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1082690446823154808?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1082690446823154808/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/und-wenn-dir-das-leben-eine-zitrone.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1082690446823154808'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1082690446823154808'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/11/und-wenn-dir-das-leben-eine-zitrone.html' title='Und wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, ...'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4022355262915457001</id><published>2010-11-01T15:15:00.001+01:00</published><updated>2010-11-01T15:50:02.853+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Papierengel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Anna-Lena'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>be-Olam Shel Chalomot: Malakei neyar, Papierengel</title><content type='html'>&lt;em&gt;Be-haseferim ma'ashiyot hayashanim shel sabah ve-savtah sheli, hem amru she-ha'ahavah haya rak ziburit le-hachashivah hachofshi. Be-ha'agdot shel yeldot sheli, karati et zeh: she-rak mi be'emet uhev yihiye chofshi be-kol sharsheret.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ahavti malak legamrey me-neyar. Ke'asher hu tes me-sham, yadati she-akhshav ani chofshi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Akhshav ani etzmi hayiti &lt;strong&gt;malak neyar&lt;/strong&gt;.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den alten Märchenbüchern meiner Großeltern wird erzählt, dass die Liebe nur eine Last für den frei denkenden Geist sei. In den Märchen meiner Kindheit las ich, dass nur wer liebt und innig sich von der Liebe fesseln lässt, wirklich frei von allen Banden geworden sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebte einmal einen Engel ganz aus Papier. Als er mir eines Tages entflogen war, wusste ich, dass ich von nun an frei war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war selbst zu einem &lt;strong&gt;Papierengel&lt;/strong&gt; geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab vor einer ganzen Weile den Aurore-Stoff wieder aufgenommen und verfeinert, sozusagen als Gegenpol zu &lt;em&gt;&lt;strong&gt;All die Farben&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;. Voll der Kitsch und romanesquer Kram, schlimmer als ein Disneyfilm. Naja, und mit ein bisschen Sinnebene, aber nur soviel wie man eben mal so verträgt. Ja, das Bild der Papierengel stammt aus der Episode mit den Wolken bzw. die Episode stammt von den Papierengeln ab oder irgendwie sowas - ist wie mit dem Huhn und dem Ei: Es gab irgendwann mal ne Evolution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bisher ist es nichts weiter, als eine Konzeptzeichnung im RPG-Maker XP. Ich habe Handlungsorte und Verknüpfungen, Anfänge und Übergänge und einiges an fragmentiertem Füllmaterial, letztendlich also nichts, was irgendeiner Umsetzung nahe käme. Naja, außer einer recht kleinen Musikauswahl. Ob ich es - wenn denn überhaupt - auch auf dem RMXP zur Umsetzung bringe und ob es etwas zwischen Interaktion und Visual Novel wird, steht noch in den Tarotkarten, vermutlich bleibt es auf ewig eine Idee in meinem Kopf. So oder so wird es nie was sonderlich Öffentliches werden, auch wenn ich die Idee des Projektes eigentlich ziemlich gern habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Textpassagen arbeite ich von Anfang an in 4 bzw. 5 Sprachen. Das ich nur eine davon wirklich fehlerfrei beherrsche, tut dabei nichts zur Sache, es funktioniert jedenfalls und gibt mir die Gelegenheit, in der Sprache zu werkeln, auf die ich gerade Lust habe. So sind einige Konzeptstrukturen in Französisch entstanden, andere hab ich auf englischen Texten aufgebaut, deutsche Lokalisationen konnte ich immer wieder nach ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragen, indem ich sie in den anderen Sprachen hinterfragt habe. Letzten Endes übersetze ich so schnell wie möglich den Ausgangspunkt eines Konzeptabteiles in die anderen Sprachen, damit keine nachhängt und die Wahlfreiheit bestehen bleibt. Angefangen habe ich mit dem Text aus meinen Lieblingsvideo von Anna-Lena, der den Beth-Anfang der gesamten Geschichte stellt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;My arm lay under your back, while you were sleeping. One hour passed by, my arm hurt, but I could not move. I knew, if I would move, you would wake up. You would leave me.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Eines Nachmittags warst du auf meinem Arm eingeschlafen. Eine Stunde verging, mein Arm tat weh, aber ich konnte ihn nicht bewegen. Ich wusste, dass du dann aufwachtest. Du würdest mich verlassen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Un après-midi, tu t'étais endormie sur un de mes bras. Une heure passsa, mon bras me faisait mal, mais je ne pus pas le bouger. Je savais que, si je le bougais, tu t'éveillerais. Tu me quitterais.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Hayad sheli shkhav metachat gav shelach be'od she-at yeshnim. Sha'ah akhat abarah, hayad sheli ko'ev, aval ani lo ukhal lazuz. Yadati she-at titorer, im hayiti zuz. Im hayiti zuz, at telchi mimeni.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Una tarde, te habias acorchado en mi brazo. Una hora pasó, mi brazo hacía daño a mí, pero yo no pude moverlo. Sabía que te desperterías por allí. De tal manera, me dejarías.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich brauche vielleicht nicht zu erwähnen, wie sehr mir das hilft, meine Hebräisch-Fähigkeiten zu steigern, allein, so viel habe ich über das Vokabular und die Zeitverhältnisse noch in keiner Sprache dermaßen schnell allein durch das Übersetzen gelernt. Wie korrekt mein Ausdruck ist und wie grammatikalisch/idiomatisch ich schreibe, kann ich natürlich nicht einschätzen, aber für's Erste hilft mir das auf allen Ebenen. Allein das ist schon ein Grund, das Projekt aufrecht zu erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen habe ich ein paar mehr Informationen für den geneigten Leser, was den generellen Aufbau. Der geneigte Leser lasse sich dadurch bitte noch keine Meinung über das Projekt entstehen, es sind lediglich grobe Schemen, die ich hier prophetisch aufmalen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Papierengel sind drei an der Zahl. Ein Papierengel ist Aurore, ja &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; Aurore. Aurores Welt ist der Schlaf; eines Tages ist sie aus der Welt der Wachen geflüchtet, weil sie darauf keine Lust mehr hatte. Ein anderer Papierengel ist Jules alias Jemand alias Namenlos, der in der Welt der Wachen lebt; sein Persönlichkeitsbild ist sehr stark an Jemand aus den Farben angelehnt. Sein Bezug zur Realität ist aber um einiges klarer (wäre auch doof, seine Psyche mit Maker-Grafiken darstellen zu müssen, das ist unschön) und sein Werdegang und personal flaw sind grundsätzlich andere, viel mehr zu vergleichen mit dem Hauptprotagonisten aus Fairytale. Der dritte Papierengel ist Kayla alias Hannah, eine Ideengabe aus Annas Jugendprojekt "Jade". Hannahs Welt ist die Traumwelt, eine Welt, in der sie selbst ihren Träumen nachjagt. Der Jade-Zyklus behandelt vor allem so ein paar Coming-of-Age-Themen, nichts allzu Ernsthaftes, aber auch nichts, was man abtun müsste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ganze ist thematisch in Erzählkreise (3-6 =o ) unterteilt, die jeweils aus 3 Kapiteln bestehen. Jedes Kapitel und jeder Kreis stellt einen Begriff oder eine Phrase, die von allen drei Papierengeln auf ihre eigene Art und nach den Gegebenheiten ihrer Welt erlebt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei läuft das formal in drei verschiedenen Ebenen der Interaktivität ab, umgekehrt zur Nähe zur Realität: Der Fairytale-Zyklus wird vermutlich völlig zur Visual Novel werden, während der Aurore-Zyklus wenig freien Handlungsspielraum lässt, dafür durch kleine Gimmicks und Spieleinlagen überzeugen will. Der Jade-Zyklus wird zwischen den erzählerischen Komponenten freies Handeln zulassen, um auch das Rollenspielerherz zu erfreuen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das soweit zur groben Planung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;"Ich schwöre dir, mein Hirn ist ein undurchdringlicher Dschungel angefüllt mit Blödsinn... ein paar Zeilen und nicht mal das schaff ich, wieso kann ich keine Briefe schreiben, ich hab das grüne Kleid an, hätt ich das blaue anziehen sollen, das ist in der Reinigung. Die deutschen haben immer graue Sachen an, du aber blaue, Casablanca, Casablanca ist ein toller Film, Casablanca, weißes Haus, wieso fahr ich eigentlich kein Hybridauto, ich müsste ein Hybridauto fahren, ich sollte mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Fahrrad, Einrad, einsilbig, Eishockeypuck, Boxershorts, Affe, Affe, Klapperschlange."&lt;/blockquote&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und soviel zur Überleitung.&lt;br /&gt;Demnächst wird es vermutlich wieder mehr Inhalte geben, beispielsweise möchte ich mich ein bisschen mit Anna-Lenas künstlerischem Stoff auseinandersetzen, ein paar Sachen zum Studium dürften kommen und vielleicht erfährt man auch mehr über die Farben. Apropos Farben, mir denen geht es seit Wochen das erste Mal wieder ein wenig voran, zumindes in der Konzeption sind 4 weitere Episoden dazugekommen, wenn ich also diese Woche alle Konzepte ausformuliere, sind das insgesamt 6 neue Episoden (2 lagen noch so rum). Für den Zeichenkosmos bedeutet das ziemlich viel und birgt auch aus sich heraus neue Ideen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem beginnt also offensichtlich wieder eine produktive Phase. Aber schauen wir mal, was wird und beschreien nix. \o/&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4022355262915457001?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4022355262915457001/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/04/dies-und-das-be-olam-shel-chalomot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4022355262915457001'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4022355262915457001'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/04/dies-und-das-be-olam-shel-chalomot.html' title='be-Olam Shel Chalomot: Malakei neyar, Papierengel'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8603063838653678030</id><published>2010-10-15T14:45:00.009+02:00</published><updated>2011-02-23T15:29:06.003+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mittelhochdeutsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studium'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Studienrelevantes'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lernmaterialien'/><title type='text'>Vom dem heizen Îzen - oder: Warum man Frauen prügeln darf</title><content type='html'>Da ich derzeit eigentlich nur mit meinen paar Seminaren, Übungen und Vorlesungen beschäftigt bin und alles andere ein bisschen stagniert, will ich euch wenigstens dran teilhaben lassen, was ich gerade so mache - neben dem exzessiven Kauf von studienrelevanten Büchern und Busfahrten. Fingerübung. Wird vermutlich noch überarbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einführung in die Sprachgeschichte&lt;br /&gt;WS 2010/11, B_Ge_1&lt;br /&gt;Weiß, S.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Inhaltszusammenfassung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Stricker – „Das heiße Eisen“ (mhd.: &lt;em&gt;Von dem heizen Îzen&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;vermutl. erste Hälfte des 13ten Jahrhunderts&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau verlangt von ihrem Mann, dass er seine Treue zu ihr durch eine göttliche Probe beweise: Er soll ein glühendes Eisen tragen, damit die Prüfung bestanden sei. Der stimmt dem Geforderten zu, weiß die Verbrennung aber durch eine List zu umgehen, nämlich indem er ein Stück Holz von geeigneter Größe in seinem Ärmel verbirgt und es in die Hand und damit unter das Eisen legt, bevor er es anhebt und kurz hält, es dann ablegt und das Holz wieder im Ärmel verschwinden lässt. Für seine Frau ist der Beweis damit erbracht, dass er ihr immer treu war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun aber verlangt der Mann seinerseits, dass sie dieselbe Probe bestehe, damit auch er weiß, wie es um ihre Treue steht. Anfangs versucht sie ihn von diesem Gedanken abzubringen, indem sie ihn zu Vertrauen auffordert. Davon lässt er sich aber nicht umstimmen und fängt an, das Eisen von neuem zu erhitzen. Ein zweites Mal fordert er nun den Treuebeweis. Als seine Frau feststellt, dass sie ihm die Idee nicht ausreden kann, versucht sie ihr Gewissen zu erleichtern, indem sie ihn mit dem unterwürfigen Verweis darauf, wie schwach und wankelmütig das weibliche Geschlecht wäre, darum bittet, ihr zu vergeben, dass sie einmal untreu gewesen sei. Dem stimmt er zu, erwartet aber weiterhin, dass sie sich bewähre. Nun bittet sie mit einem Appell an die Milde, die er ihr eben gezeigt hat, noch um zwei weitere Male, die er ihr verzeihen soll. Wieder stimmt er zu, wieder fordert er – ungeduldig –, dass sie nun das Eisen in die Hand nehme. Daraufhin verblümt sie ihre Verfehlungen gegen ihn durch drei Pfund, von denen er nur einen Pfennig wisse, auch diese drei Pfund soll er ihr noch gnädig erlassen. Ein letztes Mal stimmt er zu, droht ihr mit dem Tod, sollte sie sich der Prüfung jetzt verweigern. Sie hat keine andere Wahl, sie muss das Eisen greifen, verbrennt sich daran die Hand und zwar offensichtlich sehr heftig. Wie ihr Mann ihr aber einen Verband anbietet, fragt sie ihn, was sie damit soll, ihre Hand sei ohnehin nicht mehr zu gebrauchen wie zuvor (Anm.: vermutlich obszön aufzufassen; davon ab kommt das Verheilen der durch die göttliche Probe entstandenen Wunde im mittelalterlichen Rechtsbrauchtum einem Unschuldsbeweis gleich). Damit ist ihm klar, wie es um ihre Treue steht und er schwört ihr von nun an höchste Verachtung und Pein, auf dass sie für ihre Laster auch den Schaden trägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Text  lässt ein sehr düsteres, wenn nicht gar burleskes Menschen-, vor allem auch Frauenbild des Strickers respektive seiner Zeitgenossen erahnen. Auffällig ist das reduzierte Handlungsfeld; der Anteil an gesprochenem Wort ist überproportional hoch, die Erzählweise geradlinig, was darauf hindeutet, dass sich die Erzählung als Schwank einordnen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;15. Oktober 2010&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8603063838653678030?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8603063838653678030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/10/vom-dem-heizen-izen-oder-warum-man.html#comment-form' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8603063838653678030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8603063838653678030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/10/vom-dem-heizen-izen-oder-warum-man.html' title='Vom dem heizen Îzen - oder: Warum man Frauen prügeln darf'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5154859588897783733</id><published>2010-09-28T19:14:00.003+02:00</published><updated>2010-09-28T19:40:50.472+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzfilme'/><title type='text'>To Have and to Hold (2000)</title><content type='html'>&lt;object width="640" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CxpIwpLEez0?fs=1&amp;amp;hl=en_GB"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/CxpIwpLEez0?fs=1&amp;amp;hl=en_GB" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;After a car accident a woman finds herself deep in the woods with her dead stiff friend still holding her hand.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein leiser Film über die Not, sich loszusagen.&lt;br /&gt;Eine brillante Darstellung von Susanne Lothar. Regie und Buch übernahm John Hardwick.&lt;br /&gt;2001 wurde Hardwick für den Film mit dem Buenos Aires International Festival of Independent Cinema in der Kategorie Best Director ausgezeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;D'ailleurs, ich habe im Moment meine Ulrich-Mühe-Phase und nur deshalb über die Verbindung zu seiner Ehefrau Susanne Lothar und eine Hangelei über den Amazonas auf den Film zurückgekommen. Und ich finde, Menschen wie Mühe und Schliefensing sind neben der Verringerung menschlichen Leides zwei seperate, sehr dringende Gründe, Krebs heilen zu können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5154859588897783733?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5154859588897783733/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/09/to-have-and-to-hold-2000.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5154859588897783733'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5154859588897783733'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/09/to-have-and-to-hold-2000.html' title='To Have and to Hold (2000)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4416717331113965108</id><published>2010-08-13T05:09:00.013+02:00</published><updated>2010-08-14T03:15:57.998+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>All die Farben - Car c'est des couleurs, en Français, pas des Farben</title><content type='html'>La vértité dont Jemand parle au bout, c'est son amante de quelques épisodes de la troisième cercle. C'est bien pour ça qu'il parle prophètiquement, dans le future ; la troisième cercle est son reveil de sa vie onirique au son de la prise de conscience. Je dépende vachement du feedback, alors ne mâchez pas vos mots, s'il vous plaît.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et bien moi, j'ai ce bizarre de rêve dans lequel tous les gens auront des ailes pour voler où que ce soit et des ailerons pour nager où que ce soit et c'est là leur humanité. Il formeront une grande coulée et se mettront en marche vers on ne sait où, quelques d'entre eux à genoux, rampant sur le sol, veules, pitoyable. Dans ce rêve, les gens, ils voudront se débarrasser de leurs ailes et leurs ailerons, parce qu'ils seront trop lourds et encombrants pour marcher en rangs d'oignons avec eux. Et en perdant leurs ailes et leurs ailerons, ils perdront aussitôt l'esprit de vivre comme un peuble libre et raisonnable, et dans ce moment précis, ceux d'entre eux qui auront été sur les pieds se mettront de leur part à genoux, gémissant, geindrant, implorant grâce et un chemin droit et simple où sans autres moyens que les jambes ils pourront passer, comme s'ils avaient déjà oublié qu'il fût eux qui se privèrent eux-même de leurs ailes et leurs ailerons. Et dans leur exiguïté, ils s'arrêteront, cesseront de marcher; ils vivront malheureux en déclarant leur monde l'enfer peu après. Il durera longtemps, mais un jour ou l'autre, ils se raconteront des histoire sur certains imbéciles qui croyaient qu'ils avaient eu des ailes pour voler où que ce soit et des ailerons pour nager où que ce soit. Et ils seront par terre de rire sur ces fous, debout, snobant, prétentieux. A la fin, ils ne se souviendront guère de leur enfer et leur malheur et ils vivront ni controlés, ni savants, dénués, indemnes, jusqu'au jour où ils seront tous péris par leur inaptitude de se retransformer en humains.&lt;br /&gt;Comme je m'éveille, la vérité n'est plus là. Elle s'est enfuie, le rêve et elle, ils sont allée ensemble.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4416717331113965108?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4416717331113965108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/08/all-die-farben-car-cest-des-couleurs-en.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4416717331113965108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4416717331113965108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/08/all-die-farben-car-cest-des-couleurs-en.html' title='All die Farben - Car c&apos;est des couleurs, en Français, pas des Farben'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-9207273604215626665</id><published>2010-07-27T23:56:00.007+02:00</published><updated>2010-07-28T13:30:40.210+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><title type='text'>« Ma liberté, c'est ce que je fais de ce qu'on a fait de moi »</title><content type='html'>C'est Sartre qui a jeté ce mot vrai et dégrisant.&lt;br /&gt;En d'autres termes : Toi qui constitue librement les parties de ta vie desquelles tu as l'indépendance de les transformer es vraiment libre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je me permets d'y mettre une autre phrase à peine en même hauteur avec cette grande pensée là-haut : &lt;em&gt;Quand on ne sait rien de ce dont on dépende, on se prend pour libre&lt;/em&gt;, voulant dire que la liberté est un point de vue, même plus, que la liberté est le produit d'un point de vue assez crédule. Je dis ça pas d'une façon péjorative, la crédulité pour moi est une vraie force, c'est elle qui fait la confiance, la foi, l'espoir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Personellement je suppose que c'est plutôt mieux de se prendre pour libre que de l'être véritablement, car il n'est point important si on le soit ou soit pas parce que la liberté n'est que l'idée d'une aise infinie et que comme celle il suffit d'en avoir le sentiment. Pour peut-être le dire dans l'esprit d'Aristote : Toute action au profit de la liberté tend vers le bonheur de se sentir libre, plutôt qu'elle ait comme fin une vraie liberté qui dans la plupart des cas n'est même pas accessible.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;C'est pour cela qu'il faut gagner une vue réaliste et raisonnable sur cette idée. Pour ceux qui sont et seraient capable de se casser la tête sur la liberté - c'est à dire, pour chacun ayant une notion de cette idée et y tendant, donc tout être d'une certaine intelligence - il n'y aura jamais une liberté parfaite, car personne de cette intelligence est assez crédule pour être vraiment libre. La crédulité est un cadeau que nous versons souvent dans annihilation, c'est bien ça, le péché originel. Mais ça aussi n'est pas dit dépréciativement, car c'est ce péché qui fait de nous des humains.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Au fond, c'est cette leçon que je tends à tire de l'histoire du péché originel. Abandonner une vie libre et simple, abandonner l'éternité, abandonner l'existence près de Dieu (excusez-moi pour réligioniser ceci, mais ce n'est pas loin quand on parle du péché), juste pour y aspirer toute sa vie, c'est humain, c'est pure, c'est voire une sens de la vie, si on veut passer cette borne. Un dirait bien d'une faute qu'Eva ait commis dans l'histoire, mais c'est fauter en vertu de quoi on apprend à grandir. Nous grandissons en vertu de l'histoire et de notre éducation, nous grandissons en vertu de choses qui nous sont arrivées. Tout tentative de vol sans succès rend un peu plus la capacité de s'envoler pour un nouveau déstin. L'important c'est de prendre cette chance. Eva en a pris, même à contre-loi, et c'est là que notre existence fautive eut son début. Mais sans cette fautivité, quelle serait la fin de nos vies, quelle serait la vertu dans une existence infautive ?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et c'est bien pour ça qu'il n'est pas important de vivre cette idée d'exister dans une parfaite liberté, car au moment où on se pense y arriver vraiment on a perdu tout sens de la vie. Sans dépendance, sans fourvoiement et sans le zèle d'atteindre la hauteur la plus grande - ou, faute de quoi, d'y retourner -, on ne serait pas libre, mais de nouveau determiné, determiné par sa propre insignifiance (sans dépendance, il n'y aurait aussi rien à quoi se pencher et personne à fidéliser).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;On n'a donc que revoir l'idée de la liberté. De combien d'elle est-on apte à en posséder sans y perdre en signifiance. Que faire de ce que l'autrui a fait de soi, car c'est bien là que l'on trouve la vraie aptitude de se libérer sans se leurrer dans l'esprit de l'idée de la liberté qui, comme dit, n'est qu'une idée de l'aise. Pour le reste et en fin de compte, il suffit éventuellement de se rendre compte que l'on fait illusion de la liberté, car en cesser signifierait abandonner ce qui nous fait vraiment humain, la force de former le propre monde en vertu de l'esprit, comme l'illusion n'est qu'un acte créateur - comme est donc aussi l'illusion de la liberté.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;C'est une médaille à face et revers. Il y a en fait un trop et trop peu quant à la liberté, et même quant à la crédulité, l'illusion et la dépendance, il y en a de même. Il est important de ne pas se perdre dans le vraisamblable à la recherche de la vérité, autant que c'est important de savoir quand trop de dépendance de la vérité est, en effet, trop. Il suffit de se confier à la liberté delaquelle Sartre parle, tout en s'illusionner consciemment qu'il y en aurait de plus, car l'effective existence de plus d'elle gâcherait le tout.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-9207273604215626665?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/9207273604215626665/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/ma-liberte-cest-ce-que-je-fais-de-ce.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9207273604215626665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/9207273604215626665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/ma-liberte-cest-ce-que-je-fais-de-ce.html' title='« Ma liberté, c&apos;est ce que je fais de ce qu&apos;on a fait de moi »'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3261802556524508349</id><published>2010-07-17T22:54:00.003+02:00</published><updated>2010-10-27T03:27:00.789+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><title type='text'>Jemand und die Farben #2 - Allgemeines und Intention</title><content type='html'>&lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; handelt vom Werdegang eines gewissen Jemand; Jemand verliert ein bisschen den Verstand, wird ein Philosoph ohne Realitätssinn, während er sich an längst Vergangenes klammert und sich in ihm Altes und Neues ineinander auflösen. Noch einmal der provisorische Klappentext:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Jemand sieht Farben, die gar nicht da sind, und liebt eine verschwommene Erinnerung an Ideale, die er angestrengt mit Fetzen der Gegenwart zu restaurieren sucht. Jemand ist ein Philosoph ohne Realitätssinn und versickert nach und nach mit einem dahinfließenden Was-einmal-gewesen-ist, an das er sich klammert, in einer schleichenden Krankheit, in der sich Erinnerung und Denken, Raum und Zeit auflösen, bis sie schließlich nur noch die Pole seines Ichs in leerem Raum zurücklässt. Die pathologische Symmetrie einer Welt ohne Gesellschaft und die Hilflosigkeit, mit der er ihr gegenübersteht, schließlich die Isolation stoßen Jemand voran in eine Richtung, in die niemand gehen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit seinem klaren Denken verschwinden auch die Eckpfeiler seiner Identität; ein längst verronnenes Bild von Weiblichkeit und seine Gefühlswelt, die sich eines Morgens selbst an die Wand malt. Jemandes Selbstgeißelung führt ihn in eine surreale Welt, in der kein Wert mehr Bestand hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;All die Farben&lt;em&gt; können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Jemandes Leben verblasst. Sie erzählen von der sichersten Liebe, von den essentiellsten Ängsten und davon, wie tief das Netz im Balanceakt zu existieren hängt.&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; ist eine in Episodentexten aufgebaute Gesamtarbeit mit – irgendwann einmal – novellistischen Zügen. Eine rote Spinnwebe für den ansonsten mit Unklarheit gebeutelten Leser zeichnet Jemandes etappenhafte Entwicklung nach, irgendwann soll das Projekt dreigliedrig die Entwertung von Jemandes Leben umfassen; --&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso im Werden sind größere Themenkomplexe, die sich über mehrere der Episoden erstrecken und so etwas Ordnung hineinbringen. Die Thematik selbst – um darauf einmal hingedeutet zu haben – wird im Groben von Freud, damit einhergehendem kritischem Stoff, einer kleinen Brise Nietzsche, viel Kafkaesquem und mehreren lyrischen Elementen bestimmt und unter anderem von Leslie Kaplan, Pirandello und Canetti inspiriert. Die Sensibilität und die Verwundbarkeit der menschlichen Seele stehen im Vordergrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich anfing, &lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; zu schreiben, hatte ich eigentlich nicht mehr im Sinn, als zu versuchen einige alte Ideen zu bündeln und zu abstrahieren. Inzwischen spaltet sich in Jemand eine große Welle von surrealem Empfinden ab. Viele der Symboliken, Themen und Erlebnisfelder innerhalb der Episoden sind sozusagen von eigenem Erleben und eigenem Empfinden inspiriert, im Endeffekt aber stark abstrahiert und bewusst auf Jemandes Gefühls- und Wahrnehmungsebene angepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine letztendliche Intention, die die Arbeit erfüllen soll, kann ich nicht befriedigend in einem Wort zusammenfassen. Unvollständig könnte "Sensibilisierung" die Zielsetzung fassen. &lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; erhebt dabei nicht den Anspruch, besonders mahnend oder aufrüttelnd zu sein, es will einfach den notorischen Pfad des Wahnsinns besser ausleuchten. Ein Stück weit soll man Jemand spüren, direkt mit ihm kommunizieren und das nur innerhalb seiner Gedankenwelt, weil genau die alles ist, was ihn identitär ausmacht (fehlender Kontakt zu anderen Figuren macht Selbstdarstellung unmöglich; lediglich während des Dialogs mit dem Betrachter aus der Galerie soll etwas Annäherndes ausgedrückt werden). Man soll seine charakterlichen Schwächen und seine Wahrnehmung nicht ohne Weiteres pauschal abtun können, sondern dazu angehalten werden, sie zu analysieren und zu verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem spielt das Scheitern eine wichtige Rolle, vor allem das Scheitern an sich selbst, welches wiederum seine Pathologie im Scheitern an der Welt findet. Es ist das alte Weltschmerzthema, eigentlich nur ein bisschen mit dem Tauchsieder bearbeitet, dient aber wiederum zur Kausalisierung von Jemandes Leiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;----------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seid stolz auf mich, ich habe 6 Seiten auf ein paar Absätze zusammengefasst, ohne wirklich viele Schwerpunkte wegzustreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens werde ich den "Anfang vom Ende" zu einer Episode umarbeiten beziehungsweise vielleicht bildet der Text den Anfang einer weiteren Formebene, die ich möglicherweise zusätzlich zu den Episoden implementiere. Umgearbeitet wird's aber so oder so.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3261802556524508349?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3261802556524508349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/jemand-und-die-farben-2-allgemeines-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3261802556524508349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3261802556524508349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/jemand-und-die-farben-2-allgemeines-und.html' title='Jemand und die Farben #2 - Allgemeines und Intention'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-583763740692070349</id><published>2010-07-11T00:57:00.003+02:00</published><updated>2010-07-11T01:09:01.630+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><title type='text'>Jemand und die Farben #1 - Einiges zur Symbol- und Bedeutungs</title><content type='html'>&lt;strong&gt;1. Die Bedeutung der Farben&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Farben symbolisieren Jemandes abgespaltene Gefühlswelt, seine Erinnerungen und Eindrücke. Der Gedanke dahinter ist, dass der an der Welt Verzweifelnde in einen Diskurs mit dem eigenen Wesen treten muss (vorher schonmal als Kommunikation mit dem Selbst aus Einsamkeit heraus bezeichnet). Die Identität: ein Produkt von Gefühlen, Erinnerungen und Eindrücken. Diese wiederum sind Projektion bzw. Abglanz dessen, was wir in der Welt wahrnehmen und darstellen. Jemand sieht die Farben als verschwommenes Abbild, wie von gebrochenem Sonnenlicht auf seiner Tapete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Die Bedeutung von Sonne und Mond&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Licht spielt in &lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; eine wichtige Rolle. Jemand fürchtet sich vor der Nacht und besitzt eine Obsession für den Mond. Was er eigentlich sucht, sei die Sonne. Die Sonne ist sowohl Quelle des Lichtes seines „Götzen“ Mond und ihr Licht ist auch die Quelle der Farben an der Wand. Der Abglanz ist für Jemand mehr als das tatsächliche Licht. So klammert er sich sowohl an den Mond, später sogar an wiederum dessen bloßen Abglanz, als auch an die Farben an der Wand. Auch liebt er mit dem Mond das einzige große Licht in der Nacht, am Tag vergisst er diese Suche, weil Licht überall ist. Der Morgen erfüllt ihn mit Angst und Ungewissheit, er traut der „Anbiederung“ des Tages nicht. (-&gt; Falter)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Jemand und die Erlebniswelt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jemandes Erlebniswelt ist nicht leicht zu hintersteigen, auch für ihn selbst nicht. So spalten sich in seinen Erinnerungen Teilgehäuse seiner Eindrücke ab und geben den Erlebnissen Namen. Er trägt die Zuversicht auf dem Rücken, liebt eine rollige Hündin, liebt ein Bild in einer Galerie, eines Tages wacht er neben dem scheintoten Morgen auf. Man soll diese Bilder mit dem Vorsatz „Mir ist, als ob…“ aufschlüsseln können. (Also: „Mir ist, als ob ich die Zuversicht auf meinem Rücken tragen würde.“, „Mir ist, als wäre ich in einer Beziehung mit einer Hündin.“, „Mir ist, als betrachte ich ein Bild in einer Galerie und verliebte mich in die Portraitierte.“ oder „Mir ist, als wachte ich neben dem Morgen auf. Mir ist, als sei er tot.“) Dieses „als ob“ verfälscht Jemandes Erlebnis dahingehend, als dass es die innere Empfindsamkeit nach außen kehrt und auf bestimmte Erinnerungsmerkmale projiziert, ähnlich wie auch seine Empfindsamkeit selbst auf die Wand projiziert wird, damit sie nachvollziehbar ist („Mir ist, als sei alles was ich bin ein Farbenhaufen an der Wand.“). Es handelt sich dabei um eine Art Traumsymbolik, Jemand ist ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr bei klarem Verstand und seine Erinnerungen gleichen einem oniristischen Erlebnis. Weil es vor allem um sein abstraktes Denken geht, dass ihm die Situationen verschimmert, muss man Jemand stets in Allegorien verstehen. Es soll dabei nicht einmal wirklich wichtig sein, was genau er ausdrückt, sondern die Konsequenz daraus, dass er dieses Abstrahieren so verinnerlicht, was das für ihn und seine Psyche bedeutet und wie viel mehr man aus der emphatischen Schilderung heraus über sein Wesen erfährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispiele für weitere projizierte Eindrücke: Das Fremde und die Fremden, Selbstzweifel, Einsamkeit, Verjüngung, Faszination, was spontan sonst noch so passt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-583763740692070349?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/583763740692070349/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/jemand-und-die-farben-1-einiges-zur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/583763740692070349'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/583763740692070349'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/jemand-und-die-farben-1-einiges-zur.html' title='Jemand und die Farben #1 - Einiges zur Symbol- und Bedeutungs'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2417407512989000855</id><published>2010-07-04T22:16:00.007+02:00</published><updated>2010-07-04T23:01:21.499+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fragmente'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><title type='text'>Der Anfang vom Ende</title><content type='html'>Kräfte messen sich an meinem Ufer,&lt;br /&gt;wo saure, abgenagte Äpfelgehäuse weit der Stämme fallen.&lt;br /&gt;Hier bin ich daheim.&lt;br /&gt;Hier stopft man mir Finger in die Nase,&lt;br /&gt;bis ich sie voll habe.&lt;br /&gt;Hier beraubt man mich noch am Schandpfahl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stochere im Bienenstock,&lt;br /&gt;bis du mir wimpernzuckend eine Grube gräbst,&lt;br /&gt;um dich mit beiden Beinen hineinzustellen.&lt;br /&gt;Und ich, mit einem Beine, steh in dir.&lt;br /&gt;Hier hänge ich stets in der Luft.&lt;br /&gt;Hier belle ich, bevor ich beiße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Klappen brauche ich für eine Fliege.&lt;br /&gt;Hier wasche ich fremde Hände,&lt;br /&gt;die mich würgen und die Flucht versperren.&lt;br /&gt;Hier spreche ich Bände in Braille.&lt;br /&gt;Hier hauche ich heiße Luft in die Ohren der Tauben.&lt;br /&gt;Und dann lasse ich den Worten Taten folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo ich den verjagten Wellen nachschaue,&lt;br /&gt;da steht und fällt die Welt.&lt;br /&gt;Erst stichst du mir ins Auge,&lt;br /&gt;dann geht es mit uns hinein:&lt;br /&gt;Hier stehe ich&lt;br /&gt;wider Erwarten&lt;br /&gt;und begrüße all den schweren Anfang vom Ende.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2417407512989000855?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2417407512989000855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/der-anfang-vom-ende.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2417407512989000855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2417407512989000855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/07/der-anfang-vom-ende.html' title='Der Anfang vom Ende'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8350635085558670715</id><published>2010-06-14T03:52:00.000+02:00</published><updated>2010-06-14T03:52:51.451+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Am Brunnen vor dem Tore... Oder: Von Demütigung und Elephant</title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;بحر من غرقه گشت هم در خویش بوالعجب بحر بیکران که منم&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das Meer, das ich bin, hat sich in seine eigenen Wogen hineinergossen. Seltsames, grenzenloses Meer, das ich bin!&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rumi ist einfach sagenhaft. Ich spiele mit dem Gedanken, mir eine der deutschen Bearbeitungen seiner Werke zu beschaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich an altertümlicher Poesie so sehr mag, ist das Nutzen von Symbolen und parabelischen Inhalten. Was Allegorisches anging, so hatte man zu früherer Zeit - um genau zu sein: in jeder Zivilisation genau zu der Zeit, in der ihre jeweilige Sprach- und Assoziationsvielfalt entstand - ein viel besseres Gespür für allgemeine Zeichen und Metaphern. Nicht zuletzt war es die deutsche Minne, die viele allgemeine, dem gemeinsamen Bildwortschatz entsprechende Symbole hervorbrachte (etwa die Linde als Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit). Die Gemeinsamkeit von Wortschatz war und ist von wesentlicher Wichtigkeit, wenn man abstrahieren möchte, nur dadurch konnten Gefühlswelten akkurat transportiert werden (das ist auch der Reiz an Minne, wie ich finde). Was mit den Arthussagen etabliert wurde, nämlich ein allseits bekanntes Bild eines bestimmten Verhaltes, wurde fortgeführt durch Wappen, Symbolik, Metaphorik, nichts zuletzt dem Vertrauen auf Assoziationen. Natürlich war dieses Verfahren schon viel früher in anderen Kulturen noch blühender verbreitet (China, naher Osten), aber ich will ja den Bezug zum Titel nicht verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Titel: Müller nimmt in seinem &lt;em&gt;Winterreise/Lindenbaum&lt;/em&gt; eine Vielzahl von alten Motiven auf, genau das ist ja auch der Ausschlag dafür, warum der Lindenbaum so gut zum Volkslied geeignet ist. Man verbindet hier eine einfache Geschichte mit einer tiefgreifenden, unglaublich unterschätzten Bedeutungsebene.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich 14 Jahre alt war, habe ich das erste Mal Bekanntschaft mit Antoine de Saint-Exupéry gemacht. Wie vermutlich bei den meisten Leuten geschah das über den &lt;em&gt;Kleinen Prinzen&lt;/em&gt;. Damals noch als Hörbuch auf MC und in der schlechten Lautsprecherqualität meines grauweißen Kasettenrecorders. Die Zwischenjingle bei den Kapitelübergängen schwirren mir manchmal noch hin und wieder durch den Kopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem bei Saint-Ex ist, dass die Leute ihn mit genüsslichem Leichtsinn auf einen kindischen Aphorismenschleimer herunterbrechen, ihn als biographisches Muster begreifen, als ob sein Schreiben nicht aufgrund seines Geistes denn seines Lebens hätte großartig sein können. Dabei ist er so viel mehr, ja, ich persönlich würde sogar so weit gehen, ihn in seiner philosophischen Tragweite in einem Atemzug mit Nietzsche zu nennen. Ich weiß, das ist doof. Aber Saint-Ex wirklich zu begegnen heißt, ihn ernst zu nehmen, ihn nicht als Kinderbuchautor und Fantasten, Belletristen zu sehen. Das geschieht aber viel zu wenig, weil er es so gut verstand, sein Schreiben für den einfachen geist zu verschlüsseln. Das wiederum mag arrogant klingen; dessen bin ich mir bewusst und kann es nicht ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beispiel, das mise-en-abyme aus "Erlebte Geschichten": Der Erzähler ist 6 Jahre alt und will einmal Künstler werden, also vollendet er sein erstes Bild, das einer Riesenschlange, die einen Elephanten verschluckt hat. Für die großen Leute schaut das aus wie ein Hut, es ist ja nur das Äußere der Schlange und nicht besonders plastisch. Also zeichnet er das Innere der Schlange, um es den großen Leuten deutlich zu machen. Die sagen ihm dann, sich mehr mit den wichtigen Sachen des Lebens zu beschäftigen, und so endet seine Karrierer als Künstler. Immer aber, wenn ihm ein Mensch begegnete, bei dem es schien, dass er wirklich etwas auf hätte, kopierte er seine alte Zeichnung der Riesenschlange, die einen Elephanten verschluckt hatte. Immer aber bekommt er die Antwort, das sei ein Hut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interpriert wird das wörtlich, nämlich so: Die großen Leute sind zu wenig Kind, als dass sie die Logik des 6-jährigen Erzählers fassen könnten. Die Ablehnung seines Schaffens ist zweckorientiertes Erwachsenendenken, man will ja, dass aus dem Kind etwas wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch diese Interpretation wird die Parabel in sich verspiegelt. Sie verlangt ja gerade, dass man hinter die Bildebene sieht und den Elephanten entdeckt. Der Elephant wiederum ist die beständige Suche nach jenen, die hinter die Schlangenhaut sehen können, nur wer die Richtung der Intention begreift, fasst auch die Intention selbst. Saint-Ex deutet hier nicht auf sein inneres Kind hin, sondern auf seinen Wunsch nach allumfassender Abstraktion und nach Selbstaufgabe in dieser Abstraktion (das kommt direkt als Motiv im weiteren Buch bis auf das Gespräch mit dem Geographen nicht mehr vor, spielt aber beispielsweise beim Besuch der Planeten eine wichtige Rolle). Es ist richtig, dass für ihn vermutetermaßen Kinder zu einem sehr guten Teil in der Lage sind, dieser Abstraktion nachzugehen - sie sind noch nicht von Systematismus, Kategorismus und Pauschalismus verdorben. Er sucht aber eben nicht nach Kindlichkeit, er sucht nach dieser Abstraktionsfähigkeit. Verschlüsselt ist dieser Punkt durch sich selbst: Die Zielrichtung der Parabel erschließt sich nur durch sich selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später extremisiert er das sogar noch, nämlich dort, wo der kleine Prinz nicht nur seinen Elephanten entlarvt, sondern wo er ihm sogar noch etwas lehren kann, indem er ihm seinen Elephanten zeigt: Das Schaf in der Kiste, das nicht zu klein oder zu alt, nicht zu krank und kein Widder ist, sondern das Schaf nach seinen Wünschen. Was er ihn aber lehrt, ist der Respekt der Ebenbürtigkeit, denn er sagt: Das ist genau das, was ich wollte - dass du begreifst, dass ich der Freund bin, den du so lange gesucht hast, nämlich einer, der das Schaf nicht sehen muss, um zu wissen, dass es existiert. Mit meinem abstrakten Denken kann ich es Wirklichkeit werden lassen. Es ist beinahe eine resignierende Einsicht, dass der kleine Prinz von einem anderen Planeten kommt und dort seine Verpflichtungen hat: Es gibt auf der Welt keinen Menschen, der ebenbürtig zu denken in der Lage ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist eines der vielen Geheimnisse, die ich mir aus aus dem Kleinen Prinzen nehme. Ich kann nicht sagen, ob sie wahr ist, bestätigt wird sie jedenfalls immer wieder, umso weiter ich mich in den Gedankenkosmos von Saint-Ex hineinwage, denn der ist so wenig banal, dass die den Kleinen Prinzen banalisierenden Stimmen ihrer Lügen gestraft werden. Von der zur Erde herabsteigenden* Rache am Kategorismus (Die Fahrt des kleinen Prinzen vom Geographen gen Erde) bis hin zur Tautologie des Fuchses (L'essentiel est invisible pour les yeux.) bin ich nahezu sicher, dass hier mehr dahinter steckt, als nur ein Kinderbuch. Es ist ein Plädoyer für die Befreiung vom Joch des all zu Menschlichen (no pun intended).&lt;br /&gt;*Erkennt jemand die Überschneidungen auf Nietzsche? Die Erde? Die Schlange? Nur weiter gedacht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Denken unserer Geisteswissenschaften bewegt sich wieder auf dem Niveau des Sichtbaren, des Notwendigen und des Metaphysischen. Das ist die Philosophie der Blinden, der Zweckdiener und um des Philosophierens willen. Zumindest die Zweckdiener haben es nicht schlecht getroffen und ich bewundere sie für ihre Resilienz. Sie sind nötig und nützlich. Aber sie sind nicht genug. Sie verändern nur Zustände, die für uns nicht lebbar sind und durch die Veränderungen schwerlich lebbar werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind wir am Ende der kulturellen Evolution, wenn wir uns weigern, über den Tellerrand hinaus zu blicken, wenn wir es vorziehen, unter Räder zu geraten, die wir auch noch selbst anschieben in der Hoffnung, eine Kerbe zu finden, in die wir schlüpfen könnten, wenn wir lieber symptomatische Zustände therapieren, weil wir uns der Pathologie der Notwendigkeit der Selbstveränderung gar nicht mehr gewahr sind?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wird man Herr dieser stummen Logik, die einen mit geradezu regelmäßiger Demütigung empfängt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Edith von der Buchhaltung schrieb:&lt;br /&gt;Die Themensprünge müsst ihr euch selber wieder zusammennähen, ich hab im Moment kein gutes Händchen für Überleitungen und Apropos sind mir derzeit zu abgeklatscht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8350635085558670715?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8350635085558670715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/06/am-brunnen-vor-dem-tore-oder-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8350635085558670715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8350635085558670715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/06/am-brunnen-vor-dem-tore-oder-von.html' title='Am Brunnen vor dem Tore... Oder: Von Demütigung und Elephant'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-6471484753591670346</id><published>2010-06-01T01:32:00.003+02:00</published><updated>2010-06-01T01:43:26.348+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essays'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>Vom Menschsein und Ewigsein</title><content type='html'>Als Mosheh auf Chorev den brennenden Busch fragt, was er seinem Volke sagen soll, wer ihm auftrug, sie aus der Sklaverei zu führen, erhält er als Antwort: &lt;em&gt;Ehyeh asher ehyeh.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist im Grunde ein sehr schöner Ausdruck, um G-tt zu beschreiben, es ist nichts Greifbares, nichts Eindeutiges. Von jeher wird diese Aussage von Theologen und Übersetzern unterschiedlich wiedergegeben und interpretiert. Das hat den Grund, dass die hebräische Grammatik selbst sehr sparsam mit Formenreichtum ist, man muss die Wortbedeutung aus dem Kontext erschließen. Diese Aussage hier besitzt aber keinen Kontext, sie ist in nichts eingebettet als Ihn selbst, genauso wie auch Er ohne Kontext ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was will dieses Ehyeh asher ehyeh nun bedeuten können?&lt;br /&gt;‚ehyeh‘ ist die progressive Futurform von ‚sein‘, lihiot. Von Muttersprachlern wird die Form als eine Verbindung von Präsens (hoveh) und Futur (atid) wahrgenommen. Wie schon erwähnt ist die hebräische Grammatik sehr sparsam, so stecken in ein und derselben Konjugationsform mehrere verschiedene mögliche Aussageintentionen. In diesem Fall kann das sein: Ich werde sein, ich sei, ich soll sein, ich wäre, ich kann sein, ich geruhe zu sein, etc.pp. Das Wort beschreibt Ihn als zeitlos und unendlich.&lt;br /&gt;‚asher‘ ist ein allgemeines Relativpronomen, auch hier ist das Hebräische wieder sehr auf Mehrwegverwendung bedacht, es kann sowohl als auch bedeuten: was, wer, wie, wo, wann; das, was; der, der; etc. Heutzutage wird das Pronomen nahezu ausschließlich dazu verwendet, Relationen in bestimmten Wortverbindungen anzugeben, kommt als alleinstehender Satzteil also kaum noch zur Geltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich bin der, der geruht  zu werden, all das und wer und all dort und wann ich sein werde.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man spricht von göttlicher Emanation, von etwas, das einen Anfangspunkt im Hier und Jetzt besitzt und in der Ewigkeit nicht endet. Damit ist Er alles Seiende und alles Werdende, ein Alles-Sein und Selbst-Existieren. Viel mehr noch, Er ist der, durch den alles Sein und Werden erfährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ivrit hat keine Präsensform für das Wort ‚sein‘. Ich kann auf Hebräisch nicht feststellen „Ich bin.“, nur verorten „Ich bin klein.“, &lt;em&gt;Ani katan.&lt;/em&gt; Das ist sehr interessant, wenn man daran denkt, was das für das Selbstverständnis bedeuten muss, viel mehr noch, wenn man an markante Stellen aus Bereshit denkt, wird deutlich, wie viel unmittelbarer Seine Existenz ohne einen Gegenwartszustand ist.&lt;br /&gt;Ein Beispiel, welches in seinem Wortlaut ziemlich bekannt sein dürfte:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vayomer Elohim yehi or ve-yehi or.&lt;/em&gt;  Elohim sprach: Es werde Licht; und es wurde Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht etwa befiehlt Er dem Licht zu sein, Er befiehlt ihm zu werden, und es war nicht, es wurde. Das Licht wird damit ebenso ungreifbar wie Seine Existenz, es ist ein Werden statt ein Dasein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bezug auf Ihn fallen in den Schriften noch mehrere derartig Tautologien, etwa: „Ich will […] dir kundtun den Namen HVYH: Wem Ich gnädig bin, dem bin Ich gnädig, und wessen Ich Mich erbarme, dessen erbarme Ich Mich.“ Meist macht Er sie über sich selbst, weil Er niemals (zumindest soweit ich weiß; es kann vielleicht durchaus vorgekommen sein) objektiviert wird, er ist immer Subjekt. Das unterstreicht einerseits den Eindruck, dass diese Worte direkt von ihm kommen, andererseits weist es ihm auch stilistisch eine Allgegenwärtigkeit zu. Und selbst, wenn man über Ihn spricht, wird Seine Gegenwart stets betont, wo Mosheh den Söhnen Yisraels sagen soll: Ehyeh schickt mich zu euch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ehyeh asher ehyeh. Ich bin, der ich bin. Ich mag sein, was ich sei.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keinen Satz im Tanakh, der meine Beziehung zu meinem G-tt mehr geprägt hätte, der mein Bild von der Schöpfung und dem Dasein besser zu fassen wüsste. Er besitzt keinen Namen, deshalb kann HaShem auch niemals offenbart werden, er ist das Alles-Sein und die Selbst-Existenz, er muss erfahren werden. Nur wer Sein und Werden in Einklang zu bringen, der die unerklärte Selbstexistenz Seiner Herrlichkeit hinzunehmen vermag, lernt Ihn kennen.&lt;br /&gt;Dr. Eli Erich Lasch beschreibt das in seinem Buch „Let there Be Freedom“ wie folgt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Moses erlebte auf Chorev eine Erleuchtung, und seit dieser Zeit sah er die Welt auf andere Art und Weise. Er erkannte, dass die Wirklichkeit in verschiedenen Formen und Dimensionen gesehen werden kann. Nun war er bereit, nicht nur seine eigene Realität zu verändern, sondern auch die der ihn umgebenden Welt. Nun konnte er vollbringen, was wir „Wunder“ nennen würden. In diesem Augenblick hatte Moses seine Göttlichkeit wieder gewonnen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Ich halte nicht viel von fremden Interpretationen der Schriften, weil sie letztendlich immer einen entweder subjektiven oder theologischen Charakter haben und beides ist bei der Entwicklung eines persönlichen Bildes eher hinderlich. Hier aber sprechen wir in etwa dieselbe Sprache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist die Konsequenz daraus?&lt;br /&gt;Ein Dasein, das Sein und Werden zu akzeptieren und zu vereinen weiß, entfernt sich von der Existenz in der Vergangenheit. Der Mensch definiert sich im Allgemeinen über das, was ihm zugestoßen ist, seine Identität besteht aus in vergangenen Ereignissen erworbenen Werten und Erfahrungen. Das ist einerseits die Wesensgabe des Menschen, dass er erinnern kann, nur durch Erinnerung wird eine Zukunft denkbar. Das tut der Göttlichkeit der Emanation andererseits keinen Abbruch, jeder Anfang hat eine Art dunkles, angsteinflößendes Nichts, aus dem er hervorging. Auch der Gott der Hebräer hat einen Anfang:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vayomer anuki Elohi abeykha, Elohi Abraham, Elohi Izehak, ve-Elohi Yakov.&lt;/em&gt; Und er sprach: Ich bin da eben der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man darf diesen Urzustand hier nicht falsch verstehen, nämlich schöpferisch. Er ist viel eher tranzendental zu sehen. Als Gott sich Mosheh als der Gott seiner Vorväter zu erkennen gibt, verbirgt dieser angstvoll sein Gesicht. Bei Lasch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Im ersten Teil der Begegnung erscheint Gott Moses in dem Aspekt von HVJH, dem Aspekt des ewigen Seins, als Gott der Zeit. Die Offenbarung beginnt mit der Erinnerung an die Vergangenheit – Ich bin der Gott deines Vaters – und Moses reagiert, indem er sein Gesicht verhüllt.  „Was für ein Gott ist dieser Gott, den wir für seine Dienste und Versprechen in der Vergangenheit anbeten sollen und der es in der Gegenwart zulässt, dass sein Volk ausgerottet wird. Ein solcher Gott ist höchstens zu fürchten.“ […] Aber in diesem Augenblick verändert sich alles, und Gott wird zum Gott der Gegenwart.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Die Mission Moshehs, der Auszug aus Ägypten, die Erfahrung der Schemot, das Auserwählen der leidenden Hebräer zum Bund mit G-tt bilden den Anfang von Adonay, dem Herren. Dennoch verkörpert er weiterhin die göttlichen Dimensionen seiner Schöpfung und seiner Selbst-Existenz; Elohi ist Elohim, ein Gott, der mehrere Götter ist, der Gott Jakobs, Isaaks, Abrahams, Noahs, Amrams, schließlich Moshehs, der Gott der Schöpfung, auch der Gott Christi, manchmal sogar der Gott der Muslime.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Charakter G-ttes ist ein ständiges Neuanfangen, ein Umwerten, wenn man es mit Nietzsche halten will: Ein Vergessen. Das bedeutet – noch einmal – nicht, dass man die Vergangenheit nichtig zeihen oder gar auslöschen soll, es heißt nur, sie als vergangen anzuerkennen.&lt;br /&gt;Gleichzeitig heißt es, sich der Zukunft anzuvertrauen, auf dass aus ihr schöpferische Kraft entstehe. Auf diese Weise bleibt die Nähe zum Alles-Sein gewahrt, die Rückkehr dahin ermöglicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6471484753591670346?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6471484753591670346/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/06/vom-menschsein-und-ewigsein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6471484753591670346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6471484753591670346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/06/vom-menschsein-und-ewigsein.html' title='Vom Menschsein und Ewigsein'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8877767602524121785</id><published>2010-01-27T05:17:00.006+01:00</published><updated>2010-02-07T22:43:57.299+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>תהלים ח - Tehilim chet</title><content type='html'>1 למנצח על-הגתית מזמור לדוד.&lt;br /&gt;2 יהוה אדנינו מה-אדיר שמך בכל-הארץ אשר תנה הודך על-השמים.&lt;br /&gt;3 מפי עוללים וינקים יסדת עז למען צורריך להשבית אויב ומתנקם.&lt;br /&gt;4 כי-אראה שמיך מעשי אצבעתיך ירח וכוכבים אשר כוננתה.&lt;br /&gt;5 מה-אנוש כי-תזכרנו ובן-אדם כי תפקדנו. &lt;br /&gt;6 ותחסרהו מעט מאלהים וכבוד והדר תעטרהו.&lt;br /&gt;7 תמשילהו במעשי ידיך כל שתה תחת-רגליו.&lt;br /&gt;8 צנה ואלפים כלם וגם בהמות שדי.&lt;br /&gt;9 צפור שמים ודגי הים עבר ארחות ימים.&lt;br /&gt;10 יהוה אדנינו מה-אדיר שמך בכל-הארץ. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1 Lamantzeh al-haGittith mizmor leDavid.&lt;br /&gt;2 Adonay adoneynu, mah-adir shimkha bekhol-ha'eretz asher tenah hodekha al-hashamayim.&lt;br /&gt;3 Mepi olelim veyonekim yizdad oz lema'an tzorereykha lehashbit oyev omitnakem.&lt;br /&gt;4 Ki-arah shamekha ma'asey etzbetekha yare'ach vekhokhevim asher konantah.&lt;br /&gt;5 Mah-anosh ki-tizkarenu veben-adam ki tifkedenu.&lt;br /&gt;6 Vetachazerehu me'at me'elohim vekhavod vehadar te'aterehu.&lt;br /&gt;7 Tamshilehu bema'asey yodeykha kol shatah tachat-raglayv.&lt;br /&gt;8 Tzoneh ve'alfim kolam vegam behamot saday.&lt;br /&gt;9 Tzipor shamayim vedagey hayam over orchot yamim.&lt;br /&gt;10 Adonay adoneynu mah-adir shimkha bekhol-ha'eretz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1 &lt;em&gt;Nach dem Meisterklezmer auf Gittith gespielt, ein Psalm Davids.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;2 Herr, oh unser Herr, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde, über die Himmel breitest Du Deinen Glanz aus.&lt;br /&gt;3 Aus den Mündern der Kleinen und der Kinder schallte Dir großes Lob, entgegen Deinen Feinden, Deine Widersacher zu verstummen.&lt;br /&gt;4 Betrachte ich den Himmel, das Werk Deiner Finger, den Mond und die Sterne, denen Du Raum schenktest:&lt;br /&gt;5 Was ist der Mensch, dass Du ihn bedenkest, des Menschen Kind, dass Du Dich seiner annimmst?&lt;br /&gt;6 Ein wenig geringer als die Himmelsgeschöpfe hast Du ihn gemacht und ihn mit Ehrbarkeit und Größe gekrönt.&lt;br /&gt;7 Du ließest ihn statthalten über das Werk, welches Deine Hände vollbracht, legtest ihm alles zu Füßen.&lt;br /&gt;8 Die Lamm- und Ziegenherden, die Rindviecher und die wilden Tiere.&lt;br /&gt;9 Die Vögel in den Lüften und die Fische des Meeres, die seine Ströme bereisen.&lt;br /&gt;10 Herr, oh unser Herr, wie herrlich ist Dein Name auf der ganzen Erde!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8877767602524121785?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8877767602524121785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/01/tehilim-chet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8877767602524121785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8877767602524121785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/01/tehilim-chet.html' title='תהלים ח - Tehilim chet'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8988494983982669934</id><published>2010-01-24T19:42:00.012+01:00</published><updated>2010-01-25T23:08:55.260+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>אדון עולם - Was ist des Menschen Kind, dass Du Dich seiner annimmst?</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Adon Olam&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אדון עולם אשר מלך &lt;br /&gt;בטרם כל יציר נברא &lt;br /&gt;לעת נעשה בחפצו כל &lt;br /&gt;אזי מלך אזי מלך &lt;br /&gt;שמו נקרא &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ואחרי ככלות הכל &lt;br /&gt;לבדו ימלוך נורא &lt;br /&gt;והוא היה והוא הווה &lt;br /&gt;והוא יהיה והוא יהיה &lt;br /&gt;בתפארה &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;והוא אחד ואין שני &lt;br /&gt;להמשילו להחבירה. &lt;br /&gt;בלי ראשית בלי תכלית &lt;br /&gt;ולו העוז והמשרה. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;והוא אלי וחי גואלי &lt;br /&gt;וצור חבלי בעת צרה. &lt;br /&gt;והוא נסי ומנוסי &lt;br /&gt;מנת כוסי ביום אקרא &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;בידו אפקיד רוחי&lt;br /&gt;בעת אישן ואעירה&lt;br /&gt;ועם רוחי גויתי&lt;br /&gt;יי לי ולא אירא&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adon olam, asher malach,&lt;br /&gt;beterem kol yetzir nivra.&lt;br /&gt;Le-et na'asah ve-cheftzo kol,&lt;br /&gt;azay melech shemo nikra.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ve-acharey kichlot hakol,&lt;br /&gt;le-vado yimloch nora.&lt;br /&gt;Ve-hu haya, ve-hu hoveh,&lt;br /&gt;ve-hu yihiyeh be-tifara.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ve-hu echad, ve-eyn sheni&lt;br /&gt;le-hamshil lo, le-hachbira.&lt;br /&gt;B'li reishit, b'li tachlit,&lt;br /&gt;ve-lo ha'oz ve-hamisrah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ve-hu Eli, ve-chay go'ali,&lt;br /&gt;ve-tzur chevli be-et tzarah.&lt;br /&gt;Ve-hu nisi umanos li,&lt;br /&gt;me-nat kosi be-yom ekra.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Be-yado afkid ruchi&lt;br /&gt;be-et ishan ve-a'irah.&lt;br /&gt;Ve-im ruchi gviyati,&lt;br /&gt;Adonay li ve-lo ira. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seigneur du monde, qui régnait&lt;br /&gt;avant qu'une seule chose ne fût crée.&lt;br /&gt;Dès lors que tout forgé par son vouloir,&lt;br /&gt;dès lors c'est Lui que l'on appelle Roi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et aussitôt que tout s'éteindra&lt;br /&gt;c'est Lui tout seul qui régnera.&lt;br /&gt;Et Il est, et Il étoit&lt;br /&gt;et Il doive être dans Sa gloire.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et Il est l'un et d'autre il n'y a aucun&lt;br /&gt;De s'approcher à Lui ou de se joindre.&lt;br /&gt;Il est hors de début, hors de bout&lt;br /&gt;et c'est à Lui qu'est le magistère surtout.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et Il est Elohi, et Il est vif&lt;br /&gt;et mon rocher auquel en deuil je me refugie.&lt;br /&gt;Et Il est mon gonfalon et mon asile&lt;br /&gt;qui fait qu'à son bout le jour n'était futile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dans Sa main mon esprit soit reconfié&lt;br /&gt;lors du sommeil et lors du réveil.&lt;br /&gt;Et même quand l'esprit me quittera&lt;br /&gt;je ne crains rien comme Adonay est avec moi.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8988494983982669934?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8988494983982669934/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/01/was-ist-der-mensch-dass-du-seiner.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8988494983982669934'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8988494983982669934'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/01/was-ist-der-mensch-dass-du-seiner.html' title='אדון עולם - Was ist des Menschen Kind, dass Du Dich seiner annimmst?'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3174630705535205943</id><published>2010-01-19T14:31:00.001+01:00</published><updated>2010-01-19T14:33:14.897+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Das Mädchen mit den gelben Strümpfen</title><content type='html'>&lt;object width="560" height="340"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/puEaSFZgUPU&amp;hl=en_GB&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/puEaSFZgUPU&amp;hl=en_GB&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3174630705535205943?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3174630705535205943/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/01/das-madchen-mit-den-gelben-strumpfen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3174630705535205943'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3174630705535205943'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2010/01/das-madchen-mit-den-gelben-strumpfen.html' title='Das Mädchen mit den gelben Strümpfen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1248834679294803866</id><published>2009-12-31T03:06:00.010+01:00</published><updated>2010-01-10T21:49:03.497+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>תאטרון רוסי  (Théatre russe)</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=vziO4_ZNXIs"&gt;Evyatar Banai - Te'ateron ruzi&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Evyatar ist irgendwie fast ein bisschen peinlich und nuschelt total, wenn er polemisch sein will. Die religiös angehauchten Texte gefallen mir besser, vor allem bemüht er dort keine fehlgeleitete Liturgie. Aber als Übung ganz gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;לראות מה אני מרגיש אלייך &lt;br /&gt;כמה שבועות אחרי השיחה האחרונה &lt;br /&gt;מה אני רוצה ממך &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אני מרגיש שאת גדולה עלי &lt;br /&gt;יפה וערומה בתאטרון רוסי &lt;br /&gt;איך שאני שונא אותך ככה &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;לא היה לי טוב כשהיית איתי &lt;br /&gt;את רחוקה מלהיות קצת שקט בשבילי &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אני כועס ומקווה שתיכשלי &lt;br /&gt;שתמשיכי לרעוד ולפחד משגעון &lt;br /&gt;אמן תשארי לבד לנצח &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;מה זה נקרא לא לרצות להיות איתי &lt;br /&gt;מאוד קשה פה כל הלבד הזה, אוי ואבוי לי &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;יש לי לחץ באוזניים &lt;br /&gt;וסרטים כחולים בראש &lt;br /&gt;יש לי עראק ופסנתר &lt;br /&gt;ואין לי אהבה בינתיים, אוי&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lir'od mah ani margish elayid&lt;br /&gt;Kamah shavu'ot uchrey hasicha hachroneh&lt;br /&gt;Mah ani rotzeh mimed&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ani margish she'at gdolah alay&lt;br /&gt;Yiefa ve'arumah bete'atron ruzi&lt;br /&gt;Eych sheni sone utakh kakhah&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lo hayah li tov kshahi'it yeti&lt;br /&gt;At rechokeh melhiyot ktzah sheket bishvili&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ani ko'ez vemekaveh shetikashli&lt;br /&gt;Shetamshikhi lir'od velefached mishiga'od&lt;br /&gt;Ameyn tishari levad lanetzah&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mah zeh nikhra lo lirtzod lehinot yeti&lt;br /&gt;Me'od ksheh pa kol halevad hazeh, oy ve'avoi li&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yiesh li lachatz ba'oznayim&lt;br /&gt;lesratim kcholim barosh&lt;br /&gt;Yiesh li Airak vepsanter&lt;br /&gt;ve'ein li avah beyntayim, oy&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vois ce que j'éprouve pour toi&lt;br /&gt;Ça fait des semaines qu'on s'est parlé&lt;br /&gt;Ce que je veux de toi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je sens que t'es si grande&lt;br /&gt;Beau nu théatre russe&lt;br /&gt;Comme je te hais&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ça ne me faisait pas du bien quand on était ensemble&lt;br /&gt;C'était loin de la tranquillité&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je suis fâché et toute l'éspoir y faux&lt;br /&gt;Tu crains toujours la folie en tremblant&lt;br /&gt;En soit-il, restes seule pour toujours.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Comment tu appelles ça, ne pas vouloir être avec moi ?&lt;br /&gt;C'est très dure comme sentiment, ô chéri&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I have pressure in my ears &lt;br /&gt;Des rubans bleus sur la cime&lt;br /&gt;Je n'ai qu'un piano irakien&lt;br /&gt;Ah, je n'ai plus d'amour&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1248834679294803866?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1248834679294803866/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/12/theatre-russe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1248834679294803866'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1248834679294803866'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/12/theatre-russe.html' title='תאטרון רוסי  (Théatre russe)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1743453273724628638</id><published>2009-11-16T23:26:00.008+01:00</published><updated>2010-03-27T12:38:16.873+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Träume vom Studieren'/><title type='text'>Wegbruch, Abbruch, Aufbruch und Flucht nach vorn</title><content type='html'>Ich habe gestern Nacht wieder viel Geld ausgegeben. Und meine Vorliebe für Zweideutigkeit wiederentdeckt! ._."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist mein Schlafrhythmus komplett unter den Füßen weggebrochen; ich bin 5°° ins Bett und hab dank meiner Tabletten den Wecker ignoriert und bis 14°° durchgeschlafen, sodass es schon wieder dämmerte, als ich mein Frühstück gemacht habe. Morgen ist aber der Tag der großen Aktionen, vielleicht mach ich die Nacht durch und repariere mein Fahrrad und fahre dès l'aube auf die Felder. Ich muss endlich mal wieder mit meiner Kamera auf die Pirsch gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür ist auch das viele Geld draufgegangen: Ich lege mir ein Makroobjektiv mit Festbrennweite zu, das Canon EF-S 60mm/ 2,8/ USM, das diese Woche eintreffen sollte. Auf diese Weise stelle ich sicher, dass ich was zum Ausprobieren hab und vor allem, dass ich nicht soviele Probleme mit den Lichtverhältnissen bekomme (auch wenn das Objektiv von Canon ist, in der Preislage sind Festbrennweiten unheimlich lichtstark) und der Autofokus auch scharf stellt. Ich habe endlich gecheckt, dass mein Kitobjektiv so ein Montagsexemplar ist, der Autofokus hat kontinuierlich Probleme damit, der ganze unscharfe Ausschuss lag also nicht vollständig an mir. Das ist schonmal was.&lt;br /&gt;Zum Originalpreis hin habe ich sogar mehr als 100 Euro gespart, ab heute klettert der Preis schon wieder und das Objektiv ist beim selben Anbieter schlagartig 20 Euro teurer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem fällt das so langsam alles unter eine allgemeine Kaufsucht, die ich zwar sehr überspitzt so betitele, aber die ich dringend in den Griff bekommen muss. Es braucht Disziplin, auf das Jahresende zuzusparen, wenn man mit so viel Sold beschenkt wird - ich verdiene netto etwa 3mal soviel wie mein Bruder brutto, trotzdem schreit in mir alles "Abbruch, Abbruch!!!".&lt;br /&gt;Mit Beginn 2010 will ich mir wieder was ganz großes leisten: Meine geliebe Panasonic Lumix DMC-GH1, die zu kaufen ich eigentlich schon fest beschlossen hatte, worüber ich aber nochmal mit meinem Vater plauschen und auf alle Fälle bis zu einem gewissen Kontostand und bis zum neuen Jahr warten will. Bis dahin sollte sie auch schon wieder um ca. 10% billiger sein.&lt;br /&gt;Mir ist dieser Kauf ein inneres Bedürfnis; die Canon ist mir zu mackig geworden, ich mag Mommy Fortuna noch sehr, aber ich will mit ihr nicht mein ganzes Leben verbringen. Ich habe mit ihr viel gelernt und bin ziemlich früh an Grenzen gestoßen, die ich nicht mit Können ausbügeln kann, dafür bin ich zu verwöhnt und zu ungeduldig. Ich weiß jetzt aber, worauf ich achten muss und was sozusagen meine "Fotobedürfnisse" sind. Auf Grundlage dessen reicht mir eine herkömmliche Billig-DSRL nicht mehr aus, vor allem bin ich Canon gegenüber etwas misstrauisch geworden, weil die fehlerhaften Objektive keine Seltenheit zu sein scheinen und die jedes Quartal eine neue EOS x00D/x50D rausbringen, in die nur noch mehr unausgereifter Schnickschnack reingestopft wird, um den Käufer bei der Quelle zu halten. Der Billigsensor und die wirklich fragwürdige Videofunktion der 500D sind da die plakativsten Beweise.&lt;br /&gt;Um die Videofunktion der Lumix dreht sich auch das Hauptaugenmerk meiner Liebe, nämlich die Fähigkeit, mit fotographischen Mitteln zu filmen, und das ohne 3000 Euro für so einen riesen Camcorder-Klopper rauszuhauen. Das wird dann die nächste Stufe meines dilettantischen Schaffens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles wirkt immer mehr auf den Aufbruch hin, auf das Studieren im Herbst nächsten Jahres, das Bewerben im Frühjahr davor. Ich habe nun eine kleine Auswahl an Unis, die Studiengänge anbieten, die mich interessieren würden und auf die ich auch eine mehr oder eher weniger reale Chance habe:&lt;br /&gt;1. Die FU Berlin, eigentlich mein derzeitiger Favorit im Punkto Studienmöglichkeiten: B.A. 'Filmwissenschaft' kombiniert mit dem Modulangebot in 'Französische Philologie' (NC: ja, WaSe: ja, AdH: ja, Nachrückverfahren möglich).&lt;br /&gt;Hier hab ich die besten Chancen auf ein relativ ästhetisch ausgerichtetes Studium und einen für für mich infrage kommende Masterstudiengänge nötigen Abschluss, ohne dabei zu sehr eingeengt zu werden oder in irgendeine freakige Mindfuck-Bude zu kommen.&lt;br /&gt;2. Das DLL, an dem ich mich vermutlich nur noch aus Prinzip bewerben werde, ich weiß nicht warum und finde es ein bisschen schade, aber Leipzig hat seinen Reiz verloren, seit ich einigermaßen Deutsch sprechen kann: B.A. 'Literarisches Schreiben' (NC: nein, WaSe: nein, AdH: Arbeitsproben und Auswahlgespräch, offensichtlich kein Nachrückverfahren).&lt;br /&gt;Mit &lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; werde ich bis dahin wohl locker auf 20 Seiten kommen und wenn ihnen das nicht gefällt, dann ist mir das quasi egal. Für eine Wenn-alle-Stränge-reißen-Lösung ist es mir das ganze dann aber doch wert, vor allem wegen der Vorlesungen im Foyer, dort ist es gemütlich.&lt;br /&gt;3. Uni Mainz: B.A. 'Filmwissenschaft' als Hauptfach, 'Französisch/Romanische Philologie' als Nebenfach (NC: ja, WaSe: ja, AdH: richtet sich derzeit nur nach der Abiturnote, Nachrückverfahren möglich).&lt;br /&gt;An der Uni Mainz sind meine Chancen auf ein Studium praktisch sogar noch kleiner als in Berlin, weil man mit einer 2,-Abiturnote nunmal nicht viel reißt, aber zumindest für das Nachrückverfahren oder über meine zwei Wartesemester könnte es fast reichen. Mainz wäre nicht unbedingt mein Wunschstandort, aber vermutlich würde ich die Uni dem DLL sogar noch vorziehen.&lt;br /&gt;4. HfBK Hamburg: B.A. 'Bildende Künste' mit Ausrichtung auf "Film" und Modulen aus "Grafik/Typographie/Fotographie", "Malerei/Zeichnen", "Geschichte und Theorie" (NC: nein, WaSe: nein, AdH: Arbeitsproben und eventuelles Auswahlgespräch, Studienantritt für Bewertungsebene A und B Nachrückverfahren bevorzugt für die Bewertungsebene C, danach D).&lt;br /&gt;Ich hab mich die letzten Tage (erneut, ich hatte das schonmal in Erwägung gezogen, allerdings noch vor der BeLL und dem Kram) ziemlich intensiv mit der HfBK beschäftigt. Neben Film, Typographie/Fotographie interessieren mich eben auch ein paar Angebote aus Zeichnen und aus der Theorie. Das tolle ist hier, dass man unglaublich frei wählen und damit sein Studium individuell mit Schwerpunkten versehen kann, eine große Bandbreite an Werkstätten hat und praktisch an der Quelle für junge Hamburger Kunst sitzt. Damit einher geht natürlich auch meine Befürchtung, dass genau hier die ultrakrasseste Mindfuck-Bude zu finden ist und die Mitstudenten alle so lackierte Vollpfosten sind, die man zwar für ihre Arbeit bewundern kann, die sozial aber nur in der Gruppe der eminenten lackierten Vollpfosten existieren. Trotzdem reizt mich der Gedanke an Freiheit und gleichzeitig die gewonnene Bindung an Hamburg, hier zu studieren.&lt;br /&gt;5. Uni Hamburg: B.A. 'Französisch' und 'Deutsche Sprache und Literatur', Hauptfach-Nebenfach-Entscheidung steht noch aus (NC: für Deutsch ja, Französisch nein, WaSe: ja, AdH: ja, Nachrückverfahren meist unnötig).&lt;br /&gt;Die Chancen, an der Uni HH angenommen zu werden, sind die größten, weil die Anzahl der vergebenen Studienplätze meist die Bewerberzahl übersteigt (und das Hamburger Auswahlverfahren ist irgendwie komisch einfach). Die Uni HH würde ich dem DLL vorziehen, mit Mainz hält sie sich in etwa die Waage, weil dort das Studienangebot eher zu meiner Zielsetzung passt, mich hier aber der Standort lockt. Hier habe ich auch die wenigstens Befürchtungen, ob mir das Studium denn gefallen wird, weil Aufbau und Struktur ziemlich konservativ sind und die Fächer nahezu gänzlich meinen fakultativen Interessen gehorchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte ich mich ja auch noch irgendwo in Frankreich bewerben, aber dafür müsste ich erst die nächsthöhere Sprachqualifikation vorweisen und überhaupt wird mir das zu kompliziert und zu beängstigend fremd und kommt nicht wirklich infrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit &lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt; nur sehr schleppend voran. Ich habe bereits 4 neue Episoden angefangen, 2 wieder verworfen, bei einer stecke ich vollkommen im Schlamm und die andere muss sowohl inhaltlich als auch stilistisch noch gründlich überarbeitet werden. Ich brauche mal wieder ein paar Geistesblitze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Währenddessen geht es mit neuen Projekten gar nicht so schlecht voran. Aufbauen auf einem Buch, das ich mir von zu Hause ausgeliehen habe, werde ich wohl ein letztes großes Mal meinen Camcorder bemühen und mit einer Filmarbeit beginnen. Entstehen sollen kurze, abstrakte Montagen, die sich über Charaktermonologe aus dem Off aufbauen und wenig bis gar keine Handlung besitzen. Es geht allein darum, einen Gedanken oder ein Gefühl zu abstrahieren und zu untermalen. Ich will damit meine bisher sehr stark vernachlässigte Fähigkeit austesten und erweitern, Bild, Ton und Aussage mit einer Gesamtintention zu vereinen. Wenn das Projekt meine Erwartungen erfüllt, wird es Teil meiner Bewerbung an der HfBK.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuguterletzt noch etwas sehr Erfreuliches: Für DGS I wurde an der Volkshochschule ein zweiter Kurs eingerichtet, sodass ich ab Anfang Januar meine Montagabende nun immer mit Kursen füllen kann. Und damit geben wir zurück zum Nachprogramm.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1743453273724628638?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1743453273724628638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/11/wegbruch-abbruch-aufbruch-und-flucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1743453273724628638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1743453273724628638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/11/wegbruch-abbruch-aufbruch-und-flucht.html' title='Wegbruch, Abbruch, Aufbruch und Flucht nach vorn'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7858157833448526374</id><published>2009-11-06T17:01:00.005+01:00</published><updated>2009-11-06T17:42:28.141+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>אביתר בנאי - יש לי סיכוי (J'ai la chance d'être sauvé)</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=xRznngbHnk4"&gt;Evyatar Banai - Yiesh li zikui&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;יש לי סיכוי להינצל אני יודע &lt;br /&gt;אני אוכל להתעורר להתפכח &lt;br /&gt;אני אוכל עוד לדבר באהבה &lt;br /&gt;על עצמי ועל העיר ועל אשה &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;כבר עכשיו אני פחות כועס &lt;br /&gt;וגל שקט של רגש מתפקע &lt;br /&gt;אמא שרה לבן בלילה &lt;br /&gt;אמא כאן לידך כל הזמן &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אני מרגיש שמשהו משתנה &lt;br /&gt;העייפות תחלוף האור יעלה &lt;br /&gt;ואז אכיר אותך יקירתי &lt;br /&gt;ומיד תכירי את אותי &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;תמיד פחדתי להשתגע &lt;br /&gt;שהלב יקפא ויתרוקן &lt;br /&gt;אבל עכשיו כמו שאני יושב &lt;br /&gt;יש לי סיכוי להינצל אני חושב &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yiesh li zikui lehinatzel ani yodea&lt;br /&gt;Ani ukhal lehitorer lehitpakeach&lt;br /&gt;Ani ukhal od ledaber vehavah&lt;br /&gt;Al etzmi ve-al hair ve-al ishah&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kvar akhshayv ani pachot koez&lt;br /&gt;Vegal shaket shel ragesh mitpakea&lt;br /&gt;Ima sharah laben balaylah&lt;br /&gt;Ima kan leyodcha kol hazman&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ani margish shemashuv mishtaneh&lt;br /&gt;Ha'ayefut tachlof ha'or ya'aleh&lt;br /&gt;Ve'az akir utach yekirati&lt;br /&gt;Umyad tekiri at uti&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tamid pachadeti lehishtage'a&lt;br /&gt;Shehalev yikpa veyitorbken&lt;br /&gt;aval akhshayv kemo shani yushev&lt;br /&gt;Yiesh li zikui lehinatzel ani khoshev&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y a de la chance d'être sauvé, je le sais&lt;br /&gt;Je peut m'éveiller tout dégrisé&lt;br /&gt;Je peut toujours parler des louanges&lt;br /&gt;De moi-même et de cette ville et de cette femme&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maintenant, je suis moins fâché, moi&lt;br /&gt;Une vague des émotions tranquilles me baigne&lt;br /&gt;Mère Sarah, c'est une nuit blanche&lt;br /&gt;Mère, j'étais chez toi tout le temps&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;J'éprouve quelque chose se changer&lt;br /&gt;La fatigue sera débusquée par la lumière&lt;br /&gt;C'est là que je me présenterai, bien-aimée&lt;br /&gt;Et tu me connaîtras&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Depuis toujours, j'ai eu peur de devenir fou&lt;br /&gt;Que mon cœur s'efface dans le froideur&lt;br /&gt;Mais maintenant comme je m'y arrête&lt;br /&gt;Y a de la chance d'être sauvé, je crois&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7858157833448526374?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7858157833448526374/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/11/jai-la-chance-detre-sauve.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7858157833448526374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7858157833448526374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/11/jai-la-chance-detre-sauve.html' title='אביתר בנאי - יש לי סיכוי (J&apos;ai la chance d&apos;être sauvé)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1826956711467420274</id><published>2009-10-25T19:41:00.006+01:00</published><updated>2009-12-30T20:59:48.052+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>אביתר בנאי - לילה כיום יאיר (Nuit blanche)</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=WeJ33lQ5GeA"&gt;Evyatar Banai - Layla kayom yair&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;שוב אני נלחם &lt;br /&gt;מגנט מושך למטה &lt;br /&gt;זה בנקודות הקטנות &lt;br /&gt;במילות עידוד &lt;br /&gt;הפעם אנ'לא לבד &lt;br /&gt;איזה קרב, אלוהים אדירים, איזה קרב &lt;br /&gt;בין הבור למים &lt;br /&gt;לפחות יש פה קרב &lt;br /&gt;לפחות יש מים &lt;br /&gt;פעם היה רק בור &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;לילה כיום יאיר... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אני מרתיח את המים &lt;br /&gt;זיכרונות צפים &lt;br /&gt;מאיימים לשרוף הכל &lt;br /&gt;יש מגירות שעדיין אני לא פותח &lt;br /&gt;עד שיוסיף בי אור &lt;br /&gt;זה בנקודות הקטנות &lt;br /&gt;במילות עידוד &lt;br /&gt;לשרוך ת'נעליים &lt;br /&gt;לכפתר את חולצת הכפתורים הלבנה &lt;br /&gt;להציע לך כוס מים &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;לילה כיום יאיר... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;לאורך הנחל שנובע בי &lt;br /&gt;מבין העצים עומד הבית שלי &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shuv ani nilcham&lt;br /&gt;Magnet moshech lematah&lt;br /&gt;Zeh benekudot haktanot&lt;br /&gt;Bemilot idud&lt;br /&gt;hapa'am an'lo levad&lt;br /&gt;Eyzeh krav, elohim adirim, eyzeh krav&lt;br /&gt;Beyn habor lamayim&lt;br /&gt;lefachot yiesh pah krav&lt;br /&gt;lefachot yiesh mayim&lt;br /&gt;pa'am hayah rak bor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Layla kayom yair...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ani martyach et hamayim&lt;br /&gt;Zeykhorunot tzefim&lt;br /&gt;Mi'aymim lesrof hakol&lt;br /&gt;Yiesh magirot shadayin ani lo poteach&lt;br /&gt;Ad sheyuzif bi or&lt;br /&gt;Zeh benekudot haktanot&lt;br /&gt;Bemilot idud&lt;br /&gt;Lisrot hayna'alayim&lt;br /&gt;Lekofter et chultzah hakofterim halevanah&lt;br /&gt;lehetzi leach koz mayim&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Layla kayom yair...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leorach hanachal shenuve'a bi&lt;br /&gt;mibeyn ha'etzim umed habayit sheli&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Et je me bats encore&lt;br /&gt;Des aimants m'étirent&lt;br /&gt;Ces petits trucs de rien&lt;br /&gt;Dans les paroles d'encouragement&lt;br /&gt;On n'est pas seule pour le coup&lt;br /&gt;Qu'est-ce que ce combat, mon dieu, qu'est-ce&lt;br /&gt;Là-bas dans la citerne&lt;br /&gt;Au moins y a du combat&lt;br /&gt;Au moins y a de l'eau&lt;br /&gt;Une fois, y avait qu'un trou&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;La nuit luira comme le jour...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je bous de l'eau&lt;br /&gt;La souvenance me prend&lt;br /&gt;Je risque de tout brûler&lt;br /&gt;Il y a des tiroir que je n'ouvre toujours pas&lt;br /&gt;Afin de me tenir dans la lumière&lt;br /&gt;Ces petits trucs de rien&lt;br /&gt;Dans les paroles d'encouragement&lt;br /&gt;Attacher les lacets&lt;br /&gt;Reboutonner une chemise blanche&lt;br /&gt;T'offrir un verre d'eau&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;La nuit luira comme le jour...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Au long du fleuve qui m'arrose&lt;br /&gt;Entre les arbres qui forment mon foyer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1826956711467420274?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1826956711467420274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/10/nuit-blanche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1826956711467420274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1826956711467420274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/10/nuit-blanche.html' title='אביתר בנאי - לילה כיום יאיר (Nuit blanche)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3508091463535086141</id><published>2009-10-20T00:27:00.003+02:00</published><updated>2009-10-20T00:34:54.372+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>All die Farben: Klappentext</title><content type='html'>&lt;em&gt;Jemand sieht Farben, die gar nicht da sind, und liebt eine verschwommene Erinnerung an Ideale, die er angestrengt mit Fetzen der Gegenwart zu restaurieren sucht. Jemand ist ein Philosoph ohne Realitätssinn, und versickert nach und nach mit einem dahinfließenden Was-einmal-gewesen-ist, an das er sich klammert, in einer schleichenden Krankheit, in der sich Erinnerung und Denken, Raum und Zeit auflösen, bis sie schließlich nur noch die Pole seines Ichs in leerem Raum zurücklässt. Die pathologische Symmetrie einer Welt ohne Gesellschaft und die Hilflosigkeit, mit der er ihr gegenübersteht, schließlich die Isolation stoßen Jemand voran in eine Richtung, in die niemand gehen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit seinem klaren Denken verschwinden auch die Eckpfeiler seiner Identität, ein längst verronnenes Bild von Weiblichkeit und seine Gefühlswelt, die sich eines Morgens selbst an die Wand malt. Jemandes physische und psychische Deprivation führen ihn in eine surreale Welt, in der kein Wert mehr Bestand hat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All die Farben &lt;em&gt;können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Jemandes Leben verblasst. Sie erzählen von der sichersten Liebe, von den essentiellsten Ängsten und davon, wie tief das Netz im Drahtseilakt zu Existieren hängt.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3508091463535086141?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3508091463535086141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/10/all-die-farben-klappentext.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3508091463535086141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3508091463535086141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/10/all-die-farben-klappentext.html' title='All die Farben: Klappentext'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-5133710688145504984</id><published>2009-09-26T00:29:00.009+02:00</published><updated>2009-09-27T22:54:20.793+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>אביתר בנאי - עד מחר (Le lendemain)</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=6lny3yGU_vc"&gt;Evyatar Banai - Ad machar&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אסור לך לחשוב כשאת כל כך עייפה צאי לטיול לאור זריחה&lt;br /&gt;רחוקה מהבית השביל לחזור נמחק הולכת על חבל דק&lt;br /&gt;הלילות ארוכים בלי לדעת למה בורחת ואין רודף &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;עד מחר עוד מעט ילד רץ אלייך מחבק אותך &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;נקיף את הפארק רק להפסיק לחשוב&lt;br /&gt;אנשים עייפים רצים ברחוב&lt;br /&gt;היינו פה כבר קודם בתפקיד הפוך&lt;br /&gt;הליכה מהירה להתיש את הגוף &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;עד מחר עוד מעט ילד רץ אלייך מחבק אותך &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;יש פרצה בגדר בין הגפנים בין ענבי הכרם שועלים מחבלים מייללים ונעלמים&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Asur lach lachshof keshe'et kol kach eyfah tzi lethyul le'or zrichah&lt;br /&gt;Rechukah mehabayt hashvil lachzor nimchak holekhet al chevel dak&lt;br /&gt;Haleylot erukim beli ladat lamah borachat ve-eyn rodef&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ad machar od meath yeled ratz alayid mechabek utach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nakif et hapark rak lehapsik lechshov&lt;br /&gt;Anashim ayefim ratzim barechov&lt;br /&gt;Hayeyn  pah kebor kodem betafkid hafuch&lt;br /&gt;Haleykhah me'irah lehatish et haguf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ad machar od meath yeled ratz alayid mechabek utach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yesh pirtzah hagader vein hagfanim vein anvey hakerem sho'elim mechablim ve-nelamim&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tes idées soient pas lourd quand tu te promènes dans la lumière du crépuscule &lt;br /&gt;Loin de chez toi, tu y rentras sur un cable &lt;br /&gt;Teint des nuit blanche sans savoir pourquoi s'en aller, s'en retrouver &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Le lendemain, on te serrera dans les bras en courant&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A pas lourd, le parc te prendra tes pensées&lt;br /&gt;Epuisés par les gens déambulant&lt;br /&gt;Nous étions ici comme une trace&lt;br /&gt;Car dynamnisme fatique le corps&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Le lendemain, on te serrera dans les bras en courant&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Y a des clôtures entre les rangs du vignoble, des terroristes, des loup gémissants et l'éclipse&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5133710688145504984?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5133710688145504984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/09/le-lendemain.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5133710688145504984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5133710688145504984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/09/le-lendemain.html' title='אביתר בנאי - עד מחר (Le lendemain)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4738423594981776763</id><published>2009-09-25T23:38:00.009+02:00</published><updated>2009-11-06T14:57:18.492+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='En Français'/><title type='text'>אביתר בנאי - אבא‎ (Père)</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=YPkp7Chy3-o&amp;feature=channel_page"&gt;&lt;strong&gt;Evyatar Banai - Aba&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אבא אני רוצה לעמוד מולך &lt;br /&gt;ולהאמין שאתה אבא טוב&lt;br /&gt;אבא אני צריך לדעת שאתה אוהב אותי &lt;br /&gt;ככה סתם אבא טוב&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אבא אני רוצה להיות בטוח בכל ליבי&lt;br /&gt;שלמסע הזה יהיה סוף טוב&lt;br /&gt;שכל מה שאני עובר בדרך&lt;br /&gt;יהפוך חולשה לעוצמה גדולה&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;אבא אני רוצה לחזור אליי&lt;br /&gt;ולמצוא אותך שם איתי&lt;br /&gt;במקור שלי אני טוב גמור , אבא&lt;br /&gt;ושם אני מאמין לעצמי&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;יונתי בין חגווי הסלע &lt;br /&gt;השמיעיני את קולך&lt;br /&gt;תשירי לי שיר חדש חדש&lt;br /&gt;שיאיר ליבי ואת מיתרי &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aba ani rotzeh laymod mulcha&lt;br /&gt;Ve-lehamin shatah aba tov&lt;br /&gt;Aba ani tzereycha ladaih shatah uhev uti&lt;br /&gt;Kakha stam aba tov&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aba ani rotzeh lehyod bathu'ach bachol libi&lt;br /&gt;Shelemasa hazeh iyeh sof tov&lt;br /&gt;Shekol mah shani over bederech&lt;br /&gt;Yafoch chulshah le'otzmah g'dolah&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aba ani rotzeh lachzor eylai&lt;br /&gt;Ve-limtzo'a utcha sham yeti&lt;br /&gt;Bemokor sheli ani tov gamur, aba&lt;br /&gt;Ve-sham ani mamin letzmi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yoniti bein chagvey haselai&lt;br /&gt;Hashmi'ini et kolech&lt;br /&gt;Tashiri li shir chadash chadash&lt;br /&gt;Shi'ir libi ve-et meytaray&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Père, que je veux te regarder&lt;br /&gt;Et croire que tu es bon père&lt;br /&gt;Père, que je dois savoir que tu m'aimes&lt;br /&gt;Comme un vrai des pères&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Père, de pleine cœur assure-moi&lt;br /&gt;Que ce voyage se terminera bien&lt;br /&gt;Que tout ce qu'il faut prendre&lt;br /&gt;Se changera en force sans pouvoir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Père, que je veux que l'on rentre&lt;br /&gt;Et que tu sois là avec moi&lt;br /&gt;Ce sera ma source d'y croire, Père&lt;br /&gt;Que je suis bon et juste&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ma colombe, qui te tiens dans les fentes du rocher&lt;br /&gt;Fais-moi entendre ta voix&lt;br /&gt;Chante-moi une berceuse inconnue&lt;br /&gt;Et laisse les accords faire luire ton cœur&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4738423594981776763?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4738423594981776763/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/09/blog-post.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4738423594981776763'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4738423594981776763'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/09/blog-post.html' title='אביתר בנאי - אבא‎ (Père)'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8535180675300968140</id><published>2009-08-17T21:19:00.001+02:00</published><updated>2009-08-17T21:28:20.900+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Projekte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='All die Farben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><title type='text'>Über All die Farben</title><content type='html'>&lt;strong&gt;... und: Warum Klappentexte im frühen Schreibstadium vielleicht Sinn machen können&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Jemand sieht Farben, die gar nicht da sind, und liebt eine verschwommene Erinnerung an Ideale, die er angestrengt mit Fetzen der Gegenwart zu restaurieren sucht. Jemand sühnt die eigenen Fehler, weil andere es versäumt zu haben scheinen, und versickert nach und nach mit einem dahinfließenden Was-einmal-gewesen-ist, an das er sich klammert, in einer schleichenden Krankheit, die nur noch die Pole seines Ichs in leerem Raum zurücklässt. Die pathologische Symmetrie einer Welt ohne Gesellschaft und die Hilflosigkeit, mit der er ihr gegenübersteht, schließlich die Isolation stoßen Jemand voran in eine Richtung, in die niemand gehen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;All die Farben &lt;em&gt; können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Jemandes Leben verblasst. Sie erzählen von der sichersten Liebe, von essentiellen Ängsten und davon, wie tief das Netz im Drahtseilakt zu Existieren hängt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie ist mir der Text immer noch zu kompliziert und nich greifend genug; ich war noch nie sehr gut darin, kompakt zu schreiben. Überhaupt war ich noch nie wirklich gut im Schreiben, so wie ich es will. Das ist mir neulich mal aufgefallen, aber das ist gar nicht so schlimm, weil das heißt, dass sich die Qualität von wie-ich-will im Vergleich zu dem, was vor wenigen Monaten noch war, steigert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit &lt;strong&gt;&lt;em&gt;All die Farben&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; will ich eigentlich endlich mal etwas Längeres auf die Beine stellen, endlich und nach alledem, die Angst bleibt, dass sich das als Eintagsfliege erweist, sobald ich ein wenig fortschreite, wie die meisten längeren Projekte zuvor. Der Unterschied diesmal ist allerdings, dass ich episodisch schreibe - was der Kurzlebigkeit automatisch vorbeugt, ich muss nicht an alte Gedankengänge anknüpfen, was nämlich die Vorgänger so sehr in Mitleidenschaft gezogen hat - und dass ich in mehreren Ebenen schreibe, die bis auf wenige Inteferenzen voneinander unabhängig sind, was mit meinen Gedankensprüngen sehr gut harmoniert. Gepaart mit einem Erzählstil, den ich mir von Leslie Kaplan ausleihe (je ne copie pas, je juste compte créer une tel situation psychédélique, recourante), und ein paar Einsprengseln von Hesse-Philosophie (inzwischen liebe ich Hesse über alle Maßen) ist das eigentlich nur der Versuch, sich vom Dogma des roten Fadens zu lösen und der Gedankenwelt Vorrang zu geben (der dritte Schritt der Aufklärung der Literatur; nachdem Lessing das Kasperl verbannt hat, nimmt Brecht dem Publikum den klassischen Dramenaufbau, die Postmoderne raubt jetzt auch noch den letzten Rest an Schutz vor der eiskalten Dusche der Hermetik). Das lässt sich schreibend sehr gut machen, habe ich festgestellt, wenn man ein paar essentielle Dinge beachten lernt, die ich hoffentlich mit der Zeit noch restlos dekuvrieren kann. Diese Dinge sind nicht immer die selben, aber irgendwie treten sie nur in bestimmten Konstellationen auf, die dann eben zusammenpassen müssen; ici: das Denken besteht aus der Anwendung von Erinnerungen auf die Gegenwart, jeder Gedanke hat zu einem gewissen Grad Züge einer Persönlichkeitsstörung (Extrem der Abnormität, Geistesstörungen sind nur die Multiplikation einer individuellen Art des Denkens), das Denken ist endlos und assoziativ, zugleich punktuell und zusammenhangslos (Gegensätzlichkeit der Komplexität, es gibt keine pauschale Art des Denkens, außer die der Kontinuität), Gedanken eines Fremden sind undurchdringlich hermetisch und wirken auf ein anderes Individuum wie ein schlechter Scherz eines Geistesgestörten (Kaplan, &lt;em&gt;Le Psychanalyste&lt;/em&gt;; jeder der personnages tragiques ist auf seine Weise normal, wird sein Denken ausgebreitet und der Protagonist somit befremdend; - man könnte ebenso sagen, dass jeder Mensch abnormal denkt, eine Norm existiert im Grunde nicht). Das alles läuft auf eine geradezu freud'sche Denkweise hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Währenddessen ist der Konflikt die Essenz eines epischen Textes. Um diesen Charakter zu erhalten (trotz fehlendem roten Faden) und eigentlich aus der knallharten Realität heraus, ist der große Konflikt hier die Unvereinbarkeit von normativer Außenwelt und unnormbarem Denken, der in eine Konfliktspirale führt. Damit wird das Hauptthema auch die scheinbar unmöglich gemachte Kommunikation des eigenen Denkens (wie gesagt, ausgebreitetes Denken befremdet). Fehlende Kommunikation führt zu Isolation, die Einsamkeit wird durch Konversation mit dem eigenen Ich überwunden, fehlende Kommunizierbarkeit der eigenen Ängste wird pathologisch, genauso wie die unverfüllte Suche nach Kommunikation mit anderen Gedankenwelten dazu führt, dass alles hinterfragt und ausgedeutet werden muss: Das ist am schwierigsten zu erklären; Empathie ist - in diesem Fall - nichts anderes, als das Deuten von Kommunikationsmerkmalen, ähnlich wie das Verstehen einer Sprache; der suchende Geist des Individuums muss in Kontakt mit anderen Individuen und deren Gedanken treten, was ihm allerdings verwehrt wird, da die "Sprache der Empathie" von anderen nur gesprochen, aber nicht verstanden wird (jedes Individuum ist manipulativ und manipulierbar, es manipuliert mit der Sprache, versteht sie aber zu schlecht, um nicht selbst manipuliert zu werden), hier steigert sich dieser Refus zu einer empathischen Übersensibilität, die für ein chronisches Missverstehen sorgt. Eine Schizophrenie ist geboren, der Konflikt pathologisch geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde sollte Jemand auch ziemlich arge bipolare Züge haben, das wäre nämlich meinen Stimmungsschwankungen sehr entgegen gekommen, ich hätte mich auch in der Extremivierung (gibt es so ein Wort?) der psychischen Situation mehr an Hesse heften können und müsste nicht soviel Neuland ablaufen. Deshalb auch das lethargische Vorsichhinvegetieren mit der Muttergeschichte. Allerdings ist ein gewissen Schwanken ganz natürlich (prenez-moi comme example) und letztendlich muss man den armen Jemand auch nicht mit Persönlichkeitsstörungen vollstopfen, bis ihn keiner mehr ernst nimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mutterbegriff gefällt mir persönlich noch überhaupt nicht, weil er so ein ödipales Flair erzeugt, auch, wenn es das sehr stark trifft. Für Jemand geht es nicht um die eigene Mutter, sondern eher um die Frauenwelt, eine bestimmte Frau, die sein Ideal definiert hat, die Mutter seines Liebens sozusagen ist. Im Endeffekt ist es in einer gesunden Mutterbeziehung (Seltenheit³) ja auch so, dass die erste Frau, die einem Liebe gibt, das Ideal des Liebens vorgibt - das ist dann schon sehr ödipal -, mit Vätern und Töchtern ist das ähnlich. Jemand ist es aber nicht gewohnt, geliebt zu werden (wie genau ich seine elterliche Beziehung und damit seine Kindheit jetzt im tiefsten Grunde erschüttere, weiß ich noch nicht so genau, aber ich kann ja auch auf genug Erfahrungswerte zurückgreifen), sein Ideal erhält er also von der ersten Frau, von der er geliebt wird. Weil der Schaden schon angerichtet und er nicht in der Lage ist, sich selbst zu lieben, da er überhaupt nicht in der Lage ist, sich selbst zu identifizieren (Jemand hat weder Namen noch Spiegel), ist dieses Ideal aber bruchstückhaft (another person can only love so much of you) beziehungsweise, der Manque d'amour, den er umprojeziert, muss durch weitere Frauenbilder gefüllt werden. Durch die Isolation und die Entfremdung von der Realität ist das aber nur ausd er Ferne möglich, eine Beziehung aufzubauen ist Jemand schon längst nicht mehr in der Lage (ob er es versuchen wird, weiß ich selber noch nicht), also verfälscht er Erinnerungen, erweitert sie mit Fantasien und baut sich aus einer zerbröselnden Realität und Bildern, die er durch seine Vorstellungskraft (er hat viel Zeit zum Denken, das ist der Sinn der Sache) zum Leben erweckt und zur Scheinrealität in seinem Kopf hinzufügt, sodass die Distanz zwischen Tatsächlichem und der Welt seiner Kompensationsversuche unüberwindbar wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine vorerst letzte Facette (zumindest die vorerst letzte, deren Erwähnung ich hier wichtig finde) ist der Versuch, diesmal ohne viel Assoziation, dafür aber mit gebotener Klarheit zu schreiben. Ich halte das für nötig, weil das ganze Thema schon undurchdringlich und chaotisch genug ist (ich bin mir selbst mit vielen Dingen so unendlich unsicher, ob sie überhaupt jemals verständlich werden können) und gerade im späteren Schreibprozess - das, was es bisher zu lesen gibt, sind vergleichsweise leere Bruchstücke, die mir als erste Eckpfeiler dienen sollen, wirklich klar sind sie auch nicht, aber auch nicht sehr kompliziert oder hermetisch - wird vieles mit großer Wahrscheinlichkeit undurchsichtiger denn je werden und ich bin mir sicher, dass ich nicht in der Lage bin, dem Einhalt zu gebieten, zumindest nicht, wenn ich es noch kunstvoll mit Assoziationsgewalt und Stilmitteln ausschmücken will. Ich versuche dieses Projekt also mal als Trockenschwimmer. Kein Theodor Storm - ich bin so arrogant zu sagen, dass ich so tief nicht mehr fallen kann -, aber eben auch kein Kafka - ich bin so realitätsbewusst zu sagen, dass ich daran niemals heranreichen werde. Ein paar wenige Dingsymbole möchte ich schon irgendwie einbauen und vielleicht auch hier und da die ein oder andere Problematisierung mit Worthaufen und Zuordnung (die richtige Bezeichung fällt mir jetzt nicht ein; sag "The Game" und ich gebe dir competition, fight for loose und I love the playground [die Pilotepisode von Grey's Anatomy ist im Original noch stillastiger, allerdings sind die Schauspieler da noch echt grottig in ihren Rollen]) und dergleichen. Ein bisschen Stilebene ist ja ganz natürlich, vieles kommt ganz automatisch (deshalb kann man auch die Stilistik von Kleist analysieren, obwohl da technisch gesehen gar keine ist), aber ich werde es diesmal nicht provozieren, dafür ist mir das Thema momentan viel zu wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls werde ich diesmal von meinen Prinzipien abweichen und alle Welt auf dem Laufenden halten, was Thematisierung, den Schreibprozess und bestimmte Dinge angeht und auch einiges an Interpretationsmöglichkeiten vorwegnehmen (ich hab sowieso immer das Gefühl, dass man meine Texte d'emblée gar nicht interpretieren kann, weil ich nicht in der Lage bin, dafür ausreichend Anreize oder Anhaltspunkte zu schaffen). Im Moment ist bisher Geschriebenes und das, was ich hier hab durchblicken lassen, sowieso alles andere als kongruent und beides wird sich mit Sicherheit noch mannigfaltig ändern, bis es sich vielleicht irgendwann mal miteinander deckt. Ich bin jedenfalls mehr auf dem richtigen Weg, als jemand zuvor; -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, das nennt sich Lernprozess.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8535180675300968140?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8535180675300968140/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/06/uber-all-die-farben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8535180675300968140'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8535180675300968140'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/06/uber-all-die-farben.html' title='Über All die Farben'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1502228166027241510</id><published>2009-08-04T07:31:00.003+02:00</published><updated>2009-08-04T07:50:46.902+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Neuer Schaffensprozess</title><content type='html'>Ab heute beginnt ein neuer Schreibprozess.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zuge dessen habe ich Texte aus dem ersten, nun abgeschlossenen Schreibprozess aussortiert, um nur übrig zu lassen, was in etwa dem entspricht, was ich mir erhofft hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde in Zukunft etwas sparsamer veröffentlichen (...also hier auf dem Blog !_!" ), mehr Strenge in der Textauswahl walten lassen und mich auch endlich mal wieder mehr mit Fotographie und Zeichnen beschäftigen; im Übrigen mag ich meine Kamera immer mehr, sobald ich sie mal ein paar Wochen hinter einander nicht angerührt habe. Im Moment so sehr, dass ich sie für ideal halte - und ideal ist ein Wort, das ich im Bezug auf Technik selten verwende. Jetzt, wo ich RAW Shooter Essentials verwenden kann, klappt das mit der Nachbearbeitung auch um einiges besser, dadurch, dass der Laptop einen einwandfreien Bildschirm hat (nicht so wie mein alter), kann ich jetzt Unfeinheiten und Kontrastschwächen auch besser erkennen, alles in allem entdecke ich Qualität in alten Aufnahmen und sehe Chancen für Kommendes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss wieder Zeichnen, mit Vorliebe surrealistisch. Einerseits, weil ich es meiner Mum versprochen hab, andererseits, weil mir dieser "Du kannst etwas, das du nach und nach tatsächlich verbessern kannst"-Effekt sehr fehlt, der sich bei mir eigentlich nur nach einer fertiggestellten Zeichnung bemerkbar macht - irgendwie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange Rede, kurzer Sinn, hiermit beginnt der zweite Schreib- und Schaffensprozess. Sinn ist die Suche nach einem eigenen, brauchbaren und wenn möglich unverwechselbaren Stil, mehr Fantasie und Überwindung der Konventionen, von denen ich selbst bis vor Kurzem nicht einmal wusste, dass ich sie mir aufgestellt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann genau daraus erste Produkte entstehen, die ich hier dann auch veröffentliche - wie gesagt, der Auswahlprozess soll strenger werden, damit nicht jeder Mist hier drinsteht, den ich mir irgendwann mal in meiner Indisponenz aus der Lende geschnitzt habe -, steht erstmal noch auf einem anderen Papier. Ich habe neue Felder entdeckt, die mir bei der Stilsuche helfen könnten und so langsam finde ich Zeit, mich wieder auf die Kunst zu konzentrieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stay tuned.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1502228166027241510?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1502228166027241510/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/08/neuer-schaffensprozess.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1502228166027241510'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1502228166027241510'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/08/neuer-schaffensprozess.html' title='Neuer Schaffensprozess'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7247785423300978080</id><published>2009-06-16T14:51:00.009+02:00</published><updated>2009-08-04T07:35:12.440+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>Bei Dao: 路 歌 (lù gē) - Wanderslied</title><content type='html'>在树与树的遗忘中                                               &lt;br /&gt;是狗的抒情进攻&lt;br /&gt;在无端旅途的终点&lt;br /&gt;夜转动所有的金钥匙&lt;br /&gt;没有门开向你&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;一只灯笼遵循的是&lt;br /&gt;冬天古老的法则&lt;br /&gt;我径直走向你&lt;br /&gt;你展开的历史折扇&lt;br /&gt;合上是孤独的歌&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;晚钟悠然追问你&lt;br /&gt;回声两度为你作答&lt;br /&gt;暗夜逆流而上&lt;br /&gt;树根在秘密发电&lt;br /&gt;你的果园亮了&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;我径直走向你&lt;br /&gt;带领所有他乡之路&lt;br /&gt;当火焰试穿大雪&lt;br /&gt;日落封存帝国&lt;br /&gt;大地之书翻到此刻&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;zài shù yǔ shù de yí wàng zhōng&lt;br /&gt;shì gǒu de shū qíng jìn gōng&lt;br /&gt;zài wú duān lǚtú de zhōng diǎn&lt;br /&gt;yè zhuǎn dòng suǒ yǒu de jīn yào shi&lt;br /&gt;méi yǒu mén kāi xiàng nǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;yī zhī dēng lóng zūn xún de shì&lt;br /&gt;dōng tiān gǔ lǎo de fǎ zé&lt;br /&gt;wǒ jìng zhí zǒu xiàng nǐ&lt;br /&gt;nǐ zhǎn kāi de lì shǐ zhé shàn&lt;br /&gt;hé shàng shì gū dú de gē&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wǎn zhōng yōu rán zhuī wèn nǐ&lt;br /&gt;huí shēng liǎng duó wéi nǐ zuò dá&lt;br /&gt;àn yè nì liú ér shàng&lt;br /&gt;shù gēn zài mì mì fā diàn&lt;br /&gt;nǐ de guǒ yuán liàng le&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wǒ jìng zhí zǒu xiàng nǐ&lt;br /&gt;dài lǐng suǒ yǒu tā xiāng zhī lù&lt;br /&gt;dāng huǒ yàn shì chuān dà xuě&lt;br /&gt;rì luò fēng cún dì guó&lt;br /&gt;dà dì zhī shū fān dào cǐ kè&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Vergessen zwischen Baum und Baum&lt;br /&gt;Ist des Hundes Angriff Ausdruck von Poesie&lt;br /&gt;Während die endlose Reise ihr Ziel erreicht&lt;br /&gt;Die Nacht dreht all die goldenen Schlüssel&lt;br /&gt;Und keine Tür öffnet sich vor dir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wem ein Windlicht folgt, ist&lt;br /&gt;Das alte Gesetz des Winters&lt;br /&gt;Ich gehe direkt auf dich zu&lt;br /&gt;Dein Enthüllen der Geschichte schließt den Fächer&lt;br /&gt;Ja, schließt das Lied von Einsamkeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geruhsam befragt dich die Abendglocke&lt;br /&gt;Zwei Schläge antworten auf's Geratewohl an deinerstatt&lt;br /&gt;Die dunkle Nacht kriecht dagegen an und darüber&lt;br /&gt;Geben Baumwurzeln heimlich Strom&lt;br /&gt;Dein Obstgarten lichtet sich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gehe direkt auf dich zu&lt;br /&gt;Die Wege eines anderen führen auf sein Land&lt;br /&gt;Und während die Glut sich in Dezember hüllt&lt;br /&gt;Vereist der Sonnenuntergang das Reich&lt;br /&gt;Das Buch der Mutter Erde schlägt das Hier und Jetzt auf&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Strophe zeugt von einer sehr einnehmenden Metaphysik in Verbindung mit chinesischer Mythologie. Das "Vergessen zwischen Baum und Baum" ist die Unfähigkeit, die Länge einer Reise zu ermessen. Bäume stehen symbolhaft für Anfang und Ende einer langen Reihe von Dingen (ich vermute mal, 上 soll so etwas auch in etwa ausdrücken, die Bedeutungsebene ist nämlich ähnlich), versuchen also zu begrenzen. Doch durch das Vergessen wird die Reise selbst endlos, die Existenz eines Anfangs verschwimmt, das zukünftige Ende wird damit fragwürdig, die Reise selbst endlos (ohne Erinnerung an die Vergangenheit gibt es kein Verständnis der Zukunft - die Wahrheit hinter &lt;em&gt;Cogito ergo sum&lt;/em&gt;).&lt;br /&gt;Dei Reise selbst vereint dabei drei verschiedene Formen der Reise:&lt;br /&gt;Einmal die Reise einer Gemeinschaft von Menschen (ich vermute hier China als solches, das Warum wird gleich klar), ein andermal die Reise der Sonne über den Himmel und einmal die Reise in der Fremde, das Exil Bei Daos.&lt;br /&gt;"Des Hundes Angriff" erscheint hier als "Ausdruck von Poesie"; der Hund ist einer der zwölf irdischen Zweige, er steht für den Westen, aber auch für Reichtum (ergo den kapitalistischen Westen), also das Gegenstück zur Volksrepublik, der Angriff ist hier Kritik oder die bloße Feindseligkeit, Ausdruck von Emotion und Affekt gegenüber China. Schließlich kommt die ewige Reise aber unerwartet doch zu einem Ende (scheinbar hat man das irgendwo auch mal mit "grundlos" übersetzt, mein Wörterbuch meint auch, dass der Ausdruck 无端 heißt "for no reason at all", wörtlich hieße es "ohne Ende", passt meiner Meinung nach besser in den Kontext), der Hund als 11tes Tierkreiszeichen wurde überwunden. Das wiederum impliziert diese Symbolik eines Kreislaufs (die Monate werden bildhaft wie eine Windrose angeordnet, weshalb beispielsweise Westen und Herbst und Herbst und Abend eng miteinander gekoppelt sind, Kreislauf des Jahres, Kreislauf der Tage...), "die Nacht dreht all die goldenen Schlüssel", man erfährt zwar nicht, ob das darauffolgende Verschlossensein jeglicher Türen final, konsekutiv oder konzessiv ist (die Chinesen brauchen dringend mehr Nuancen im normalen Gebrauch - dafür wiegen sie das dann mit Ausdrücken wie 合上是孤 auf), Fakt ist, dass jede Möglichkeit auf einen Ausgang aus dieser ewigen Reise nun doch unmöglich ist.&lt;br /&gt;Das nähert sich übrigens sehr stark an den &lt;em&gt;Dream Cherisher&lt;/em&gt; an, wo dieser Kreislauf auch angesprochen wurde, allerdings mit einem ganzen Stück mehr Hoffnung (und auch um einiges staatstreuer). Bei Bei Dao hat man das Gefühl, dieser Kreislauf würde alles stur ignorieren, was ihm so in den Weg kommt - auch poetischen Widerstand. die Volksrepublik wird übrigens sehr häufig mit diesem Ewigkeitsanspruch (der Kreislauf als Ausdruck der Ewigkeit) in Verbindung gebracht, auch wieder in der linguistisch-mythologischen Variante, rot steht beispielsweise für den Kommunismus, das "rote Land" ist das große China, Rot, die Farbe der Ewigkeit in der irdischen Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Windlicht setzt hier jetzt aber einen Akzent (umgesetzt in einer sehr interessanten Abart eines Mise en reliefs), es folgt "[dem alten] Gesetz des Winters". Den Winter würde ich hier mit der Nacht gleichsetzen, kalt, dunkel, eher unwirtlich. Das "alte Gesetz" weist darauf hin, dass das System schon bekannt ist. Übertragen auf die Scheinewigkeit der Menschheitsgeschichte (wie gesagt, Erinnern schafft Zukunft) und in Verbindung mit "dein Enthüllen der Geschichte" bedeutet das, dass man aus alten Fehlern lernt, zumindest besteht die Hoffnung darauf (das Licht als Symbol von Hoffnung, nochmal verstärkt durch 一只, "eine einzige" - das ZEW 只 ist hier sehr aussagekräftig mit "only, merely, just, classifier for some utensils").&lt;br /&gt;Sehr schön ist übrigens auch die Verbindung 你展开的历史折扇, wörtlich in etwa "du entfaltest die Geschichte - du faltest den Fächer", die Enthüllung selbst ist extrem bildlich und gleichzeitig chinesisch-volkstümlich gehalten (und irgendwie hab ich grad ne Geisha im Kopf, naja). Der darauf folgende Ausdruck 合上是孤 verweist dann wiederum auf das Letztgenannte (ähnlich wie "le sexe et le cri ultime de ce dernier"), wörtlich etwa "trifft oben sein allein". Dass ich mich letztendlich bei der Übersetzung für "schließen" entschieden hab, liegt auch daran, dass in einer anderen Übersetzung von der "Verschlossenheit des Liedes von der Einsamkeit" die Rede ist. Letztendlich öffnet man sich wohl mit dem Anerkennen der Geschichte auch der Welt und ist nicht mehr isoliert (ob nun kulturell oder menschlich - Bei Dao ist wie Kafka: zu komplex und auf so ziemlich alle Lebenslagen zu übertragen; Hermetik ist was Tolles).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abendglocke ist nun ganz geruhsam ("Abend" für die westliche Welt, die Glocke für Glück, eine bestandene Prüfung - eine Verbindung, die in der bisher dargestellten Mentalität ganz gut zusammenpasst) und fragt, allerdings wartet man nicht auf die Antwort, man rät ins Blaue, was das "Du" vielleicht antworten würde und antwortet an seinerstatt (hier zeigt sich mal wieder die Ökonomie der chinesischen Sprache). Inwieweit dieses Verhalten jetzt toleriert oder kritisiert wird, steht offen, nun legt sich aber die Vermutung nahe, dass es sich um einen bloßen Verdacht handelt, dass das geschehen würde, und dass dieser der Grund für die Verschlossenheit ist. Hier stehen Gedanken wie kulturelle Isolation (aus Angst vor Überfremdung beispielsweise, im speziellen durch die Infiltration mit dem westlichen Wirtschaftssystem) und der Bezug zur eigenen Identität (das, was man den Nazis immer erzählen muss: unsere Kultur ist stark genug, um unter starken Einflüssen dennoch weiterzubestehen und eben nicht "überfremdet" zu werden) im Vordergrund. Irgendwie fehlt hier das Konditionelle, um diese Vermutung tatsächlich stichhaltig belegen zu können.&lt;br /&gt;Jedenfalls findet sich jetzt wieder die "dunkle Nacht", die sich dagegen (eigentlich "stromaufwärts" oder zumindest "gegen den Strom") bewegt, dieser Entwicklung also sehr defensiv gegenübersteht. Was es nun jetzt aber mit Elektrizität und Obstgarten auf sich hat, bleibt mir schleierhaft (ich hatte erst die Vermutung, dass das auf die wirtschaftliche Situation Chinas eingeht, die von ziemlichen Extremen [Hunger, gleichzeitig aber Technisierung] geprägt ist, aber ich bezweifle, dass Bei Dao derart politisch denkt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich gehe direkt auf dich zu" taucht zweimal auf, in jedem Fall drückt es Kooperationslust aus ("to trend", "to head towards", "to face" "to move into the direction of" - alles sehr zugängliche Übersetzungen), die hernach von Konsequenzen untermalt wird. Gleichzeitig ist das hier wohl die Reise, wenn man so will "von Baum zu Baum" (Bäume stehen auch für andere Fixpunkte, gleichzeitig sind es sterbliche Zeugen der Jahrtausende [ \o/ ], also wieder ein Ausdruck von Ewigkeit des Irdischen), fremde Wege führen in die Fremde, man wendet sich vom "Du" ab und hin zu einem dritten (der "andere, Fremde" ist hier ein 他, also ein "er", das fremde Land gehört eigentlich auch einem er, das literarische 之 ersetzt hier das Possesiv 的), Bei Daos Exil tritt hier meiner Meinung nach am Stärksten in den Fordergrund.&lt;br /&gt;"Während die Glut sich in Dezember hüllt / Vereist der Sonnenuntergang das Reich", das Feuer (Süden, Tag) verschwindet im Dezember (letzter Monat, Winter, die Symbolik erinnert an das "Nachtgewand" der europäischen Literatur), der Sonnenuntergang (Einbruch der Nacht, Fall des Ostens) determiniert das Schicksal des Reichs mit Eis (Winter, ewige Konservierung). Man begibt sich hier in eine extreme Untergangsstimmung.&lt;br /&gt;"Das Buch der Mutter Erde" (spielt vermutlich auf die Naturverbundenheit der Kultur an) "schlägt das Hier und Jetzt auf", unklar bleibt, ob zum unverzüglichen Handeln aufgerufen wird, oder ob das Schicksal bereits besiegelt ist (obwohl diese Schwammigkeit sehr viel Neutralität schafft und damit typisch für Bei Dao ist), die Unklarheit dessen spielt vermutlich auch wieder auf dieses "Ende einer endlosen Reise" an. Die Symbolik des Buches ist aber eine recht strafende, gleichzeitig steht es für Gelehrsamkeit und das Festhalten von Geschichte und Kultur, verbindet also sehr schön den intentionalen Anspruch, aus der Geschichte zu lernen, sich zur eigenen Kultur zu bekennen und somit in eine Zukunft zu blicken; das Hier und Jetzt ist ein Fixpunkt der Reise, ob es der einer grundlegenden Entscheidung oder aber das Ende der Reise ist, bleibt dabei offen, nur ein Zurück gibt es nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7247785423300978080?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7247785423300978080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/06/lu-ge-wanderslied.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7247785423300978080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7247785423300978080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/06/lu-ge-wanderslied.html' title='Bei Dao: 路 歌 (lù gē) - Wanderslied'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-2988444385988566915</id><published>2009-05-29T23:28:00.001+02:00</published><updated>2009-08-04T07:33:16.021+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Über das Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><title type='text'>Vom Erzählen #1 - Neutralität der Wertung</title><content type='html'>Ich füge an der Stelle einfach mal eine neue Rubrik ein, die ein bisschen theoretischer ist und mich gleichzeitig mal wieder in die Gattung des Essays wirft.&lt;br /&gt;Ich bin keine Autorität auf dem Gebiet, mein Wissen ist dünn und wird auch niemandem, der sich das wünscht, weiterhelfen. Ich möchte einfach hin und wieder mal ein paar Gedanken niederschreiben, um meinen eigenen Stil des Erzählens zu dokumentieren und zu verallgemeinern.&lt;br /&gt;------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entwicklung der intellektuellen erzählenden Medien, sei es nun Literatur, Film oder Theater, hat vor allem mit dem Wandel des Menschenbildes zum Anbeginn des 20ten Jahrhunderts und hernach noch stärker durch politische Motivationen und einen neuen, gesellschaftsinduzierten Individuationswunsch einen grundsätzlichen Anspruch auf Objektivität, Distanz und eingängiger Deutbarkeit, d.h. Wertbarkeit durch den Rezipienten, geschaffen. Das bedeutet, dass man sich einerseits von der archaischen Form einer klassischen Figur oder einer klassischen Subjektivität, andererseits von der allgemeinen, bestimmten gesellschaftlich gefestigten Moralvorstellungen abwendet, das eine oder andere entweder abstrahiert, negiert oder vollkommen außer Acht lässt, um der Maxime einer objektiven Darstellungsform Raum zu schaffen.&lt;br /&gt;Damit einher geht natürlich, dass - pauschal gesehen - dem "einfachen" Rezipienten, der grundsätzlich erzogen werden will, der Zugang erschwert wird, teils weil er sich im Stich gelassen vermutet, teils weil er die Rückkopplung des Anspruches an Einsicht in ein bestimmtes Thema (will meinen, dass ein anspruchsvolles Thema ebenso einen anspruchsvollen Geist voraussetzt, somit also vorwiegend Ansprüche des Künstlers an den Rezipienten laut werden) nicht verkraftet, teils weil er keine klaren Erzählstrukturen mehr erkennt, welche sich in ihrer Grundform durch einfaches Verständnis auszeichnen, was allerdings einen Wegfall jeder Neutalität bedeuten, um mit dem Rezipienten kommunizieren zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1. Kunst ist vorwiegend Kommunikation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zu diesem Schluss kommt man nach jeder semiotischen, kunstwissenschaftlichen oder linguistischen Betrachtung einwandfrei. Jede Form von Kunst versucht in erster Linie mit seinem Empfänger zu kommunizieren.&lt;br /&gt;Die erzählenden Medien stellen dabei eine besondere Form dar, die der gehäuften Informationsübermittlung. Man erzählt erst dann eine Geschichte, wenn man sein gegenüber mit einer bestimmten Menge an Information versorgt, so sagt man beispielsweise "Dieses Bild erzählt regelrecht eine Geschichte", wenn man in jenem genannten Bild besonders viele semiotische Einheiten entdecken kann, beziehungsweise zu einer fantasiereichen Ausdeutung in der Lage ist und so gegebene Elemente weiterempfindet. In der Literatur bzw. in Theater Film kommen an diesen Stellen ebenfalls Bilder zum Tragen, einmal jene, die man vor einem inneren Auge schafft, und einmal jene, die man dem Zuschauer in bewegter Form bietet, jeweils mit dem Ziel, die Vielschichtigkeit der Informationen darin weiterzugeben.&lt;br /&gt;Dabei verwirklicht sich der Anspruch auf Neutralität des Schaffenden, also der auf eine objektive, wertungsfreie Darstellung, entweder in der abstrahierten oder ausbleibenden Attributierung von Figur, Handeln und Milieu (ein Geschehen an sich, das unabhängig von einer handelnden Person steht, wird im Allgemeinen durch allgemeines Verständnis oder aber durch Protagonisten empfunden und ist deshalb nicht entscheidend, wenn es um neutrale Einschätzungen geht). Die Attributierung auszusparen heißt, sich vom Dogma des Einfühlenwollens befreien, das vorwiegend dafür verantwortlich ist, dass sich viele Werke als Belle Lettre verstehen und das geschriebene Wort oder das dargestellte Bild nur in Zusammensetzungen nach Qualität bewertet werden (etwa in Form vom Pathos gewisser Wortzusammenstellungen [Proust'sche Periode] oder Requisitierung/Technisierung [Spezialeffekte, HD-TV]). Die Abstraktion wiederum spaltet sich in mehrere Varianten, die expressivste davon ist die Negierung oder die offene Ablehnung von Attributsinhalten, sodass beispielsweise ein Schönheitsideal untergraben oder das Groteske der Hässlichkeit unterschlagen wird. Allerdings nimmt der Schaffende durch die Auswahl der Attributierungen, die entweder negiert, abgelehnt oder gegebenenfalls belassen werden, automatisch eine Wertung vor, die dem Rezipienten nicht zu verbergen ist, dennoch aber eine Neutralität der Parodisierung schaffen kann, die sich ebenso vom Pathos abwendet (vor allem Travestien).&lt;br /&gt;Die Kommunikation mit dem Rezipienten geht in jedem Fall durch Affirmiertheit, Objektivität oder aber Abstraktion mit einer bestimmten Beziehung zur Wertbarkeit einer Situation einher, Bejahendes schlägt sich erziehend nieder, indem es idealbildiches Verhalten positiv darstellt, Abstraktes stellt den Empfänger automatisch vor eine moralische Entscheidung (ganz gleich ob diese nun aus eigenen Motiven heraus oder durch die Wertung des Künstlers geschieht), die oftmals als kalt und ungeschliffen empfundene Objektivität ruft lediglich den Wunsch nach einer Wertung hervor, der Rezipient ist entweder entschlossen, diese Wertung aus eigenen Vorstellungen heraus auf Grundlage der Informationen zu treffen, oder aber er lehnt das Erzählte ab, weil ihm der Zugang verwehrt bleibt (Zugang ist in diesem Fall die Nachvollziehbarkeit des Handelns, letztere wiederum ist ein affirmierendes Verhalten, das auf dem grundsätzlich positiven Selbstbild des Menschen beruht). Letztgenanntes geschieht entweder durch Informationsmangel, das Werk verlangt vom Rezipienten Wissen, dass er nicht in jedem Fall besitzt oder er wird mit einer unvertrauten Situation konfrontiert, über die in seinem Moralsystem noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind, folglich das Verhalten gänzlich unverständlich und somit keine Wertung möglich wird.&lt;br /&gt;Letztendlich ist es die Aufgabe dieser erzählenden Medien, die verschiedenen Aspekte zu vereinen, um zugleich Zugang als auch Wertungsfreiheit zu schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Subjektivismus als Schlüssel zu einer objektiven Betrachtung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Man muss also annehmen, dass diese als ungeschliffen und kalt empfundene Objektivität zwar Wertungsfreiheit schafft, gleichzeitig aber den Zugang zum Erzählten selbst fast automatisch verwehrt, damit das Urteil des Unbelebten herbeiführt, nicht Nachvollziehbares wird als nicht lebendig und nicht durchführbar empfunden, dadurch automatisch verneint und in der Folge eine nachteilige Entfremdung zwischen den Kommunikationspartnern geschaffen. Die Erwartung nach subjektiven, empfindsamen Eindrücken ist damit grundsätzlich eine, die jeder Kunstform zwangsläufig zu Teil und konsequent davon erfüllt werden muss.&lt;br /&gt;Vor allem für die Erzählung bedeutet das die Untermalung von unumgänglichen Emotionen als Teil des Kommunikationsaktes. Auf diese Weise sollen die natürlichen Auswirkungen von Handlungen und Geschehnissen beleuchtet werden. Es bedeutet ebenso, dass diese Untermalung allumfassend geschehe, sich also nicht auf einzelne Figuren oder Handlungsmuster bezieht (was zwangsläufig Schwarz-Weiß-Malerei darstellte), sondern die Auswirkungen in ihrer Vollständigkeit bezeichne. In dieser Form werden die Begriffe &lt;em&gt;Täter&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Opfer&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Wohltat&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;hilfebedürftig&lt;/em&gt; entwertet, Charakterisierung geschieht durch Motive und eine nicht vom Künstler, sondern von der natürlichen Wahrnehmungsgabe des Rezipienten induzierte, subjektive Einschätzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Das Fehlen von Konsens als Mittel der Abstraktion&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein wichtiger Punkt für die objektive Darstellung von Vorgängen unter dem Anspruch von Wertungsfreiheit ist regelgerechte die Darstellung zweier Parteien. Es bleibt jedoch der Vorbehalt von subjektiven Werten erhalten, Einschätzungen dürfen die Gleichberechtigung beider Meinungen zwar nicht außerkraft setzen, wohl aber müssen sie zum Verständnis und zur Nachvollziehbarkeit beider gleichermaßen verhelfen, emotionale Nähe zu beiden in ein und der selben Form schaffen.&lt;br /&gt;Ein entscheidendes Mittel dazu sind Themen, über die es keinen allgemein anerkannten, pauschalen Konsens gibt, die dadurch verstören und den Rezipienten zwangsläufig auffordern, nach eigenen Moralvorstellungen zu einer Wertung zu kommen, wobei vor allem Allusionen auf persönliche Erfahrungen, also wieder subjektive Empfindungen, dieser Entscheidungsfindung auf die Sprünge helfen können. Auf Grundlage dieser Motivationen, die keiner gesellschaftlich anerkannten Moralvorstellung folgen können - weil eben jene nicht existiert -, schafft der Künstler bei Rezipienten das Verständnis, dass ein Mensch keinem Idealbild, sondern nur einem Individualbild gehorchen kann, sich also durch die Individuation einer moralfreien Entscheidung von der Schuld lösen kann. Auf diese Weise verfolgt der Schaffende das zeitgenössische Menschenbild, formt es nach seinen Vorstellungen und nutzt es als Kommunikationselement, frei von jeder Wertung, aber dennoch in sich verständlich, nachvollziehbar, weil es auf einer Augenhöhe mit dem Rezipienten steht, der nicht vollkommen, aber Individuum zu sein gezwungen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4. Der Charakter als Projektionsfläche frei von Identifikationselementen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang jedes erzählenden Werkes stellt der Rezipient die Forderung, sich mit dem oder den Protagonisten identifizieren zu können. Dieses Verhalten schlussfolgert aus dem allgemeinen Wertstreben in einer Gesellschaft, das das Individuum in eine Gruppe von anderen Individuen mit Gemeinsamkeiten zu ordnen versucht, damit grundsätzlich nicht schlecht, vielmehr für eine Gesellschaft unentbehrlich, aber wenig progressiv ist. Auch hier spielen Zugang und Nachvollziehbarkeit eine große Rolle, der Rezipient verlangt entweder, mit der Figur Erfahrungen oder Gefühle zu teilen, oder sucht in ihm bestimmte, oberflächliche Eigenschaften (derer tiefgründigere werden grundsätzlich von Erfahrungen und Gefühlswelten bestimmt), allgemein gesagt muss ein Minimum an Gemeinsamkeiten bestehen, das über das Menschsein und das Geschlecht hinausgeht, ethnologisch, religiös, gesellschaftlich oder gefühlstechnisch identische Zugehörigkeiten reichen meist aus, auch Rollenbilder oder -funktionen sind grundlegende Identifikationselemente.&lt;br /&gt;Diesem Wertstreben soll höhere Kunst entgegen wirken (es soll dabei nicht abgestritten werden, dass Identifikationsfiguren weder Anhaltspunkt noch Erkennungsmerkmal für schlechte oder wenig progressive Kunst sind) und zwar mit dem Einordnen der Figur in ein liberales, individuationsbetontes Gefüge, wie unser politisches System es verspricht. Allerdings ist dieser Anspruch keineswegs von politischer Form, vielmehr ist es eine Verallgemeinerung der humanitären Vorstellungen, die alle Menschen gleich zeihen. Nur auf diese Weise wird es möglich, dass der Empfänger sein Denken und seine Verhaltensmuster auf eine Figur projezieren kann, die keine tiefgreifenden Anhaltspunkte für eine Identifikation gibt, außer eine absolute Identität zwischen Protagonist und Rezipient auf humanitärem Niveau. Es wird dadurch keinerlei Idealbild erzeugt, sondern eine tabula rasa geschaffen, die für ihren Teil eine Projektionsfläche für jede subjektive Wertung ist, beziehungsweise - in der übergeordneten Funktion - keine direkte Wertung zulässt, sondern lediglich Informationen zu einem Sachverhalt vermittelt, das wiederum auf einer emotionalen Ebene, was die Stichhaltigkeit und Ausdruckskraft der Information selbst extrem verstärkt und somit einen sehr hohen Wahrheitsgehalt zu schaffen in der Lage ist, der bei der Wertungsfindung von unschätzbarem Nutzen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5. Neutralität der Wertung an einem Beispiel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=E7OdlFEnyEw"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Abschiedslied&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; (Arbeitstitel: &lt;em&gt;Grauzone&lt;/em&gt;) von Markus Beck&lt;/a&gt; kann in jedem Punkt sehr gut als Beispiel herhalten.&lt;br /&gt;Problematisiert wird einerseits die Sterbehilfe an einer Komapatientin, ein Thema ohne allgemeinen Konsens, das auf sehr emotionale Weise dargestellt, während es ebenso psychoanalytisch betrachtet und abstrahiert wird (das Gefangensein der Mutter in ihrer starren, unveränderbaren Welt im Kontrast zu ihrem beinahe zwanghaften [repetativen] Willen, sich gegen diese Unveränderlichkeit zur Wehr zu setzen). Auf der anderen Seite geht es um das Loslassen an sich, das liebevolle Verabschieden der Tochter von der Mutter und der nahezu versöhnliche Verschwinden der Mutter im Dunkel.&lt;br /&gt;In jedem Fall wird deutlich, dass keine Wertung der Situation angestrebt wird, dass es vielmehr um das Absolute des Trauerempfindens geht. Die Neutralität besteht in der liebevollen Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die nach rationalen Argumenten nicht zu werten ist, in der Darstellung des Zustandes der Mutter, der weder wissenschaftlich noch psychographisch dargestellt wird, sondern allein auf einer Tatsache, &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; sie ihren Zustand befindet (und selbst dieses &lt;em&gt;wie&lt;/em&gt; bleibt der Wertung durch den Zuschauer offen, ihr Gemüt schlägt zwischen starkem Glück und tiefer Verzweiflung hin und her) und nichts gibt einen Anhaltspunkt, inwieweit der Tod auf einer generellen Basis legitim oder unmenschlich wäre, ihre Welt, die sie so verzweifelt kontrollieren will, bricht im Chaos zusammen, doch vereint sie sich im selben Moment im Glück mit ihrer Tochter, die liebevolle Relation zwischen beiden ist das einzige Maß an Attributierung (welches für seinen Teil sehr universell ist*). Auch werden Stilmittel, wie etwa die monochrome Welt des Schwarzweißfilmes, das Herrichten des Kaffeetisches, die Eigensinnigkeit der mentalen Umwelt der Mutter, das überlaufende Wasser und räumliche Trennung ebenso frei von einer Wertungsintention verwendet - lediglich das Zuschlagen der Tür und die erlichende Glühbirne bzw. die Tochter als Kind und die schlussendliche Umarmung sind klar in entweder Glück oder Verzweiflung, also in eine positive oder eine negative Gefühlserfahrung einzuordnen, damit kommen sie jenem subjektiven Empfinden der Objektivität als kalt und unbelebt bei, die Polarität von Gefühlen zu gleichen Anteilen balanciert sich aus, zeiht währenddessen den Menschen an sich lebendig (man gehe davon aus, dass das Gefühlsextrem ein Lebensbeweis per se ist).&lt;br /&gt;Letztenendes entsteht also keinerlei Wertung, weder eine des Todes, noch eine davon, wie lebenswert die Existenz der Mutter ist, noch eine der Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Es ist ein - im wahrsten Sinne des Wortes - stummes Drama, das mit so wenig wie möglich Information so viel Absolutes wie möglich zu fassen versucht. Die Besonderheit hier ist die offene Entscheidung, ob überhaupt eine Wertung notwendig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;*Fazit:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die erzählende Kunst behält sich Neutralität dadurch vor, dass sie universelle Werte in den Vordergrund rückt, um andere entwerten zu können. Solche universellen Werte sind beispielsweise Liebe, Emotionen, Impulse, der Grad an Empfindbarkeit einer jeden Sache, Logik (sowohl innerhalb einer rationalen Welt, als auch innerhalb einer irrationalen Welt), Metaphysisches im engeren Sinne, gewissen Bereiche zwischenmenschlicher Kommunikation (beispielsweise die Unüberwindbarkeit der Grenzen der Individualität). Die Freiheit von den restlichen Werten ist ein unverzichtbares Mittel, so gilt es beispielsweise bekannte oder gesellschaftlich fixierte Wertevorstellungen vollständig zu hinterfragen und als Schaffender selbst die Grenzen der Individualität so weit wie möglich zu überwinden und zu verallgemeinern, das alles unter der Abwägung subjektiver und objektiver Eindrücke, die in "der gewissen Mischung" - für die sich schwerlich eine generelle Formel finden ließe - vermittelt werden müssen. Es heißt, sich von einem Idealbild freizumachen und dem Rezipienten soviele Entscheidungsfreiräume wie möglich einzuräumen. Dabei kommt es einerseits darauf an, dass er Zugang zum Erzählten selbst findet - im besten Fall durch Projektion der eigenen Ideen auf die Figuren der Erzählung (Identifikation schafft automatisch eine Form von Idealbild, das sich nur sehr schwer und in den seltensten Fällen balancieren lässt) -, andererseits darauf, dass er diesen Zugang auf dem kleinmöglichen Nenner mit dem Erzählten findet, also nach humanitären Standpunkten auf einer Stufe damit steht.&lt;br /&gt;Das letztendliche Ziel oder auch das zwangsläufig angestrebte Produkt ist ein zweigliedriges Werk, das man einmal auf einer empfänglichen Ebene erfahren kann (das bloße, absolute Erzählte an sich als Geschichte in sich aufnehmen), ein andermal auf einer kritischen Ebene (das Erzählte zu deuten, zu Werten, oder aus dem Erzählten eine persönliche Maxime zu entwickeln).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-2988444385988566915?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/2988444385988566915/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/05/vom-erzahlen-1.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2988444385988566915'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/2988444385988566915'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/05/vom-erzahlen-1.html' title='Vom Erzählen #1 - Neutralität der Wertung'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-8626693108462093785</id><published>2009-05-12T15:35:00.009+02:00</published><updated>2009-12-31T15:37:11.774+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>מי נהר - Die Wasser eines Flusses</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=vJHzV7Ge2KA"&gt;&lt;strong&gt;Idan Raichel Project&lt;/strong&gt; - "Mey nahar"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;מי נהר זורמים&lt;br /&gt;הבט&lt;br /&gt;אלו הם ימי חייך&lt;br /&gt;הם מימי חייך&lt;br /&gt;נשטפים בזרם&lt;br /&gt;שמתחיל עם גשם ראשון&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;מי נהר זורמים&lt;br /&gt;הבט&lt;br /&gt;אלו הם פלגי המים&lt;br /&gt;שיגיעו אל מדבר גווע&lt;br /&gt;עם השקט שיבוא&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;גם אם אשתה את כל הים&lt;br /&gt;הוא לא ירווה את צימאוני&lt;br /&gt;לעוד יום קרוב אליך&lt;br /&gt;לעוד יום בזרועותיך&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;גם אם אשב מתחת שמש&lt;br /&gt;לא ישרפו אותי קרניה&lt;br /&gt;כמו לבי נשרף בלהבות אהבתך&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mey nahar zormim&lt;br /&gt;Habet&lt;br /&gt;Alu hem imey chayecha&lt;br /&gt;Hem meymey chayecha&lt;br /&gt;Nishtafim bezerem&lt;br /&gt;Shematchil im gesham rishon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mey nahar zormim&lt;br /&gt;Habet&lt;br /&gt;Alu hem palgey hamayim&lt;br /&gt;Sheyagyu el midbar gove'a&lt;br /&gt;Im hasheket sheyavo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gam im ashetah at kol hayam&lt;br /&gt;Hu lo irveh at tzimoni&lt;br /&gt;Le'od yom karov aleycha&lt;br /&gt;Le'od yom bezrotecha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gam im ashev metacht shemesh&lt;br /&gt;Lo isrofu uti korneyah&lt;br /&gt;K'mo libi nisraf velahvot ahavatcha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wasser eines Flusses fließen dahin&lt;br /&gt;Schau&lt;br /&gt;Dies sind die Tage des Lebens&lt;br /&gt;Sie sind das Wasser des Lebens&lt;br /&gt;Davongerissen vom Strom&lt;br /&gt;Der mit dem ersten Regen beginnt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wasser eines Flusses fließen hinfort&lt;br /&gt;Schau&lt;br /&gt;Dies ist der Bach des Lebens&lt;br /&gt;Der zur Wüste austrocknen&lt;br /&gt;Und Stille bringen wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tränke ich all das Wasser&lt;br /&gt;Nicht gestillt wäre mein Durst&lt;br /&gt;Nach einem weiteren Tag in deiner Nähe&lt;br /&gt;Nach einem weiteren Tag in deinen Armen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Säße ich in der Sonne&lt;br /&gt;Ihre Strahlen verbrannten mich nicht so&lt;br /&gt;Wie mein Herz im Feuer deiner Liebe&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8626693108462093785?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8626693108462093785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/05/die-wasser-eines-flusses.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8626693108462093785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8626693108462093785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/05/die-wasser-eines-flusses.html' title='מי נהר - Die Wasser eines Flusses'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3108012175625660724</id><published>2009-04-28T19:41:00.006+02:00</published><updated>2010-03-27T12:38:05.820+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><title type='text'>Arbeitsproben</title><content type='html'>So, ich bin mir damit zwar dermaßen unsicher, dass ich am liebsten noch drei Jahre warten würde, aber ihr braucht ja hin und wieder auch mal was zum Lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://npshare.de/files/3cd74355/Arbeitsproben.doc"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Arbeitsproben&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; 2009&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Version vom 21. Mai.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verlange hiermit ausdrücklich, dass kein einziger dieser Texte ohne meine Zustimmung oder gar ohne Nennung meines Namens irgendwo verbreitet wird. Da hängt mein Herzblut dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nachtrag: Die Leute vom DLL sind einfach dermaßen klasse - die haben bestimmt gewusst, dass Leute mit akutem Prokrastinationswahn alles auf den letzten Drücker machen und sich dann vorwerfen, dass es zu spät ist, um alles nochmal in Ruhe durchzulesen ... Konsequenz: Der Bewerbungszeitraum geht jetzt doch bis zum 15. Mai - ich liebe das.&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3108012175625660724?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3108012175625660724/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/arbeitsproben.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3108012175625660724'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3108012175625660724'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/arbeitsproben.html' title='Arbeitsproben'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7897996237508198401</id><published>2009-04-28T18:48:00.006+02:00</published><updated>2009-09-02T08:58:00.857+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><title type='text'>Abendweise</title><content type='html'>Der Weise Name ist&lt;em&gt; Gespalten &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;auf halben Weg zieht &lt;br /&gt;sie vorbei &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir scheint, als ob nur sie gespalten&lt;br /&gt;und alles andere: ganz und frei &lt;br /&gt;und nimmer da sind Klang und Melodei &lt;br /&gt;&lt;em&gt;mir &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;singen ihre Düfte dann und wann &lt;br /&gt;wie gefangen sie ist, in ihrem Kleid &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bald bin ich frei&lt;/em&gt;, sind ihre Worte &lt;br /&gt;&lt;em&gt;bald ganz, bald bin ich dein&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;tatsächlich sind die Worte Worte &lt;br /&gt;ich hör’ sie noch und bin allein &lt;br /&gt;mit ihren Illusionen von jener Sorte &lt;br /&gt;als dass nicht zu wählen ich vermag, was schwammig und was rein&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kühl, im Nachthemd umfängt mich ihr Schein&lt;br /&gt;und allen Worten müssen Taten folgen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bald bin ich ganz, bald bin ich dein.&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7897996237508198401?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7897996237508198401/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/abendweise.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7897996237508198401'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7897996237508198401'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/abendweise.html' title='Abendweise'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-3341923440567982774</id><published>2009-04-18T17:21:00.001+02:00</published><updated>2009-08-04T07:34:17.241+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dies und Das'/><title type='text'>Ung mand falder</title><content type='html'>&lt;object width="480" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/p/7ADD9626EC767310&amp;hl=en" /&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/p/7ADD9626EC767310&amp;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...das war eine Arbeit, das kann ich aber sagen. Wenigstens hab ich in der Wartezeit (Windows Movie Maker ist schneller als mein VideoWorks und braucht trotzdem noch 1,5:1 an Bearbeitungszeit) fein Mathe gelernt.&lt;br /&gt;Und eigentlich will ich die französisch untertitelte Version auch noch hochladen...&lt;br /&gt;Und &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Festsang&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; von Mads Mouritz - ich glaub, ich lern Dänisch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3341923440567982774?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3341923440567982774/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/ung-mand-falder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3341923440567982774'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3341923440567982774'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/ung-mand-falder.html' title='Ung mand falder'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-7740767911206576960</id><published>2009-04-14T19:52:00.006+02:00</published><updated>2009-08-22T19:34:09.563+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kurzprosa'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><title type='text'>Liebe K.</title><content type='html'>Ich bot dir mein Herz an und fragte um deine Hand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieh's mir nach; -&lt;br /&gt;Wo ich herkomme, da ist ein Schild aus grünem Blech, mit weißen Buchstaben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Betteln und Hausieren verboten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Ausrufezeichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-7740767911206576960?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/7740767911206576960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/liebe-k.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7740767911206576960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/7740767911206576960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/liebe-k.html' title='Liebe K.'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-1643133316754121031</id><published>2009-04-12T21:28:00.012+02:00</published><updated>2009-08-04T07:34:55.620+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dramatisches'/><title type='text'>Das moderne Fräulein O. - Sterben</title><content type='html'>Gespräche über Schuld, &lt;br /&gt;Bald fasst uns die Gewalt: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Groß Reden über Bäume &lt;br /&gt;Schnee und Eis so voller Wahrheit &lt;br /&gt;Zarter Mantel Unschuld &lt;br /&gt;Auen so weit wie &lt;br /&gt;Treue &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh, in Schweigen gehüllte Ewigkeit &lt;br /&gt;Eure Andacht stört meine Kreise &lt;br /&gt;Eure Gegenwart streift die weiße Haut &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlägt die Gegenwart in den Wind &lt;br /&gt;Oder Sturzbäche die Vergangenheit &lt;br /&gt;Die Stühle kurz und klein &lt;br /&gt;Sind Winde, &lt;br /&gt;schnell wie Südseeschnecken und Muscheln, &lt;br /&gt;Bedeutungslose, ewig weise Philosophen &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verschwendet Zeit mit Gebeten &lt;br /&gt;Zählt die Halme der Auen, fegen &lt;br /&gt;Die Winde darüber, von Neuem &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fürchten wir die Einsamkeit &lt;br /&gt;Der Schmerz die Bedeutungslosigkeit &lt;br /&gt;Die Trauer den Kummer &lt;br /&gt;Die Halme die Unzählbarkeit &lt;br /&gt;Von Sand am Meer, die Zahlen: &lt;br /&gt;Mehr als Nichts, Unsterblichkeit &lt;br /&gt;Bedeutungsloser, ewig &lt;br /&gt;Weiser &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieh am Wegesrand die Bäche: &lt;br /&gt;Unrecht so unvergänglich ungestüm gezeiht &lt;br /&gt;Gestattet das Verweilen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-1643133316754121031?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/1643133316754121031/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/das-moderne-fraulein-o-sterben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1643133316754121031'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/1643133316754121031'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/das-moderne-fraulein-o-sterben.html' title='Das moderne Fräulein O. - Sterben'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' 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/&gt;&lt;em&gt;I know it's nothing special and I know, that Nicaragua is not the same as India, but nonetheless it was important to me to make this video.&lt;br /&gt;I screwed the end up, but still...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The biggest part of the video material originates from a documentary report by Rebecca Gudisch and Tilo Gummel for the German TV station WDR, "Kindersklaven" (child slaves):&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=2F83A639A90B89C7&amp;playnext=1"&gt;http://www.youtube.com/view_play_list?p=2F83A639A90B89C7&amp;playnext=1&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Music:&lt;br /&gt;"Dommage Collatéral" by Vulgaires Machins, extracted from their album "Compter les corps".&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-3512487193508354604?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/3512487193508354604/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/dommage-collateral.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3512487193508354604'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/3512487193508354604'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/04/dommage-collateral.html' title='Dommage Collatéral'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4220486524297706109</id><published>2009-03-26T14:39:00.007+01:00</published><updated>2009-08-04T07:33:56.350+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lyrik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dramatisches'/><title type='text'>Das moderne Fräulein O. - Vom Staatengründen</title><content type='html'>Äpfel im Garten zwischen&lt;br /&gt;Furchen den Sparten zischen&lt;br /&gt;Leise im Dunst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darunter Vernunft.&lt;br /&gt;Und wie zu belehren&lt;br /&gt;Singt Kadmos zu Ehren&lt;br /&gt;Der Vogel ein Lied&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein fremdes und einst&lt;br /&gt;Als er flog in den Höhen&lt;br /&gt;Der Drache, zu stehen&lt;br /&gt;Wider dem Ehrenmanne:&lt;br /&gt;So war er frei&lt;br /&gt;Und war fröhlich alsbald.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nützten die Waffen&lt;br /&gt;Was Speer und was Fels&lt;br /&gt;Im Kampfe wider die Schwachen&lt;br /&gt;Die man knechtet und quält?&lt;br /&gt;Und die Furchen im Lehm&lt;br /&gt;Die man formte so schwer?&lt;br /&gt;Und die Sehnsucht, die man spürte&lt;br /&gt;so sehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch frei sein.&lt;br /&gt;Frei sein und lachen -&lt;br /&gt;Das alles bedeutet&lt;br /&gt;Nun nichts mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4220486524297706109?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4220486524297706109/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/das-moderne-fraulein-o-kleine-hommage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4220486524297706109'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4220486524297706109'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/das-moderne-fraulein-o-kleine-hommage.html' title='Das moderne Fräulein O. - Vom Staatengründen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' 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verlor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im sanften Mantel schwerer Steine&lt;br /&gt;Schmiegt das Rädchen sorglos sich dagegen&lt;br /&gt;Stockt und staut den teuren Stoff&lt;br /&gt;Oh, was Winde über Auen fegen&lt;br /&gt;Oh, was ist mein Scheusal groß&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-6085079780072272202?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/6085079780072272202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/ein-scheusal-auf-dem-trockenen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6085079780072272202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/6085079780072272202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/ein-scheusal-auf-dem-trockenen.html' title='Ein Scheusal auf dem Trockenen'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-852957951613622913</id><published>2009-03-14T13:47:00.005+01:00</published><updated>2009-08-04T07:33:56.351+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosaisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><title type='text'>Ausschalten</title><content type='html'>Man konkretisiert Tiefkühlkost, man konkretisiert das Schlaraffenland, man materialisiert unser Glück, man verkauft Illusionen, man tütet Träume ein, man konserviert uns ohne Konservierungsstoffe, man bezahlt unsere Kredite, man konkretisiert Sauberkeit, man konkretisiert Übereifer, man reinigt unsere Wohnung, man reinigt unseren Intimbereich, man reinigt unser Bad, man reinigt auch in den Ecken und an schwer erreichbaren Stellen, man konkretisiert die Rolle der Frau, man konkretisiert unsere Pflichten als Mensch, man appelliert an unsere Menschlichkeit, man appelliert an unseren Magen, man konkretisiert unsere Ernährung, man konkretisiert unsere Gesundheit, man konkretisiert unsere Kopfschmerzen, man übersendet uns bei Risiken oder Nebenwirkungen an unseren Arzt oder Apotheker, man wäscht sich mit Seifen, man wäscht seine Reifen, man bleicht sich die Zähne, schüzt die Felgen gegen Rost und Kratzer, schützt sich mit Versicherungen, bestellt per Telefon neue Panzer, man macht Inventur, man braucht neue Schuhe, man ist cool wenn man isst, man ist hipp wenn man trinkt, man ist unwiderstehlich durch Parfum, man ist es sich wert, man liebt es und schreit Geiz ist geil, man lebt wieder sicher zwischen Bausparvertrag und Stricher, man kocht und man isst, man konkretisiert die Schönheit der Natur, man konkretisiert Reinheit, man konkretisiert Geborgenheit, man konkretisiert Sport und Bewegung, man konkretisiert Unabhängigkeit, man konkretisiert Fettzellen, man konkretisiert Kalorien, man konkretisiert Konkretionen und Blasenbeschwerden, man konkretisiert Kopfschmerz und Sitzmöbel, man konkretisiert Liebe und Genuss, man konkretisiert unkompliziert und schnell erreichbar, man konkretisiert das Leben anderer, man konkretisiert Tabellen, man konkretisiert Gerüche, man konkretisiert Defizite, man konkretisiert Mikrofasertechnik, man konkretisiert Kalkschäden, man konkretisiert die zwölf Stunden Schlaf von Max, der sieben Monate alt ist und Lernprozesse verarbeiten muss, man konkretisiert Abitur, man konkretisiert Urlaub, man konkretisiert Nepal, man konkretisiert das Klischee eines Asiaten, man konkretisiert Alkohol, man konkretisiert Tomaten, man drückt seine Zahnbürste daran, man konkretisiert Jahresringe unserer Kindheit, man konkretisiert Süßigkeiten, man konkretisiert Zucker- und Laktosegehalt, man konkretisiert Lysin, man konkretisiert Sicherheit, man konkretisiert Risiken, man konkretisiert, man konkretisiert, man konkretisiert, man konkretisiert, man konkretisiert, man konkretisiert, man konkretisiert, man konkretisiert und konkretisiert unsere Kopfschmerzen und schiebt noch einen Programmhinweis nach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-852957951613622913?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/852957951613622913/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/ausschalten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/852957951613622913'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/852957951613622913'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/ausschalten.html' title='Ausschalten'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' 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Luftballons&lt;br /&gt;im Winde&lt;br /&gt;lässt fahren alle Trübsal&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-5703433227884224961?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/5703433227884224961/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/deine-stille.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5703433227884224961'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/5703433227884224961'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/deine-stille.html' title='Deine Stille'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4090883220760997562</id><published>2009-03-06T21:53:00.004+01:00</published><updated>2009-08-04T07:32:07.490+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fragmente'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Belletristik'/><title type='text'>Ein Fragment</title><content type='html'>&lt;em&gt;„Bis wohin wollen Sie mit?“&lt;br /&gt;„Fahren Sie mich einfach nach Haus.“&lt;br /&gt;„Und wo bitte wohnen Sie?“&lt;br /&gt;„Weiß nich’. Wo wohnen Sie denn?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... und zwischen dem euphorischen Geschrei und einem betäubenden Schweißgeruch, spürte man deutlich auch die gelöste Anspannung der Menge. Sie hatten, was sie wollten, selbst, wenn sich niemand sicher gewesen zu sein schien, was genau er eigentlich wollte und doch mit dem Wissen gekommen war, dass er nichts hatte und auf der Suche nach etwas sein musste.&lt;br /&gt;„Der Mann hat ein Mikrophon in der Hand, das muss die Stimme Gottes sein! – Komm, lass uns gehen.“ René hakte sich bei mir ein und zog mich sanft zum Ausgang. Die Schneise, die wir durch die Menge gezogen hatten, musste von der Bühne aus einfach zu sehen sein:&lt;br /&gt;„Ihr geht schon, liebe Freunde?“ – „Ja, &lt;em&gt;Freund&lt;/em&gt;, wir gehen.“ René streifte nicht nur knapp die 180, sondern zitterte auch leicht aus einer Erregung heraus, die nichts mit seiner Wut zu tun haben konnte.&lt;br /&gt;„Hat es euch nicht gefallen? Bleibt doch noch, vielleicht macht euch das Meditieren mehr Mut...“ Der Guru hatte etwas Sarkasmus in der Stimme, nur so wenig, dass es niemandem außer uns aufzufallen schien; das überraschte mich. Wer solche Massenaufläufe zum kochen bringen kann, dachte ich mir, muss doch mit Leib und Seele an den Schwachsinn glauben, den er erzählt.&lt;br /&gt;„Alter, du kannst dir dein Meditieren sonst wohin stecken. Ich werd’ mich kaum weiter von so ’nem versifften Vollidioten zuquatschen lassen.“ Ich mochte es nicht, wenn er so sprach. Vor allem das „Alter“ degradierte ihn ein bisschen zum unreifen Durchschnittstypen. Wir hätten nicht hierher kommen sollen.&lt;br /&gt;„Dann hast du bei uns auch nichts verloren.“, antwortete der Guru kühl. „Aber deine Begleiterin möchte sicher noch etwas hier bleiben.“&lt;br /&gt;„Da verstehen Sie was falsch.“, meinte ich ruhig, obwohl mich das nun auch ein wenig aufbrachte. Meinte der Typ ernsthaft, ich würde mich von irgendwem kontrollieren lassen? „Komm, lass uns einfach gehen.“&lt;br /&gt;„Ihr werdet es irgendwann bereuen. Denkt an diesen Moment, wenn es so weit ist.“ Zustimmendes Gemurmel drang von den Umstehenden herüber. René platzte der Kragen. Ich wusste, dass er flink wie ein Wiesel war, aber so schnell, wie der Guru am Boden lag, hatte ich es auch noch nicht erlebt.&lt;br /&gt;„Du Hund, dreckiger! Du weißt doch ganz genau, was du mit den Menschen machst mit deinem Scheiß, Mann!“ Man sah ihm an, dass er sich noch nie wirklich geprügelt hatte. Seine Fäuste trafen immer wieder die selben Stellen, vorwiegend die Handballen des Guru, und sicher hätte er mit etwas mehr Erfahrung sogar den für seinen Beruf doch sehr schmächtig wirkenden Security-Mann von sich wegstoßen können, doch so war der Guru nicht einmal wirklich außer Atem, als er wieder auf die Beine sprang und sein Sakko zurecht rückte. „Reicht dir meine Mutter nicht? Willst du auch die Deppen hier eingarnen? Verdammte Scheiße lass los!“ Der ihn immer noch im Zaum haltende Schmächtling hatte offensichtlich mehr auf dem Kasten, als man ihm ansah, denn er war drauf und dran, René zu erwürgen; und das schien ihm auch das allergrößte Vergnügen zu bereiten, zumindest seiner Grimasse nach zu urteilen.&lt;br /&gt;„Deine Mutter findet bei uns die Liebe und Geborgenheit, die ihr anderswo versagt–“ – „Du verschissener Mistkerl kennst doch nicht mal ihren Namen! Du weißt überhaupt nichts über sie, oder über uns oder unser Leben! Verdammt noch mal, und halt dich gefälligst aus unserem Leben &lt;em&gt;heraus&lt;/em&gt;!“ Seine Stimme krächzte besorgniserregend.&lt;br /&gt;„Lassen Sie mal los, verdammt, sonst mach’ ich das Selbe mit Ihnen.“ Als ich den Security-Mann bedrohlich anstarrte, um mir zumindest ein Quennchen Glaubwürdigkeit zu verschaffen, traf sich mein Blick mit der einer Frau, die vollkommen perplex schien, dass ich überhaupt wagte, einen Mann anzusprechen, ohne vorher ein zierliches Räuspern und ein mädchenhaftes Lächeln abzusetzen. Renés Peiniger ließ zwar nicht sofort los, aber zumindest hatte ich ihm das Vergnügen aus dem Gesicht gewischt, was ihn allerdings auch nicht viel ansehnlicher machte. „Ich warn’ Sie, ich mach’ ... Kung-Fu.“ &lt;em&gt;...und ich kann meisterlich kochen, stricken &lt;/em&gt;und hätte in diesem Moment gern erklärt, dass es sich dabei um eine fernöstliche Technik des Saubermachens handelte, damit die Kinnlade meiner Beobachterin sich ohne orthopädisches Eingreifen wieder in Ausgangsstellung bringen ließ. Sie sah im Moment ein bisschen aus aus wie eine Kröte – das heißt; das tat sie sicher auch ohne den weit aufgerissenen Mund und die sich immer weiter aus ihren Höhlen entfernenden Augäpfel.&lt;br /&gt;Der Security-Mann hatte sich inzwischen tatsächlich verzogen – und ich ging großzügig davon aus, dass er ernsthaft verschreckt war – und René hatte mich erneut am Arm gepackt und Richtung Tür geschleift, nicht ohne meinen Widerstand und die verklärten Blicke der Umstehenden, die uns bis nach draußen folgten.&lt;br /&gt;„Kung-Fu...“, blaffte er noch. &lt;em&gt;Entmannung abgeschlossen.&lt;/em&gt; Ich schlug die Hand mit Bedacht vor den Mund. „Tut mir leid.“, brummelte ich vor mich hin, so gut wie möglich darum bemüht, mich nach ehrlichem Bedauern anzuhören.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-4090883220760997562?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/4090883220760997562/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/ein-fragment.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4090883220760997562'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/4090883220760997562'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/ein-fragment.html' title='Ein Fragment'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' 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/&gt;von der Freiheit schwärmend&lt;br /&gt;doch mit den Worten eines Fremden&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-8556665629728893782?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/8556665629728893782/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/wir-cyrano.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8556665629728893782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/8556665629728893782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/03/wir-cyrano.html' title='Wir, Cyrano'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-501402022649190775</id><published>2009-02-24T18:43:00.006+01:00</published><updated>2009-09-02T09:00:54.171+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Prosaisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1ter Schreibprozess'/><title type='text'>Molch und Seekuh</title><content type='html'>Wir machen halbe Worte um Sachen, die wir nicht ganz verstehen&lt;br /&gt;wir schlürfen Blut aus tiefen Krügen, deren Boden wir nicht sehen&lt;br /&gt;wir fürchten Tod, Liebe, Hass und Schmach, derer wir groß Reden machen&lt;br /&gt;am Ende schlafen wir&lt;br /&gt;allein&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sein ist was wir wollen.&lt;br /&gt;unsere Stille ist monochrom, unsere Welt stumm.&lt;br /&gt;Schnee fällt auf die schwachen, schwarzen Rabenfedern unserer Milch.&lt;br /&gt;Milch, die wir uns mit Honig versüßen.&lt;br /&gt;wir sind nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wir spucken große Töne über Dinge, die wir einfach nicht verstehen wollen&lt;br /&gt;wir spucken Blut zurück in Krüge, aus denen wir nicht hätten trinken sollen&lt;br /&gt;wir sterben, schmachten und hassen, aus Angst vor unserer selbst&lt;br /&gt;am Ende wachen&lt;br /&gt;Molch und Seekuh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und schwimmen in unserer verdorbenen Milch.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-501402022649190775?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/501402022649190775/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/02/molch-und-seekuh.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/501402022649190775'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/501402022649190775'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/02/molch-und-seekuh.html' title='Molch und Seekuh'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' 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src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3218037380739859669-596245027077993508?l=brindemavie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://brindemavie.blogspot.com/feeds/596245027077993508/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/02/alltagsmelancholie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/596245027077993508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3218037380739859669/posts/default/596245027077993508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://brindemavie.blogspot.com/2009/02/alltagsmelancholie.html' title='Alltagsmelancholie'/><author><name>cyclamen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15592046390411835116</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_3TQlDPanbJA/S14WsqAnlrI/AAAAAAAAA5k/hOT67jqxhZ8/S220/1-972e2d42c2d3c89b.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3218037380739859669.post-4391577304986350766</id><published>2009-02-12T11:27:00.005+01:00</published><updated>2009-08-04T07:35:12.441+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Translatorisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sprachen'/><title type='text'>与非门 - Wüste 沙漠</title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=57JrT72vnxU"&gt;與非門 - 沙漠&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;我睡在你眼睛的沙漠里&lt;br /&gt;wǒ shuì zài nǐ yǎn jing de shā mò lǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;想用我所有温存了解你&lt;br /&gt;xiǎng yòng wǒ suǒ yǒu wēn cún liǎo jiě nǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;我潜入你眼睛的深海里&lt;br /&gt;wǒ qián rù nǐ yǎn jing de shēn hǎi lǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;探索那令人好奇的秘密&lt;br /&gt;tàn suǒ nà lìng rén hào qí de mì mì&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;总要时刻去防备&lt;br /&gt;zǒng yào shí kè qù fáng bèi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;害怕会变成那缩成一团的刺猬&lt;br /&gt;hài pà huì biàn chéng nà suō chéng de cì wèi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;一不小心就伤悲&lt;br /&gt;yī bù xiǎo xīn jiù shāng bēi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;害怕会变成那四处躲藏的海龟&lt;br /&gt;hài pà huì biàn chéng nà sì chù duǒ cáng de hǎi guī&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;其实心有灵犀只是一场误会&lt;br /&gt;qí shí xīn yǒu líng xī zhǐ shì yī chǎng wù huì&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;别分错与对&lt;br /&gt;biè fēn cuò yǔ duì&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;谁在寂寞之后不需要安慰&lt;br /&gt;shéi zài jì mò zhī hòu bù xū yào ān wèi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;不管谁爱谁&lt;br /&gt;bù guǎn shéi ài shéi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;我走在你眼睛的森林里&lt;br /&gt;wǒ zǒu zài nǐ yǎn jing de sēn lín lǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;想用我所有关怀温暖你&lt;br /&gt;xiǎng yòng wǒ suǒ yǒu guān huái wēn nuǎn nǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;我跳入你眼睛的深渊里&lt;br /&gt;wǒ tiào rù nǐ yǎn jing de shēn yuān lǐ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;寻找那令人向往的身影&lt;br /&gt;xún zhǎo nà lìng rén xiàng wǎng de shēn yǐng&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;总要时刻去防备&lt;br /&gt;zǒng yào shí kè qù fáng bèi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;害怕会变成那缩成一团的刺猬&lt;br /&gt;hài pà huì biàn chéng nà suō chéng de cì wèi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;一不小心就
